18.11.2015

Zielgruppenbestimmung: Mit dem NLP-Wahrnehmungsmodell

Die Zielgruppenbestimmung ist das A und O jeder Marketingkampagne. Je detaillierter diese ist, umso besser gelingt die Ansprache. Das NLP-Wahrnehmungsmodell verschafft Ihnen neue Einblicke in Ihre Zielgruppe – und ist dabei spielerisch in der Anwendung.

Von: Brigitte Miller   Drucken Teilen   Kommentieren  

Brigitte Miller

Brigitte Miller ist freie Autorin und Journalistin. Seit 1990 schreibt sie für namhafte Verlage und Online-Portale im In- und Ausland zu den Themenbereichen Management, Mitarbeiterführung, Zeitmanagement, Kreativität und Selbstmanagement. In ihre Beiträge lässt sie nicht nur die vielen Tipps und Erfahrungen fliessen, die sie durch Gespräche und Interviews erhält, sondern auch persönliche Erkenntnisse, die ihr der Berufsalltag beschert.

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben. Wir freuen uns, wenn Sie den ersten Kommentar zu diesem Artikel verfassen.
 
Kommentar schreiben

Bitte Wert angeben!

Bitte Wert angeben!

Bitte Wert angeben! Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein!

Bitte Wert angeben!

Bitte Wert angeben!

Bitte Wert angeben!

Bitte alle fett beschrifteten Pflichtfelder ausfüllen.
Zurücksetzen
 
Zielgruppenbestimmung

Begrenzte Wahrnehmung: Der Realitätstunnel

Mit der Marktsegmentierung und der damit verbundenen Zielgruppenbestimmung wird ein wichtiges Ziel verknüpft: Das Kaufverhalten der Kundengruppen zu eruieren, um so Streuverluste zu minimieren. Eine wichtige Aufgabe, die jedoch stets herausfordert. Denn keine Zielgruppe ist heutzutage mehr homogen. Vielmehr – dank der zunehmenden Individualisierung der Gesellschaft – gibt es mehr Unterschiede aufzudecken als zuvor.

Die menschliche Wahrnehmung ist nicht allein begrenzt, sie unterliegt auch sehr subjektiven Kriterien. In der NLP (Neurolinguistischem Programmieren) wird deshalb in diesem Zusammenhang von der „inneren Landkarte“ eines Menschen gesprochen, mit deren Hilfe er seine Welt wahrnimmt, sie filtert und definiert: Ein Realitätstunnel entsteht.

Die Realitätstunnel Ihrer Zielgruppen – und Ihres Unternehmens

Allerdings verfügt Ihr Unternehmen auch über eine innere Landkarte. Denn es hat ja Erfahrungen gesammelt, die die Wahrnehmung des Unternehmens prägen. Gleichzeitig wurde dank der definierten Unternehmenswerte eine Kultur geschaffen, die den Blick auf die Wirklichkeit gestaltet. Ein unternehmerischer Realitätstunnel ist entstanden, der sich von der Ihrer Zielgruppen unterscheidet.

Denn jeder Realitätstunnel ist verschieden. Frauen haben andere als Männer, Rentner als Jugendliche, Jogger als Mountainbiker, Veganer als Fleischesser, Verkäufer als Käufer, Vorgesetzte als Mitarbeiter … die Liste liesse sich endlos weiterausführen. Allerdings gelingt es, den eigenen Realitätstunnel zu verlassen und den des anderen zu erfassen – mit dem NLP-Wahrnehmungsmodell.

Gefühlte Zielgruppenbestimmung mit dem NLP-Wahrnehmungsmodell: 3 Schritte

Entscheidend für das NLP-Wahrnehmungsmodell sind die drei Wahrnehmungspositionen:

  1. Assoziiert. Die assoziative Wahrnehmung ist Ihre Ich-Position bzw. die Unternehmensposition.
  2. Dissoziiert. Sie treten in die Position Ihres Kunden. Damit erhalten Sie eine innere distanzierte Wahrnehmung auf die Unternehmens-Position. Gleichzeitig aber ein assoziiertes Empfinden Ihres Kunden.
  3. Meta-Position. Von hier aus betrachten Sie die Positionen – Unternehmen/Produkt und Kunde – aus einer Distanz heraus, um weitere wichtige Erkenntnisse zu erhalten.

