12.09.2016

SEO Optimierung: Suchmaschinenoptimierung selber machen?

Gelegentlich kommt eines der Kinder des Autoren und fragt in kindlicher Naivität, ob es denn später auch einmal Bundespräsident, Königin, Chef von Youtube oder ähnlich Ehrgeiziges werden könne - die Reihenfolge ist hier ohne Gewichtung wiedergegeben. Ich antworte dann regelmässig: «Im Prinzip ja!» - wogegen aus pädagogischer Sicht ja hoffentlich auch nichts zu sagen ist. Ähnlich verhält es sich mit dem (in der Regel von Erwachsenen geäusserten) Wunsch, ob nicht die eigene Webseite, bitteschön, bei Google auf einem der Plätze 1 bis 5 auftauchen könne.

Von: Lars Behrens   Drucken Teilen   Kommentieren  

Lars Behrens, Dipl.-Paed

Lars Behrens ist Geschäftsführer der Firma MaLiWi IT. Staatlich geprüfter Netzwerkadministrator, Microsoft MCP/Linux LCP. Er hat langjährige Erfahrung in der Beratung bei Planung und Einrichtung von IT-Systemen und Netzwerken und dem Support heterogener Systeme (Apple Macintosh, Microsoft Windows, Linux). Universitätsstudium der Pädagogik, mehrere Jahre Tätigkeit im Ausland. Seminar- und Kursleiter, Referent und Fachbuchautor. Weiterhin ist er Herausgeber von dem Online-Fachportal «InformatikPraxis» bei der WEKA Business Media AG.

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Experimentierfreude

Professionelle Anbieter von Suchmaschinenoptimierungen könnten dann ebenso mit einem «Im Prinzip ja!» antworten - es steckt aber sehr viel mehr dahinter als Fleiss, Glück und Können. Zumindest hartnäckige Ausdauer, eine gewisse Experimentierfreude und das Mitschreiten bei den wechselnden Zufällen vor allem der hauptsächlich gefragten Suchmaschine (nämlich derjenigen von Google) gehören mindestens noch dazu. Was den letzten Punkt betrifft, ist es kein Geheimnis, dass die Techniken, Algorithmen, Auswahlparameter und Bewertungen selbst wiederum ziemlich nebulös und geheimnisvoll anmuten, die letztlich zum berühmt-berüchtigten «Ranking» führen - also der Einstufung der Relevanz der gefundenen Webseiten zum abgefragten Suchbegriff. Und vor allem werden sie seitens Google laufend angepasst - schliesslich will Jeder mit seiner Webseite auf einem der vorderen Plätze landen, und das sich darunter auch viele Spamverseuchte Webseiten befinden, ist ein offenes Geheimnis. Google hat natürlich kein Interesse daran, irrelevante Seiten in den Suchergebnissen zu präsentieren, und siebt deshalb kräftig bei der Auswahl aus. Dies erinnert nicht von ungefähr an den Hase- und Igel-Wettlauf zwischen Spamversendern und den Betreibern seriöser Mailserver - niemand möchte Spam-Mails in seinem Postfach haben, täglich brechen aber Myriaden von Werbe- und Virenmails über die Systeme herein. Eine manuelle Sichtung ist angesichts dieser Flut an Emails quasi ausgeschlossen, eine technische Filterung ist aber oftmals unzulänglich. Zum Einen, weil Computer eben doch nicht denken können, zum Anderen, weil die Spamversender eine soeben entwickelte Spamabwehrtechnik mit einer neuen Methode zu umgehen versuchen.

Spreu vom Weizen trennen

Ähnlich verhält es sich auch beim Indizieren und Anzeigen von Webseiten. Hier treibt sich viel finsteres Gelichter herum, und Google ist nicht aus Böswilligkeit, sondern zum Schutz seiner Suchalgorithmen bemüht, die Spreu vom Weizen zu trennen. Und natürlich bedient sich auch der Konzern Google moderner Sichtungs- und Filtertechniken. Damit Sie wiederum eine Suchmaschinenoptimierung Ihres eigenen Internetauftritts erreichen können, sollten Sie diese Techniken und Methoden kennen und anwenden. Letztlich ist dies der Kern eines zeitgemässen SEO.

Google-Ranking

SEO ist mitnichten der Senior Executive Officer eines Unternehmens - das wäre der CEO (Chief Executive Officer) -, hat aber zumindest gefühlt in Zeiten von Web 2.0 aufwärts mindestens eben solche Bedeutung für Gedeih und Verderb eines Unternehmens. Das trifft jedenfalls für alle solche Unternehmen und Organisationen zu, die über einen eigenen Webauftritt verfügen und über diesen Kundenwerbung, Aussendarstellung, eventuell Stellenausschreibungen und vielleicht noch mehr realisieren wollen. Dies klappt aber logischerweise nur, wenn jemand die Webseite besucht - eine Internetpräsenz ohne Besucher entspräche einer Autobahn ohne Auffahrten. So fühlt sich aber der (dieses Mal) CEO, wenn ihm Google auf Eingabe der relevanten Suchbegriffe für das Metier seines Unternehmens die Unternehmenswebseite auf Seite 548 der Suchergebnisse präsentiert. Erinnern Sie sich noch an die schrecklichen Zeiten des Sportunterrichts, als Sie bei der Auswahl der Mannschaften immer als einer der letzten übrig blieben und quasi demjenigen zufielen, der zu ungeschickt war, Sie vorher abzuwählen? So in etwa muss sich auch ein Unternehmensverantwortlicher fühlen, der gerade eine erkleckliche Summe in den schönen neuen Internetauftritt des Betriebs gesteckt hat - und diesen nun weit, weit hinten auf den Google-Ergebnissen findet. Wenn er ihn überhaupt entdeckt - nicht jeder möchte sich durch hunderte von Googleseiten quälen, um irgendwann zu der ernüchternden Erkenntnis zu kommen, dass die eigene Seite beim Google-Ranking in etwa so erfolgreich ist wie Saudi-Arabien beim alpinen Skisport. Um so etwas zu überprüfen (das Google-Ranking, nicht die Ergebnisse beim Ski), gibt es Webseiten, die Sie wiederum per Googlesuche finden können. Suchen Sie beispielsweise einmal nach den drei Keywords respektive Schlüsselwörtern «google ranking tool».

