02.02.2016

Internet-Messen: So beeindrucken Sie Ihre Kunden online

Vor der Zeit des Internets waren Messen der einzige Ort, an denen sich Firmen und Private über Branchen- und Produktneuheiten informieren konnten. Gerade im IT-Bereich boomten deshalb solche technischen Ausstellungen. Wie erfolgreich eine Messe war, ergab sich früher aus der: Zahl der Aussteller, der Anzahl vermieteter Quadratmeter Standflächen und der Zahl der Besucher.

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Internet-Messen

Veränderung im Messebusiness

Diese Kriterien zur Beurteilung des Erfolgs einer Messe gelten heute nicht mehr. In den meisten Medienmitteilungen wird nicht mehr von neuen Besucherrekorden, sondern von der Qualität der Besucher geschrieben und allenfalls noch von der Höhe der Aufträge, welche während einer Messe vergeben worden sind.

Mussten früher neue Aussteller lange in Wartelisten ausharren, wird heute mit harten Bandagen um Aussteller geworben. Das sind klare Anzeichen dafür, wie stark sich das Messebusiness verändert hat. Das Internet hat ganz klar zu diesem Strukturwandel beigetragen. Denn weshalb müssen Sie sich einem bestimmten Tag in eine Messehalle begeben, wenn Informationen über Produkte und Dienstleistungen rund um die Uhr am Arbeits- oder Heim-PC abgerufen werden können?

Eine Studie des Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft (AUMA) kommt zum Schluss, dass von acht übergeordneten Einflussfaktoren auf die Entwicklung von Business-to-Business-Messen sich fünf positiv und drei negativ auf die Nachfrage nach Messen auswirken werden:

Die positiven Aspekte, abgestuft nach der Stärke ihres Einflusses, sind:

  • Globalisierung (z.B. starke Entwicklung asiatischer Märkte)          
  • Profilierungsstrategien der Messegesellschaften (z.B. klare Etablierung und Positionierung starker Messemarken)            
  • Live-Kommunikation-Erlebnis (persönliche Kommunikation hat trotz Digitalisierung einen hohen Stellenwert)           
  • Integrierte Kommunikation (Zusammenspiel von Messen und digitalen Instrumenten)         
  • Umweltschutz (wird weltweit wichtiger, Ressourcen- und Energieeffizienz erfordern ein weltweit koordiniertes Handeln – hierfür sind Business-to-Business-Messen eine optimale Plattform)

Die negativen Einflussfaktoren, ebenfalls abgestuft nach ihrer Stärke, sind:

  • Gesellschaftliche und ökologische Veränderungen/Turbulenzen (wie Klimawandel, demografischer Wandel)           
  • weltweit stark divergierende wirtschaftliche Entwicklungen/Rahmenbedingungen (z.B. sind von der Eurokrise – weltweit betrachtet – nur wenige Staaten unmittelbar betroffen              
  • Konkurrenzdruck durch alternative Kommunikationsmittel (wie z.B. virtuelle Marktplätze)

Auf Grundlage der Verknüpfung dieser Schlüsselfaktoren – in verschiedenen Konstellationen und Ausprägungen – kommen die Forscher zu folgenden Ergebnissen:

  • Messegesellschaften sind stark von Faktoren abhängig, die sie nicht beeinflussen können – wie zum Beispiel politische und gesellschaftliche Entwicklungen.    
  • Der persönliche Kontakt von Geschäftspartnern wird – trotz und gerade wegen der Digitalisierung – zukünftig immer wichtiger.  

Die klassischen Messefunktionen werden eine Bedeutungsveränderung erfahren, jedoch nicht so stark, wie man dies annehmen könnte. Wie viel davon Wunschdenken ist, bleibt abzuwarten:

Es gibt durchaus auch heute noch berechtigte Gründe, eine Messe zu besuchen. Wenn Sie z.B. ganz klar wissen, was Sie suchen, können Sie an einem einzigen Tag diverse Lieferanten nacheinander befragen und sich so rasch eine Meinung bilden. Doch auch in diesem Falle spielt das Internet für die Vorbereitung eine wichtige Rolle. Sie können mithilfe einer vorgängigen Recherche eine Checkliste erstellen, die etwa wie folgt aussehen könnte. Mit einer solchen Liste können Sie die Route vorgängig optimieren und verlieren nicht viel Zeit mit dem Suchen der einzelnen Aussteller. Bereits pro Aussteller fixe Zeiten vorgängig zu reservieren, ist jedoch nicht empfehlenswert, da Sie dadurch die Flexibilität verlieren, ein Gespräch zu verlängern, wenn Sie feststellen, dass es sich lohnt, noch etwas nachzufragen.

Mehr als einen oder zwei fixe Termine pro Halbtag würden wir nicht empfehlen, um auch genügend Zeit zu haben für Aussteller, welche Sie vielleicht nicht gekannt und somit auch nicht nach Ihnen gesucht haben. Die grössten Vorteile einer physischen Messe liegen sicherlich in diesen Punkten:

  1. die Möglichkeit, persönliche Gespräche innert kurzer Zeit zum gleichen Thema mit verschiedenen Personen zu führen.
  2. die Möglichkeit, neue Firmen kennen zu lernen, welche Sie nicht gekannt haben.
  3. die Möglichkeit, Produkte zu finden, von denen Sie nicht wussten, dass es sie gibt oder wie nützlich diese für Sie sein könnten.
  4. die Möglichkeit, an Seminaren vor Ort teilzunehmen.

