04.07.2014

Bilaterale Verträge: Die wichtigsten Aspekte des Abkommens

Bilaterale Verträge koordinieren die verschiedenen nationalen Sozialversicherungssysteme. Diese wurden jedoch nicht vereinheitlicht, sondern jedes Land behält die Struktur, die Art und den Umfang der Leistungen seiner Sozialversicherung bei. Welche Regelungen massgebend sind.

Von: René Mettler, Thomas Wachter   Drucken Teilen   Kommentieren  

René Mettler, eidg. dipl. Versicherungsfachmann

René Mettler arbeitet nach über zwanzigjähriger Erfahrung in den Schadenabteilungen von Versicherungsgesellschaften und nach seiner Tätigkeit als Geschäftsführer des Schleudertrauma-Verbandes seit 2002 als selbständiger Berater für verunfallte und erkrankte Personen in Versicherungs- und Leistungsfällen. Er ist in den Bereichen Haftpflicht-, Versicherungs- und Sozialversicherungsrecht Dozent an verschiedenen Schulen/Fachhochschulen.

 zum Portrait

Thomas Wachter

Nach mehreren Stellen in verschiedenen Unternehmungen, arbeitet T. Wachter nun seit 12 Jahren im Personalamt des Kantons Luzern. Früher als Bereichspersonalleiter, Leiter Personal- und Organisationsentwicklung, aktuell als Leiter HR-Support sowie Mitglied der Geschäftsleitung. Weitere Tätigkeiten sind: Lehrgangsleitungen und Dozent für Personalmanagement, -administration und -führung. T.Wachter ist unter anderem Autor und Herausgeber der WEKA-Werke «PersonalPraxis» und «Praxisleitfaden Personal».

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Bilaterale Verträge

Ob eine Person im Ausland oder in der Schweiz versichert ist, hängt in erster Linie davon ab,

  • wo sie erwerbstätig ist (Ausnahme: für entsandte Arbeitnehmer gelten besondere Bestimmungen),
  • wo sie wohnt und
  • welche Staatsangehörigkeit sie besitzt.


Das Freizügigkeitsabkommen gilt für alle gesetzlichen Regelungen über den Sozialversicherungsschutz im Alter, bei Invalidität, für Hinterlassene, bei Krankheit und Mutterschaft, bei Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten, bei Arbeitslosigkeit sowie die Leistungen für Familien.

Die Sozialversicherungsbestimmungen gelten für alle EU/EFTA-Vertragsstaaten, also auch für Bulgarien und Rumänien.

Wer in einem Vertragsstaat arbeitet, untersteht den Sozialversicherungen des Erwerbslandes.

Dieses Prinzip gilt auch für die nichterwerbstätigen Angehörigen von Schweizern wie von ausländischen Arbeitnehmer: auch sie unterstehen dem Versicherungssystem des Erwerbslandes.

Bilaterale Verträge und vorübergehende Arbeit in einem Vertragsstaat

Schweizer Staatsangehörige, welche nur vorübergehend im Ausland in einem Vertragsstaat arbeiten, können als Entsandte den schweizerischen Sozialversicherungen unterstellt bleiben. Analog können auch Angehörige von ausländischen Vertragsstaaten, welche in der Schweiz arbeiten, als Entsandte gelten.

Bilaterale Verträge und Arbeitseinsätze einer Person aus der EU

Ein häufiges Praxisproblem sind kurzfristige Arbeitseinsätze einer Person aus einem EU/EFTA-Staat, welche dort sozialversicherungspflichtig ist. Beispiele sind Referentinnen und Referenten, Übersetzer etc.

Regelungen EU- und CH-Staatsangehörige

Seit dem 1. April 2012 sind die neuen Bestimmungen mit der EU in Kraft. Diese sind in den Verordnungen (EG) 883/2004 und 987/2009 geregelt.

Regelungen EFTA-Staatsangehörige

Gegenüber den EFTA-Staaten (Island, Liechtenstein und Norwegen) gelten weiterhin noch die bisherigen Verordnungen (EWG) 1408/71 und 574/72.

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