26.07.2018

Content: 8 Trends im Content Marketing

Noch vor einigen Jahren lief das Marketing im klassischen Stil ab. Ein Produkt wird durch eine Werbekampagne beworben. So weit, so gut. Mit Content Marketing gestaltet sich dieser Ablauf etwas anders. In welchen Fällen ist Content Marketing besonders erfolgreich?

Von: Stefan Schmidlin   Drucken Teilen   Kommentieren  

Stefan Schmidlin

Stefan Schmidlin ist eidg. dipl. Marketingleiter und hat einen MAS in Online Marketing Management (FH) absolviert. Er ist seit über 25 Jahren im Marketing tätig und hat sich ab 2000 auf Online-Marketing spezialisiert. 2004 baute er zusammen mit seinem Geschäftspartner Christoph Strahm die Bildungsplattform Ausbildung-Weiterbildung.ch auf. Heute ist Ausbildung-Weiterbildung.ch die führende Bildungsplattform innerhalb der beruflichen Weiterbildung in der Schweiz. Über 700 Schulen gehören zum Kundenstamm, das Team von Ausbildung-Weiterbildung.ch besteht aus zehn Personen. Stefan Schmidlin ist zudem Autor und Mitherausgeber der Online-Lösung Digital Marketing Manager der WEKA Business Media AG und Betreiber des Online-Portals Marketing-Ideen.ch. Er unterrichtet an verschiedenen Schulen Fächer wie Online-Marketing-Konzept, Content Marketing, Suchmaschinen-Marketing oder Optimierung der Conversion Rate.

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Content

1. Das klassische Marketing-Denken verschwindet immer mehr

Noch vor einigen Jahren waren die meisten Marketingverantwortlichen der Ansicht, dass vor allem das «Push-Marketing» zum Erfolg führt. So wird beispielsweise ein neues Produkt lanciert und mit möglichst starken Kommunikations- und Verkaufsmassnahmen in den Markt gedrückt. Dieses Vorgehen hat sicher immer noch eine Berechtigung, schliesslich sollen die Konsumenten ja informiert werden, wenn beispielsweise eine neue Waschmaschine auf den Markt kommt. Allerdings sind die Konsumenten in den letzten Jahrzehnten «werbemüde» geworden und wollen sich aufgrund von glaubwürdigeren Informationen für ein passendes Waschmaschinen-Modell entscheiden. Dies können beispielsweise Tests mit verschiedenen aktuellen Waschmaschinen-Modellen von einer unabhängigen Organisation sein. Zudem könnte ein Waschmaschinen-Ratgeber oder eine Checkliste mit den wichtigsten Kriterien bei der Wahl eines Produkts helfen. Auch glaubwürdige Erfahrungsberichte und Bewertungen von Kunden spielen eine immer grössere Rolle. Deshalb gibt es eine Verlagerung vom Push-Marketing (Erzeugung eines Angebotsdrucks) zum Pull-Marketing, bei welchem ein Nachfragesog bei den Konsumenten erzielt wird. In diesem Zusammenhang spricht man auch vom «Inbound-Marketing». Das Inbound-Marketing beruht auf dem Prinzip, dass Angebote primär durch Content Marketing von potenziellen Kunden gefunden werden und nicht durch massives Push- Marketing vermarktet werden.

2. Glaubwürdigkeit wird immer wichtiger

Die Glaubwürdigkeit spielt bei der Inhaltgestaltung eine immer wichtigere Rolle. Werberisch aufgemachte Ratgeber oder oberflächliche Inhalte, welche reisserisch angepriesen werden, fallen bei potenziellen Kunden immer mehr durch. Seriosität, fachliches Wissen, Erfahrung und Herzblut sind zentrale Faktoren bei der Gestaltung von glaubwürdigen Inhalten.

