24.11.2015

Social Sponsoring: Tue Gutes und werbe damit

Zu Weihnachten rückt das Geben – und somit das Spenden – in den Fokus aller Menschen. Beste Zeit also Ihr unternehmerisches Social Sponsoring zu verstärken. Denn Sie werden mit Ihren Spenden- und Sponsoring-Aktionen kaum leichter die Aufmerksamkeit Ihrer Kunden erhalten.

Von: Brigitte Miller   Drucken Teilen  

Brigitte Miller

Brigitte Miller ist freie Autorin und Journalistin. Seit 1990 schreibt sie für namhafte Verlage und Online-Portale im In- und Ausland zu den Themenbereichen Management, Mitarbeiterführung, Zeitmanagement, Kreativität und Selbstmanagement. In ihre Beiträge lässt sie nicht nur die vielen Tipps und Erfahrungen fliessen, die sie durch Gespräche und Interviews erhält, sondern auch persönliche Erkenntnisse, die ihr der Berufsalltag beschert.

Social Sponsoring

Kommunizieren Sie Ihr Engagement

Viele Unternehmen in der Schweiz engagieren sich sozial und übernehmen auch gesellschaftliche Verantwortung. Corporate Citizenship ist in diesen Unternehmen gelebte Realität. Allerdings kommunizieren die wenigsten Unternehmen ihr eigenes Engagement, weder nach innen, noch nach aussen. Leider.

Denn Ihre gesellschaftliche Verantwortlichkeit verschafft Ihnen nicht allein einen Imagegewinn, stärkt die Mitarbeiterbindung, sondern dient auch als Vorbild für Ihre Kunden. Schliesslich rücken Sie durch Ihr Social Sponsoring bestimmte Vereine und NGO’s in die Aufmerksamkeit, d.h. durch Ihr Sponsoring werden unterschiedliche Einrichtungen – vom Sportverein über das Kleinkunsttheater bis hin zum Förderverein der Kindertagesstätte – auch bekannt gemacht. Deshalb legen Sie Ihre (vielleicht vorhandene) Bescheidenheit ab: Tuen Sie Gutes und werben Sie damit! Es kommt dem Verein und auch Ihnen zu gute.

Weihnachten ist die beste Zeit für ein verstärktes Social Sponsoring

Sie werden Ihr soziales Engagement über das ganze Jahr verteilen. Und sich somit für unterschiedliche Institutionen einsetzen. Dennoch sollten Sie gerade zu Weihnachten Ihr soziales Engagement gezielt verstärken – und zwar aus mehreren Gründen:

  • Das Geben steht in dieser Zeit im Vordergrund. Weihnachten als Fest der Liebe lenkt die Aufmerksamkeit aller Menschen. auf Schwerpunkte wie Nächstenliebe, Solidarität und das Geben. Greifen Sie den Trend dieser wenigen Wochen auf.
  • Die Sensibilität ist bei allen erhöht. Viele Menschen – und somit viele Ihrer Kunden – tragen sich zu dieser Zeit mit dem Gedanken, etwas zu spenden. Doch viele wissen vielleicht nicht, wem sie eine finanzielle Zuwendung zukommen lassen sollten. Geben Sie als Unternehmen auch darauf Antwort (und nicht allein auf die dringende Frage wie „Was schenke ich meinen Liebsten zu Weihnachten?“)
  • Social Sponsoring findet ein Mehr an Beachtung. Durch die erhöhte Sensibilität und die Bereitschaft zu Geben werden Ihre Spendenaktionen ein grösseres Interesse, als auch Anerkennung finden.

Deshalb erhöhen Sie zu dieser Jahreszeit Ihr Engagement – und kommunizieren Sie es unbedingt nach innen und nach aussen. Ideen gibt es hierfür mehr als genug.

Verlassen Sie vertraute Pfade

Ihr Ziel lautet: Tue Gutes und werbe damit! Innerhalb des Marketings wurde dieses Ziel meist mit den üblichen Mitteln realisiert. Sie haben einen hohen Betrag per Spende einer gemeinnützigen Organisation zukommen lassen, um bei der Übergabe des Schecks einen Pressetermin zu veranstalten, bei dem dann der übergrosse Scheck-Dummy dem Geschäftsführer des Vereins überreicht wurde – und in diesem Moment das Blitzlicht des Zeitungsfotografen aufleuchtete.