Für Messeorganisatoren bedeutet dies, einen interaktiven Ausstellungsführer bereit zu stellen, bei dem man nach Produkten, Firmen und Stichworten suchen und die Resultate dann auch nach verschiedenen Gesichtspunkten sortieren kann. Eine recht innovative Idee wäre z.B., nicht nur eine alphabetische Liste der Resultate auszugeben, sondern eine, bei dem die Aussteller so aufgelistet werden, dass sich ein optimierter Laufweg von Stand zu Stand ergibt.

All dies lässt sich mittlerweile recht einfach in eine mobile App verpacken, welche den Besuchern zum Download angeboten werden kann. Dabei ist darauf zu achten, das richtige Betriebssystem für die App zu wählen, also mindestens iOS und Android und wenn möglich ebenfalls Windows Phone. Messen, welche ohne solche Dienstleistungen an den Start gehen, werden über kurz oder lang vom Markt verschwinden und virtuellen Messen Platz machen müssen.

Virtuelle Messen

Einen anderen Ansatz verfolgen diverse Plattformbetreiber, welche so genannte virtuelle Messen organisieren. Die Bandbreite von einfachen Branchenportalen bis hin zu realen 3D-Messe-Animationen ist dabei sehr gross. Anhand einiger Beispiele wollen wird, dies illustrieren und Ihnen zeigen, wie einfach Sie an virtuellen Messen teilnehmen oder eine solche mithilfe von mittlerweile ausgeklügelter Software selbst aufbauen können.

Arten von virtuellen Messen

Um eine Unterscheidung von virtuellen Messen vornehmen zu können, gilt es sich zuerst bewusst zu machen, was eine Messe überhaupt ist. Prof. Weinhold-Stünzi definierte eine Messe wie folgt:

"Eine Messe ist eine Veranstaltung, organisiert durch eine Institution (= Veranstalter), bei welcher sich an einem bestimmten Ort und zu einer bestimmten Zeit Messeanbieter (= Aussteller) und Messenachfrager (= Besucher) zusammenfinden mit dem Anbieterzweck, Angebote günstig darzustellen, darüber Verkaufsverhandlungen zu führen und gegebenenfalls auch abzuschliessen und mit dem Nachfragerzweck, sich über die Angebote einen möglichst guten umfassenden Überblick zu verschaffen, bei geeigneten Angeboten auch auf Kaufverhandlungen einzutreten und gegebenenfalls zu kaufen …" 

Internet-Messen im engen Sinne

Internet-Messen im engeren Sinne versuchen, möglichst nahe an traditionelle Messen heranzukommen. Die Messe findet nur zu einer bestimmten Zeit statt und es gibt eine klar begrenzte Anzahl an Ausstellern, welche während dieser Zeit auch per Chat zur Verfügung stehen müssen. Während vor einigen Jahren solche virtuellen Messen im engeren Sinne durchaus stattfanden, geht der Trend mehr und mehr zu virtuellen Veranstaltungen, welche während dem ganzen Jahr "geöffnet" sind, also virtuelle Messen im weiteren Sinne.

Internet-Messen im weiteren Sinne

Die Internet-Messen im weiteren Sinne weisen zwar Messecharakter auf, sind aber zeitlich nicht begrenzt.

Internet-Begleitmessen

Internet-Begleitmessen sind Internetauftritte von traditionellen Messen, welche via Internet Zusatzinformationen bieten, wie zum Beispiel Hallenpläne, Detail-Informationen der Aussteller, Kontaktmöglichkeiten zu den Ausstellenden, Anmeldungsmöglichkeiten zur Messe, zu Veranstaltungen und Seminaren während der Messe. Mittlerweile bietet fast jede Messe Zusatzinformationen via Internet an, weshalb hier lediglich ein paar Beispiele von Begleitmessen aufgeführt sind:

Software-Anbieter von virtuellen Messen

Es gibt einige Anbieter, mit denen virtuelle Messestände und ganz virtuelle Messen erstellt werden können. Eine davon ist die EXPO-IP-Plattform, welche von der EXPO IP KG in Seeheim-Jugenheim vermarktet wird. Aufgebaut ist die Software wie eine traditionelle Messe mit Messeglände, Messehallen und Ausstellerständen. Auf diese Weise kann ein Messeorganisator seinen Ausstellern eine fixfertige Website bieten, in die sie Informationen wie Dokumente, Filme, aber auch Live-Chats oder Animationen einbinden können.

V3events

Ein anderer Anbieter von virtuellen Messeständen ist V3events. Hier kann ebenfalls eine gesamte Messe-Infrastruktur gemietet werden, sei es für eine eigene Hausmesse oder für eine Branchenmesse mit verschiedenen Ausstellern.   Alles wirkt hier zwar etwas moderner und frischer, aber die Messe ist auf Flash aufgebaut und somit technologisch nicht mehr auf dem neusten Stand.

Weitere Messe-Software-Anbieter

Diverse weitere Unternehmungen haben sich auf Messe-Software spezialisiert.

Webinare als Alternativen

Eine neue Form von Konferenzen sind die so genannten Webinare. Sie finden live statt, ermöglichen einer beinahe unbegrenzten Zahl von Besuchern dabei zu sein und ermöglichen einen direkten Austausch von Informationen. Anbieter von Webinar-Software gibt es mittlerweile sehr viele.

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