12.04.2016

Webseite: Ist eine Präsenz bei Facebook und Google wirklich notwendig, wenn man eine eigene Webseite hat?

Nachdem vor über 20 Jahren die ersten Firmenseiten im Internet auftauchten, dienen sie auch heute noch der Selbstdarstellung und sind mit eigener Adresse mindestens als «Visitenkarte» notwendig. Umso besser noch, wenn diese selbst kontrollierte Homepage mit eigenen, regelmässig erneuerten Seiten und Inhalten ergänzt wird. Diese Kontrolle geht zum grössten Teil in den Wirren des Internets verloren, wenn man die Kommunikation und (Des-) Information dem online Dschungel überlässt. Der konsequente nächste Schritt ist also das selbst kontrollierte Angebot für die Suchmaschinen (via Google Seiten) und gezielte Kommunikation in den sozialen Netzwerken (z.B. via Facebook Page).

Von: Wigbert Boell   Drucken Teilen   Kommentieren  

Wigbert Boell

Wigbert Boell ist ein internationaler Manager und Kommunikationsexperte, der sich auf strategische Beratung spezialisiert hat. Nach vielfältigen Erfahrungen in und um startups, kleinen und mittleren Unternehmen, sowie mit Gründern in Europa und den USA, konzentriert er sich inzwischen auf die Kreativ-Industrie und den non-profit Bereich. Durch langfristige Verträgen mit einem Deutschen Werbemittel- und Geschenkartikel Hersteller für den Marken-Aufbau in den USA und später in Nord- und Osteuropa hat er Geschäfte in über 50 Ländern durchgeführt. Ebenso hat er auch als Projektmanager und Marketingberater mit den verschiedensten Organisationen und Unternehmen gearbeitet, inklusive z.B. UNDP, GermanTV und Film Festivals. Bereits seit 1998 erforscht Wigbert Boell das Netz, schreibt Online-Beiträge, publiziert Newsletter und Blogs und ist ein früher Nutzer der sozialen Medien. Zur Zeit des ersten Internet-Booms war er Abteilungsleiter Business Development für ein US-Israelisches startup. Wigbert Boell hat ein M.A. in Kommunikationswissenschaften, sowie Kultur- und Medien-Management.

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Ohne mehrfache online Präsenz geht es nicht mehr

Es ist sinnvoll, sich auch den vorherrschenden (Kunden-) Erwartungen anzupassen und seine Kommunikationsstrategie auf feste digitale Säulen zu stützen. Dabei hängt es natürlich von der eigenen Branche und Strategie ab, welche «Plattformen» den idealen Zugang zu den gewünschten Kreisen bietet oder was für eine Firmen-Seite in den Netzwerken notwendig ist.

Mit der Annahme neben einer eigenen Webseite auch einen Minimalauftritt bei den derzeitigen zwei Internet-Giganten eingerichtet zu haben, bleibt die Frage, wie die Kommunikation durch «g+» & «f» am Besten gehandhabt werden sollte. Grundbedingungen für einen erfolgreichen Firmenauftritt sind aber mindestens:

  • eine klare Vorstellung von den eigenen Zielen
  • eine Deckungsgleichheit der Nutzer mit der eigenen Zielgruppe und
  • der Beschluss, die notwendigen Ressourcen auch mittelfristig bereit zu stellen.

Die Google My Business Page als Anker für die Internetsuche

Durch die Verzahnung mit anderen Google Aktivitäten (Maps, Docs, Apps, etc.) und insbesondere der Monopolstellung der Google Suchmaschine ist ein eigener Google Business Auftritt in jedem Fall sinnvoll und sei es nur, um eine «reale Strassen-Adresse» bei Google Maps zu «besetzen» («claim»).

Im November 2015 führte Google eine lang erwartete Generalüberholung ihres «Plus-Service» durch. Ursprünglich teilweise als Konkurrenz zu Facebook aufgebaut (wenn auch immer abgestritten), hatte Google erkannt, dass es Facebook nicht auf dem Stammfeld als soziales Netzwerk Konkurrenz machen kann. Aus diesem Grunde wurde beschlossen, sich für professionelle Seiten anders zu positionieren und fokussieren. «Google+ Pages» wurden zu einem «My Business» System umgestaltet. 

Grundsätzlich ist es auch für kleine Unternehmen und Freiberufler sinnvoll, die Zeit zu investieren, seine «Web-Präsenz» direkt bei Google zu optimieren. Google bietet heute nicht nur verschiedene Möglichkeiten über «Google+» hinaus, sondern auch Werkzeuge und Anleitungen für den Web-Administrator. Die Google MyBusiness Seite lohnt sich, als sie sich (meistens) sofort in besseren Ergebnissen bei der Web-Suche niederschlägt – vor allem, weil über 90% der Internet-Suchvorgänge nach wie vor über Google laufen. Im deutschsprachigen Gebiet steigen diese Zahlen sogar noch in den letzten Jahren, so dass auch die «grössten» Konkurrenten Yahoo und Bing (Microsoft) nur um die 3-4% Marktanteil behaupten können.