3. Konzeptionelles Vorgehen

Der grösste Teil der Unternehmen in der Schweiz hat noch keine konzeptionelle Grundlage für Content Marketing. Viele Unternehmen bezeichnen gelegentliche Beiträge auf Social-Media- Plattformen als Content Marketing oder haben diesen Begriff noch gar nie gehört. Dies zeigt auf, dass Content Marketing bei vielen KMUs noch nicht angekommen ist. Dies wird sich unter anderem aufgrund der Rankingfaktoren von Suchmaschinen, bei welchen Content Marketing eine zentrale Bedeutung hat, rasch ändern. Sobald die KMUs merken, dass attraktive Inhalte die Suchmaschinen- Positionen verbessern, erhält das Content Marketing eine höhere Priorität und wird vermehrt in die Marketingkonzeption einfliessen. Zum konzeptionellen Vorgehen gehört auch Erfolgsmessung von Content Marketing, welche bei den meisten Unternehmen nicht eingesetzt wird.

4. Steigende Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt

Eine kurze Analyse bei Jobplattformen zeigt, dass Fähigkeiten im Bereich von Content Marketing immer mehr gefragt werden. Vor allem bei Online-Marketing-Agenturen ist dieser Trend besonders stark vorhanden. Die Unternehmen ausserhalb der Agenturwelt werden mit Sicherheit in den kommenden Jahren folgen.

5. Video und Live Content

Das Format Video gewinnt bei den Internetnutzern seit Jahren an Bedeutung, weil Inhalte einfach und unterhaltend kommuniziert werden. Beim Live Content werden Inhalte in Echtzeit über Social-Media-Plattformen oder über Webseiten übertragen. Die Aufhänger für die Inhalte können Interviews, Berichte, Schulungen oder Events sein. Der Live Content kann von den Zielgruppen live kommentiert oder es können Fragen gestellt werden. Auf Webseiten können auch andere Echtzeitinhalte wie Bilder oder Videos von Webcams, Börsen- oder Wetterdaten, Interaktionen von Nutzern (z.B. Fragen, Downloads, Bestellungen), aktuelle News oder die Verfügbarkeit von Produkten aufgeschaltet werden.

6. Online-PR und Native-Advertisting

Das Thema Online Public Relations wird eine zunehmende Bedeutung erhalten. Weil die klassische Werbung von Internet-Nutzern immer mehr ausgeblendet wird, gewinnt der redaktionelle Teil von Internetseiten immer mehr an Bedeutung. Mit Online-PR soll erreicht werden, dass die eigenen Inhalte im redaktionellen Teil von externen und thematisch passenden Internetseiten erwähnt und verlinkt werden. Gelingt das nicht oder zu wenig, so kann dies mit «Native Advertising» erreicht werden. Dabei geht es um Werbung, welche im redaktionellen Stil gestaltet ist und sich dem redaktionellen Umfeld des Werbeträgers anpasst.

7. Micro-Influencer und qualitativ hochstehender Nischen-Content

Mit mehreren Micro-Influencern können potenzielle Kunden gezielter angesprochen werden als mit wenigen Mega-Influencern, weil das Engagement bei den Micro-Influencern in der Regel höher ist. Beispiel: Ein Mega-Influencer zum Thema Kochen kann zwar einige 100 000 Follower erreichen, aber zum Thema vegane Gerichte sind mehrere Micro-Influencer mit einigen 10 000 Followern interessanter. Dies bedeutet natürlich, dass ein Verlag für Rezeptbücher auch den entsprechenden Nischen-Content zur Verfügung stellen muss, um die entsprechenden Zielgruppen zu erreichen. Dieser Nischen-Content muss natürlich den Qualitätsansprüchen der in der Regel gut informierten Zielgruppe entsprechen.

8. Komplexere

Inhalte Die Inhalte werden sich nicht mehr nur auf Tipps und Fachartikel beschränken, sondern immer mehr in Richtung komplexere Inhalte entwickeln. Dazu gehören Studien, intelligente Konfiguratoren oder Augmented-Reality-Lösungen, bei welchen beispielsweise ein Raum mit dem Handy fotografiert und mit dem Sortiment eines Möbelhauses möbliert werden kann. Auch Game-Lösungen werden zur Gewinnung von Leads immer öfter eingesetzt.

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