Selbstverständlich werden Sie diese traditionelle Werbestrategie auch bei Ihrem Social Sponsoring zu Weihnachten einsetzen, aber Sie sollten kreativ denken und agieren, um vertraute Pfade zu verlassen. Im Zeitalter von Internet und Co gibt es einige interessante Tricks, die Sie anwenden können, um zu werben, ohne direkt zu werben.

Trick 1: Binden Sie alle per Internet mit ein – von Anfang an

Nicht Sie wählen die gemeinnützige Einrichtung aus, die Sie mit Ihrer Spende unterstützen wollen. Lassen Sie dies Ihre Mitarbeiter, Kunden und Geschäftspartner tun. Stellen Sie mindestens drei Einrichtungen auf Ihrer Homepage, in Ihrem Newsletter (print und online-Version), auf Facebook, Twitter und Co, also Ihrem sozialen Netzwerk, auf dem Ihr Unternehmen vertreten ist und natürlich auch vor Ort in Ihrem Geschäft vor. Fordern Sie nun alle auf – wirklich alle – darüber abzustimmen, wem Sie zu Weihnachten Ihre Spendensumme zukommen lassen sollten. Kommunizieren Sie bereits ab diesem Zeitpunkt die Höhe Ihrer Spendensumme – beispielsweise 1.000 CHF oder 5.000 CHF oder 10.000 CHF.

Trick 2: Videos auf YouTube einstellen

Besprechen Sie mit der Einrichtung, die Sie unterstützen möchten, Ihr Anliegen. Bitten Sie kurze Videos drehen zu dürfen, in denen Sie die Einrichtung vorstellen und in denen Sie natürlich begründen, warum Ihr Unternehmen sich auf welche Weise für dieses einsetzen will. Stellen Sie dann die Videos auf YouTube ein. Vergessen Sie nicht, allen per E-Mail, auf Facebook oder durch Twitter einen Link zu senden, damit das Video auch angesehen wird.

Trick 3: Gezielte Aktionen in Ihren Geschäftsräumen

Nutzen Sie Ihre Geschäftsräume, ob das Eingangsfoyer Ihrer Bank oder die Verkaufsräume Ihres Autohauses, um Ihre Aktionen bekannt zu machen. Einige Beispiele verdeutlichen, wie Sie dies machen können:

  • Der Wunsch-Christbaum. Wählen Sie einige Sachspenden aus, die die einzelnen Einrichtungen sich wünschen. Fertigen Sie von diesen Bildkarten mit der benötigten Summe an, die an den Baum gehängt werden. Bitten Sie Ihre Kunden um Unterstützung, indem Sie werben „Wir verdoppeln jeden CHF, den Sie für einen Wunsch spenden“.
  • Plakate, Flyer und Aktionsstände. Rücken Sie die Einrichtungen, die Sie unterstützen wollen, in den Fokus Ihrer Kunden. Hängen Sie Plakate auf. Platzieren Sie Flyer neben den Kassen. Errichten Sie Aktionsstände, an denen sich die Kunden informieren, als auch gleich für die Einrichtung spenden können. Werben Sie „Helfen Sie uns zu helfen. Die Einrichtung „Märchenland“ benötigt 15.000 CHF, um krebskranken Kindern einen Traumwunsch zu erfüllen. 10.000 CHF spenden wir. Bitte spenden Sie auch.“
  • Die Aufgrund-Aktion bzw. die 1 CHF-Aktion. Stellen Sie ein Projekt vor, dem Sie helfen wollen. Führen Sie vor Weihnachten Aktionswochen für dieses Projekt durch. Bitten Sie Ihre Kunden Ihren Einkaufsbetrag an der Kasse aufrunden zu lassen. Alternativ können Sie auch an der Kasse fragen lassen „Wollen Sie einen CHF für -beispielsweise – die Krebsforschung spenden? Dann geben wir diesen gerne weiter.“

Mit all diesen Tricks werben Sie, ohne dass es wirklich als typische Werbung auffällt. Denn der Kunde wird verstärkt Ihren Aufruf für soziales Engagement wahrnehmen – und zwar zu einem gemeinsamen Engagement, das er mit Ihnen stemmen wird.

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