08.03.2016

Social Media Profile: Häufige Fehler von Arbeitnehmern

Karriere oder geschäftlicher Erfolg ohne den Einsatz sozialer Medien ist in vielen Branchen und Berufen schwierig geworden. Doch mit Einsatz von Xing und Co. eben auch nicht einfacher. Es gibt viele Möglichkeiten, sich selbst und seinen beruflichen Zielen im Weg zu stehen. Geschäftliche Kontakte sind hochsensible, zarte und heikle Pflänzchen. Berufliche Social Media Profile sind doppelbödige, kritisch gelesene und oft zwischen den Zeilen interpretierte Karriere-Beeinflusser.

Von: Daniela A. Caviglia   Drucken Teilen   Kommentieren  

Daniela A. Caviglia

Daniela A. Caviglia ist engagierte Online-Publisherin mit journalistischem und redaktionellem Hintergrund. Sie ist seit 2003 selbstständig als Trainerin und Beraterin für interaktive, dialogorientierte Kommunikation in Print, online und crossmedial.

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Social Media Profile

Sind Unternehmen online ausreichend fit?

Maja Müller ist in ihrer aktuellen Anstellung unzufrieden. Was liegt also für die rege Netzwerkerin näher, als in ihrem Xing-Profil den Hinweis zu platzieren, dass sie offen für entsprechende Angebote ist? Ist das Unternehmen, für das Maja arbeitet, online ausreichend fit, bleibt der Personalabteilung ihre Einstellung nicht lange verborgen. Und dabei hätte Maja nicht einmal so offensichtlich ihren Wunsch nach Veränderung kommunizieren müssen. Findige Personalabteilungen sehen nämlich bereits eine plötzlich regere Tätigkeit auf Xing als Alarmzeichen an.

Social Media Profile als Jobvermittler oder Jobkiller?

Personalabteilungen beobachten Angestellte und potenzielle neue Mitarbeitende in den sozialen Medien. Während es bei ersteren darum geht, den Ruf des Unternehmens zu schützen, der durch die Netzwerktätigkeit von Mitarbeitenden mit beeinflusst wird, dient zweites zur Einschätzung des Fachkräftemarkts oder fürs gezielte Anwerben neuer Mitarbeitenden. Längst haben sich gerade in höheren Kaderstufen und bestimmten Bereichen Social Media als Jobvermittlungs-Plattformen durchgesetzt. Stellen in der Online-Kommunikation oder im mittleren Management werden vermehrt auf Business-Diensten wie Xing oder Linkedin ausgeschrieben, Headhunter kontaktieren systematisch Fachkräfte und Kontakte aus dem beruflichen Netzwerk, informieren über frei werdende Positionen, ehe diese öffentlich ausgeschrieben sind. Doch erfolgreich zur neuen Stelle kommt – oder erfolgreich in seiner aktuellen Position bleibt – nur, wer richtig netzwerkt.

Die häufigsten Fehler von Arbeitnehmern in Social Media

  • Social Media Profile unter falschem Namen: Dies ist in den meisten Social-Media-Diensten per AGB verboten und macht einen schlechten Eindruck. Unwillkürlich fragt man sich, was denn diese Person zu verbergen hat, dass sie unter falschem Namen auftreten muss.
  • Zu prahlerisches Auftreten: Die eigenen Fähigkeiten sollen möglichst wahrheitsgetreu angegeben werden. Ganz tabu sind Angaben wie nicht vorhandene Ausbildungen, universitäre Abschlüsse oder Anstellungsverhältnisse, die nur in der Fantasie existieren.
  • Ein falsches Bild: Zu seinem eigenen Äusseren sollte man stehen können. Gut ist ein vorteilhaftes Bild, auf dem man sympathisch wirkt. Ganz schlecht sind Bilder anderer Menschen, von Models oder Agenturbilder, die man statt seines eigenen Porträts einsetzt.
  • Privatleben nach aussen kehren: Gerade Facebook verlockt viele dazu, sehr private, intime oder überschwängliche Mitteilungen zu posten. Fröhlich zu sein ist zwar keine Schande, aber Details über den eigenen Alkoholkonsum, die Eroberungen beim andern Geschlecht oder das eigene psychische Empfinden gehören nicht ins Internet.
  • Meckern über den Chef oder die Kundin: Auch wenn man mal genervt ist; soziale Medien sind nicht der richtige Ort, um Dampf abzulassen. Wer dauernd über seinen Arbeitgeber, Mitarbeiter oder Kunden meckert, wirft ein schlechtes Licht auf seine eigenen Kompetenzen als Arbeitnehmer und schadet dem Image seines Arbeitgebers.