Keywords

Und da haben wir es dann auch - eines der Zauberwörter des SEO, die Keywords - in der heutzutage nicht unüblichen, aber nichtsdestotrotz grauslichen Verquasung von Deutsch und Englisch gerne auch als «Keywörter» bezeichnet. Hinter diesen Schlüsselwörtern verstecken sich die Begriffe, die Sie als relevant für Ihren Online-Auftritt ansehen. Neben der Einbringung der Keywörter gibt es eine ganze Reihe weiterer Praktiken und Massnahmen, die Sie beherzigen müssen, wenn Ihre Webseite möglichst schnell und dauerhaft auf einer der vorderen Plätze bei den Googleergebnissen landen soll. So etwas setzen Sie entweder selber um - oder Sie holen sich hierfür (bezahlten) professionellen Beistand ins Haus. Die Anbieter solcher Dienstleistungen bezeichnen sich dann etwa als SEO-Optimierer oder Search Engine Optimizer - selbstverständlich hilft Google wiederum bei der Suche nach solchen Experten. Kennen Sie den alten Witz von dem Navigator, der sich zwecks Stellensuche an Bord eines Schiffes meldet, nach dem Kapitän fragt, als Antwort erhält «Der ist am Heck!» und daraufhin fragt: «Wie komme ich dahin?» Ebenso verhält es sich auch mit der Relevanz von SEO-Dienstleistern beim Google-Ranking: Wer sein Handwerk wirklich versteht, müsste dort demzufolge ja auch auf einem der vorderen Plätze landen.

Gute Leistung ist nicht unentgeltlich zu haben

Aber auch hier ist nicht alles Gold, was glänzt - oder - um im Bilde zu bleiben - müssen Sie für glänzende Ergebnisse durchaus auch einmal einige Franken ausgeben. Es ist ja eine der Grund-Missverständnisse des Internets, dass alles Begehrenswerte ähnlich kostenfrei zu haben ist wie die Nachbarschaftshilfe in einem Walliser Bergdorf; allerdings mit dem entscheidenden Unterschied, dass in einer alpinen Gemeinschaft eben wirklich jeder für den anderen steht und es kein Beziehen von Leistung ohne Gegenleistung gibt. Schade eigentlich, dass dieses Verständnis noch nicht in allen Ecken der grossen Internetgemeinschaft angekommen ist. Also - als wirklich gut gemeinter und aus der Praxis gewonnener Hinweis vorweg: Gute Leistung ist nicht unentgeltlich zu haben; und wenn Sie schon grosse Summen in CI (Corporate Identity), Webseite, Briefpapier und ein schickes Türschild gesteckt haben, sollten Sie nun nicht ausgerechnet auf den letzten Metern schlapp machen und ausgerechnet beim so wichtigen SEO - der Suchmaschinenoptimierung - geizen. Aber kann man Search Engine Optimization, also die Optimierung der eigenen Webseite für Suchmaschinen mit dem Ziel einer besseren Auffindbarkeit und einem möglichst guten so genannten Ranking bei Google, Bing und Co., selber machen?

Webseiten höher bewerten

Wie bereits gesagt, gibt es hierfür Spezialisten, die über langjährige Erfahrung und einige Kenntnisse und praktische Kniffs verfügen, Webseiten vor allem bei Google höher bewerten zu lassen - der Suchmaschine par Excellence, die es sogar zu sprichwörtlicher Bedeutung gebracht hat. Allerdings dürften auch die Insider und Fachleute über nur begrenztes Wissen verfügen - vor allem Google hüllt sich nämlich in mönchisches Schweigen, wenn es um die Details dazu geht, wie Webseiten dort bewertet und eingestuft werden. Und selbst, wenn alle bekannten und - aufgepasst! - aktuell gültigen Techniken, Tricks und Kniffe angewendet werden (Google ändert diese nämlich offenbar gerne einmal), ist ein schneller Erfolg nicht unbedingt garantiert. So warnt auch ein auf SEO spezialisierter Dienstleister wie ranking-check.de, dass

«einige Dinge wenige Tage brauchen(,) bis sie sich niederschlagen(,) und andere Monate oder gar Jahre».

Das bedeutet also, dass die Erfassung eine totale ist - kein Kommentar zu einem Bild, kein HTML-Tag, keine Textzeile bleibt unerfasst. Man muss aber wissen, dass Google das Netz nicht in Echtzeit in dem Augenblick durchsucht, in dem Sie einen Suchbegriff eingeben - vielmehr werden nur die Seiten ausgegeben, die ohnehin schon im grossen Topf gesammelt wurden.

InformatikPraxisOnline

Sie finden diesen Beitrag übrigens als erheblich ausgeweiteten und praxisnahen Artikel - quasi als eine Art Workshop - in der aktuellen Ausgabe unseres Portals InformatikPraxisOnline, für das wir an dieser Stelle einmal ganz bescheiden Werbung machen möchten.

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