Google hat in den letzten Jahren auch den Suchvorgang optimiert und mit dem «Knowledge Graph» eine «Wissens-Seite» eingeführt, die direkt auf der ersten Ergebnis-Seite Details verschiedener Quellen zusammenführt. Prominent platziert sind dabei oft auch Ergebnisse von Wikipedia und Google+, falls eine Seite dort existiert. Da der Google-Algorhythmus bevorzugt auf diese Informationen zugreift, ist es sinnvoll Details, wie z.B. Adresse, Branche, Kontaktmöglichkeiten oder Öffnungszeiten auch anzugeben, da sie die eigene öffentliche Darstellung verbessern. Internetsuchen nach Ort oder Branche stossen also unter Umständen auf Ihren Eintrag ohne spezifisch nach dem Namen zu suchen. Google+ Seiten helfen also einem Unternehmen sich zu präsentieren und die eigene Reputation zu pflegen.

Die Verwaltung der Seiten ist relativ einfach. Das «Dashboard» des neuen Google My Business Service ist ähnlich aufgebaut wie bei Google+ und bietet den Vorteil, alle Informationen aus den verschiedenen Google Quellen zusammenzuführen, so dass vom Dashboard aus auch direkt ein Posting geschrieben werden, oder ein Event erstellt werden kann. Ebenfalls leicht zugänglich sind die ersten Analyse-Werkzeuge («insights»), die Daten über die Interaktion mit Nutzern aufzeigt. Ein weitere Pluspunkt ist die Verbindung mit YouTube für Unternehmen, die dort einen Kanal betreiben, bzw. Videos hochladen. Diese Videos können dann direkt auf der Google Page angezeigt werden.

Suchmaschinenmarketinganteil Weltweit 2015

Facebook als wichtige «community» - Plattform

Im Gegensatz zu Google+, deren Nutzer oft nur kurz und selten auf dem Netzwerk zu finden sind (mit der Ausnahme von einigen «communities», wie z.B. Designern, Fotografen oder SEO-Experten), verbringen Facebook-Nutzer durchschnittlich täglich einige Stunden im Netzwerk.

Die unglaubliche Anzahl von Nutzern -  1/5 der Weltbevölkerung (und immer noch steigend) – macht Facebook allein schon aus diesem Grund interessant, denn es ist für jeden möglich auf diesem Informations-Marktplatz Kunden zu finden. Zwar macht die Unmenge von Informationen von Millionen von Nutzern und «pages» es inzwischen extrem schwierig, die eigenen «Fans» zu erreichen, aber trotzdem kann eine eigene Facebook-Seite gut zur Kommunikation genutzt werden, wenn sie ernsthaft und regelmässig betreut wird.

Leider hat die Sichtbarkeit von pages bei Facebook in den letzten Jahren erheblich verloren, da sich Facebook bewusst darauf konzentriert, für «Reichweite» zahlen zu lassen.

«Bei Facebook ... sorgt aber der Algorithmus dafür, dass wir nur eine kleine Auswahl der eigentlichen Inhalte angezeigt bekommen. Vor allem werbelastige Inhalte werden fast vollständig zurückgehalten — bis sie über ein Ad-Budget wieder sichtbar gemacht werden. Für Unternehmen bedeutet das: Wer sichtbare Werbebotschaften mit ausreichender Reichweite platzieren will, muss dafür zahlen. Das war sicher nicht immer so, doch mit dem Börsengang haben sich die Zielsetzungen von Facebook für immer geändert. Wer sich hier zu abhängig gemacht und alles auf die Karte Facebook gesetzt hat, muss nun für die frühere kostenlose Sichtbarkeit ordentlich zahlen.» (Falk Hedemann)

Das Einrichten einer Facebook-Seite ist ebenso einfach wie bei Google und lässt sich schnell bewerkstelligen. Selbstverständlich sollte auch dieses mit Fragen nach Zielsetzung, Aufgaben, Budget und Betreuung begleitet werden.

Der Vorteil der eigenen Facebook-Seite liegt daran, dass man innerhalb des Netzwerks mit den gigantischen Nutzerzahlen auch direkt mit Kunden und «Fans» kommunizieren kann. Natürlich funktioniert das nur über gute Erreichbarkeit und regelmässige Präsenz. Facebook bietet sich an, Inhalte – die z.B. auch auf der eigenen Webseite generiert wurden – weiter zu verbreiten, Produktvideos vorzustellen, die eigene Branche relevanten Informationen zu teilen, über Veranstaltungen zu informieren, etc. Es soll also im Idealfall eine Gemeinschaft («community») aufgebaut werden, die grundsätzlich an der eigenen Firma und deren Informationen interessiert ist.

Hilfreiche Links zu Google und Facebook

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