13.10.2017

Spouse Programs: Hilfe für Expat-Partner

Fühlen sich Partner von Expats (so genannte Spouses) nicht Ernst genommen, einsam oder fehlt ihnen der Beruf, steigt das Risiko, dass das Arbeitsverhältnis der Expats negativ beeinflusst wird oder sogar zu scheitern droht. Um dies zu verhindern, setzen immer mehr Unternehmen auf „Spouse Programs“.

Von: Niels H. Burkhard   Drucken Teilen   Kommentieren  

Niels H. Burkhard

Niels H. Burkhard ist Partner bei Mohler Burkhard Partner AG, einem führenden Recruiting- und HR-Dienstleistungsunternehmen in der Schweiz. Es bietet Unternehmen einen umfassenden Service an, unter anderem auch in Bezug auf «Spouse Programs».

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Spouse Programs

Back to life

Nach Brexit und dem vorübergehenden Einreisestopp für Muslime in den USA ist die Schweiz als Arbeitsmarkt bei Forschern, Wissenschaftlern, Top-Kadern und Fachkräften wieder erheblich attraktiver geworden. In den letzten beiden Jahren hatten die Masseneinwanderungsinitiative und ausländerkritische Tendenzen viele Fach- und Führungskräfte im und aus dem Ausland verunsichert. Die Schweiz erhielt schlechte Noten bei internationalen Umfragen, wenn es um Willkommenskultur und zwischenmenschliche Beziehungen ging.

Männer und Frauen

Zwar sind 43% der Expats gemäss statistischer Erhebungen Single, doch die übrigen kommen häufig zusammen mit einem Lebenspartner und Kindern. Interessanterweise sind 60% der ausländischen Fach- und Führungskräfte in der Schweiz weiblich. Es geht also nicht nur um Ehefrauen, sondern auch um Ehemänner und Lebensabschnittpartner.

Nur selten haben Spouses einen Arbeitsvertrag in der Tasche, wenn sie in die Schweiz einreisen. Und häufig haben sie Mühe, Zugang zur Arbeitswelt zu finden. Sie sind unzufrieden mit ihrem Leben und leiden unter Einsamkeit. Dies hat meist einen negativen Einfluss auf den Partner, seine Arbeitsfreude und Effizienz. Für den Arbeitgeber wird es teuer, insbesondere wenn dies zu einer frühzeitigen Rückkehr ins Heimatland führt oder wenn die Spouses mangels eigener Perspektiven sogar ein Engagement der Expats verhindern.

KMU-Nachfrage steigt

Um hier vorzubeugen, versuchen viele Grossfirmen und zunehmend auch KMU mit internationaler Belegschaft bereits vor der Vertragsunterzeichnung mit dem neuen Mitarbeiter, seinem Partner eine helfende Hand entgegenzustrecken. Da geht es um Informationen über den Schweizer Arbeitsmarkt, Arbeitsbewilligungen, eine mögliche selbstständige Tätigkeit und rechtliche Fragen, die Wohnungssuche oder die Einschulung und Betreuung der Kinder. Idealerweise können beide Partner zeitgleich nach der Einreise ihre Arbeit aufnehmen. So fällt es ihnen leichter, sich in die neue Umgebung zu integrieren. Ähnliche Unterstützung wird auch bei Entsendungen von Fachkräften und Kadern aus der Schweiz ins Ausland gewährt. Bei vielen amerikanischen Unternehmen sind solche „Spouse Programs“ Usus, denn bei einem Jobwechsel, beispielsweise von der Ost- zur Westküste oder umgekehrt muss sich der Partner auch einen neuen Job suchen, damit die Familie nicht auseinander fällt.

Erfolg mit erfahrenen Spezialisten

Meist suchen die Unternehmen Unterstützung bei HR Firmen, die sich auf „Spouse Programs“ spezialisiert haben. In der Schweizer HR-Fachwelt bieten erst wenige Unternehmen international breit abgestützte „Spouse Programs“ an. Die Mohler Burkhard Partner AG ist in diesem Bereich Pionier in der Schweiz und hat sich für einen noch umfassenderen Service Anfang 2017 mit der in diesem Bereich international führenden Impact Group für eine exklusive Zusammenarbeit zusammengeschlossen. „Mit dem Spouse Program erhöhen wir nachhaltig unseren Erfolg bei der internationalen Kadersuche. Wir stellen so sicher, dass die Lebenspartner der Fach- und Führungskräfte keine potentiellen negativen Beeinflusser, sondern aktive positive Entscheider werden“, sagt Susanne Ritter, Head of Spouse Program bei der Mohler Burkhard Partner AG.

Die Schweiz verdankt ihren Spitzenplatz in der globalen Wirtschaft sowie Forschung und Entwicklung zu einem erheblichen Teil Ausländern und Schweizern, die bereit sind, ihren Firmen auch im Ausland zu dienen. Zufriedenheit der Mitarbeiter, Respekt, Fairness und soziale Verantwortung für Ehe- und Lebenspartner sind ein nicht zu unterschätzendes Anziehungsmerkmal für Unternehmen im Kampf um Talente.

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