Bei der Anwendung des NLP-Wahrnehmungsmodells betreten Sie nicht allein mental die jeweiligen Positionen, sondern auch real, d.h. Sie stellen sich auf die jeweilige Position, um sozusagen in die Rolle des Betrachters zu schlüpfen.

Schritt 1: Positionen im Büro markieren

Wählen Sie drei Gegenstände aus: beispielsweise einen Kugelschreiber, den Hefter oder einen Ordner, um die jeweilige Position am Fussboden anzuzeigen. Suchen Sie sich für die einzelnen Positionen einen Platz in Ihrem Büro (Tipp: Falls Ihr Büro dafür zu klein ist, gehen Sie in einen Konferenzraum). Markieren Sie mit einem Gegenstand auf dem Fussboden die

  • assoziierte Position A – also Ihre Ich-/Unternehmens-Position.
  • dissoziierte Position B – also die des Kunden.
  • Meta-Position C.

Wichtig bei der Platzierung Ihrer Positionen ist: Sie sollen von jeder Position eine gute Sicht auf die jeweilige andere haben, somit wäre eine lineare Aufreihung ungeeignet.

Schritt 2: Die Positionen einnehmen

Betreten Sie nun nacheinander die einzelnen Positionen. Sie beginnen mit der assoziierten Position, gefolgt von der dissoziierten und zum Schluss die Meta-Ebene. Geben Sie sich bei jeder Position so viel Zeit, wie Sie benötigen. Spüren Sie beim Betreten der jeweiligen Position erst einmal in sich hinein. Fragen Sie sich:

  • Was fühlen Sie?
  • Was sehen und hören Sie?
  • Was nehmen Sie wahr?
  • Welche Gedanken haben Sie in dieser Position?

Wenden Sie sich dann von sich ab – und blicken Sie auf die andere Position (z.B. A oder B oder C). Fragen Sie sich:

  • Wie nehmen Sie die andere Position wahr?
  • Was fühlen Sie, wenn Sie auf diese andere Position blicken?
  • Was sehen und hören Sie?
  • Welche Gedanken, Bilder, Ideen, Fragen werden aktiviert? Was erfahren Sie?

Tipp: Das Tool „Zielgruppenbestimmung mit dem NLP-Wahrnehmungsmodell“ bietet Ihnen weitere Fragen, auf die  Sie Ihren Fokus lenken können.

Sobald keine Eindrücke mehr freigesetzt werden, treten Sie aus Ihrer jeweiligen Position heraus. Klatschen Sie dann sofort in die Hände. Oder fragen Sie sich etwas Banales wie „Was haben Sie zum Frühstück gegessen?“, um zur vorherigen Position eine Distanz aufzubauen. Nehmen Sie schliesslich die nächste Position (B oder C) ein – und wiederholen Sie das Procedere:

  • Einfühlen
  • Blick auf die Position, die Sie gerade eingenommen haben.
  • Blick auf die andere Position – in der Regel A und/oder B.

Schritt 3: Erkenntnisse notieren

Nachdem Sie das NLP-Wahrnehmungsmodell angewandt haben, notieren Sie alles, was Ihnen bewusst geworden ist. Fixieren Sie Ihre Einsichten, die Sie über die jeweilige Kundengruppe erhalten haben.

Produkt-Empfehlungen

  • Was Marken erfolgreich macht

    Was Marken erfolgreich macht

    Neuropsychologie in der Markenführung

    CHF 48.00

  • Emotional Boosting

    Emotional Boosting

    Die hohe Kunst der Kaufverführung

    Mehr Infos