Und so geht’s: Richtig darstellen, netzwerken, veröffentlichen

Im Prinzip ist es eigentlich ganz einfach. Was im echten Leben gilt, zählt auch für die Social Media Profile. Wer sich selber ist, gut mit Leuten umgehen kann und kluge Sätze von sich gibt, wirkt echt, kompetent und sozial.

Kunden vergraulen leicht gemacht

Nicht nur Arbeitnehmende, sondern auch Geschäftsführer, Selbstständige oder Kleinunternehmer nutzen Social Media vermehrt, um für ihre Produkte oder Dienstleistungen zu werben. Und bereits dieses Ziel ist grundlegend falsch. Soziale Medien sind dialogorientierte Kommunikationskanäle und keine Werbeformate. Ausgenommen effektiver Text- und Bildanzeigen, sogenannte Facebook-Ads oder Google-Adwords. Wer das vergisst oder nicht weiss, schadet seinem primären Ziel, Verkauf und Absatz zu steigern. Aufdringliches Werben wird in keinem der sozialen Netzwerke geschätzt.

Spammer werden ausgeschlossen

Einladungen zu kostenpflichtigen Seminaren als Veranstaltungseinladungen, Direktnachrichten mit Produkteangeboten, dauernde Hinweise auf die eigenen Dienstleistungen werden von Social-Media-Usern im besten Fall mit Nichtbeachtung bestraft. Noch schlimmer und auch gar nicht so selten ist, dass die Netzwerkkontakte die Veröffentlichungen per System stumm schalten, die Verbindung lösen oder gar per Mausklick den Urheber blockieren oder als Spammer melden. Je nach Netzwerk droht durch eine Handvoll solcher Meldungen bereits die Löschung des Benutzerkontos oder gar der Unternehmensseite. Eine Sperrung oder der Ausschluss aus einem Netzwerk wie Facebook oder Linkedin rückgängig zu machen, ist in den meisten Fällen nicht möglich.

Und so geht’s: Kompetenz statt Penetranz

Auch für Selbstständige und Unternehmerinnen gilt, die sozialen und geschäftlichen Kompetenzen aus dem realen Leben in die Online-Welt zu übertragen. Schliesslich stürmt niemand in der realen Welt in das Büro eines potenziellen Neukunden und schreit ihm vor jeglicher höflichen Begrüssungsfloskel sein Angebot mitten ins Gesicht. Doch genau so wirken stark werberisch ausgerichtete Profile oder Unternehmensseiten in den sozialen Medien.

Deshalb gelten auch beim virtuellen Netzwerken als Unternehmer oder Selbstständige die Gebote: Sich selber sein, also Offline-Kompetenzen auch online einsetzen, ansprechbar werden und mit seinen Netzwerkpartnern in Dialog treten und diesen Dialog auf relevanter Ebene aufrecht halten. Unabhängig von der gewählten Plattform, von denen eine Auswahl in nachfolgender Übersicht vorgestellt werden, sind zuhören und von anderen lernen ebenso wichtige Elemente des virtuellen Netzwerkens wie Selbstdarstellung und kompetente Kommunikation. Zu guter Letzt geht es auch darum, Ausdauer zu beweisen. Social Media ist ein Kommunikationsinstrument. Und Kommunikationsmassnahmen zielen auf langfristigen Erfolg ab, sie eignen sich nur in Ausnahmefällen zu schnellen Abverkäufen. Bei der Wahl der Plattform ist deshalb auch der tägliche oder wöchentliche Aufwand ausschlaggebend, den man über zwei bis drei Jahre hinaus zu leisten bereit sein sollte.

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