14.01.2016

Bildungsfachleute: Nomaden der Arbeitswelt

Die Arbeitswelt ist im Umbruch. Die klassische Vollzeitanstellung oder Selbstständigkeit weicht neuen und flexiblen Arbeitsmodellen. Die Grenzen zwischen selbstständiger und unselbstständiger Tätigkeit zerfliessen speziell bei Bildungsfachleuten. Was sind die Chancen und Gefahren für diese Nomaden der Arbeitswelt?

Von: Daniel Herzog   Drucken Teilen   Kommentieren  

Daniel Herzog

Daniel Herzog ist seit 28 Jahren mit den Kernkompetenzen Methodik/Didaktik und Bildungsmarketing in der Erwachsenenbildung tätig. Als Gründer und Gesellschafter der Lernwerkstatt Olten verfügt er über ein Praxisgefäss, in dem er neue Konzepte und Strategien des Bildungsmarketings laufend testet und anwendet.

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Frühere Generationen entschieden sich für einen Beruf und einen Arbeitgeber, denen sie oft ein Leben lang treu blieben. Sie konnten mehr oder weniger gemächlich die Karriereleiter emporsteigen. Die globalisierte Wirtschaft verlangt heute nach Flexibilität und Mobilität. Traditionelle Arbeitsformen in Anstellung oder Selbstständigkeit weichen der Portfolioarbeit. Gerade Bildungsfachpersonen sind von dieser Entwicklung betroffen. Personalentwickler/innen grosser Firmen konzentrieren sich auf strategische Themen. Nichtstrategische Inhalte werden eingekauft und für Projekte befristete Aufträge vergeben. Regionale Arbeitsvermittlungszentren und Anbieter von arbeitsmarktlichen Massnahmen sehen sich in wirtschaftlichen Boomphasen mit Überkapazitäten konfrontiert. In Rezessionsphasen fehlen dann die abgebauten RAV-Berater/innen und Trainer. Bildungsanbieter gleichen Nachfrageschwankungen mit der flexiblen Vergabe von Lehraufträgen aus. Dies ist der wachsende Markt für Portfolioarbeiter.

Klare Positionierung

Wer als Portfolioarbeiter Erfolg haben will braucht ein klar abgegrenztes Betätigungsfeld. Bauchladentrainer, die alle ihre Kompetenzen allen möglichen Zielgruppen anbieten, werden auf dem Markt schlecht wahrgenommen. Im unübersichtlichen Bildungsmarkt vertrauen die Auftraggeber häufig auf Empfehlungen. Gute Bildungsfachpersonen sind in der Branche schnell bekannt und profitieren davon. Wer sich von diesem Beziehungsmarkt ein Stück abschneiden will, muss auf sich aufmerksam machen. Dies gelingt am besten durch eine klare Positionierung.

Zusätzliche Kompetenzen

Was für Arbeitnehmer/innen richtig ist, gilt für Portfolioarbeiter erst recht: Sie müssen lebenslang lernen um ihre Fachkompetenz und Arbeitsmarktfähigkeit zu erhalten. Dazu kommen zusätzliche Kompetenzen und Eigenschaften. Eine realistische Selbsteinschätzung gepaart mit grundlegenden Marketingkenntnissen sind Voraussetzungen um am Markt zu reüssieren. Selbstbewusstsein, etwas Mut zum Risiko und der positive Umgang mit Veränderungen helfen dem Portfolioarbeiter. Es gilt eine geeignete Rechtsform zu wählen, den Versicherungsschutz zu organisieren, die eigene Altersvorsorge zu planen etc. Dies sind alles Punkte, um die sich die ehemaligen Arbeitnehmenden nur beschränkt zu kümmern hatten.

Umgang mit Unsicherheit

Die Portfolioarbeit bringt viele Vorteile: Unabhängigkeit und Selbstständigkeit steigen. Die Erwerbstätigkeit kann jenseits von Hierarchien und festen Arbeitszeiten flexibel und mit verschiedenen Auftraggebern gestaltet werden. Wer aber (vermeintliche) Sicherheit sucht, jeden Monat pünktlich seine Gehaltsüberweisung erwartet und sich schlecht vermarkten kann bringt die nötigen Voraussetzung für die Portfolioarbeit nicht mit. Nomaden mit ihrem nicht sesshaften Lebenskonzept können mit Veränderungen und Unsicherheit gut umgehen. Bildungsfachleute, die zu Nomaden der Arbeitswelt werden, sollten sich von dieser Fähigkeit ein Stück abschneiden.

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