23.07.2015

Quellensteuerberechnung: Berechungsarten in den Kantonen

Die meisten Kantone berechnen die Quellensteuern auf dem monatlichen Bruttoeinkommen. Besondere Regelungen sind bei der Quellensteuerberechnung bei Eintritten oder Austritten während des Monats zu beachten.

Von: Brigitte Zulauf  DruckenTeilen 

Brigitte Zulauf

Brigitte Zulauf, PwC, Partner, Leiterin Treuhand Schweiz, absolvierte die Grundausbildung Wirtschaftsmatura, erwarb anschliessend das Lehrerpatent und 1992 den Fachausweis Treuhänder. Sie bildet sich seitdem laufend weiter und hat im November 2013 den Master of Advanced Studies ZFH in Human Capital Management abgeschlossen. Nebst der Gesamtverantwortung für den Bereich Treuhand bei PwC prägt sie vor allem die Weiterentwicklung der Outsourcing- und Beratungsdienstleistungen rund um die Personal- und Saläradministration.

 

 

Quellensteuerberechnung

Die Steuerbelastung wird wesentlich erhöht, wenn in einem Monat der 13. ML, der Bonus oder andere einmalige Elemente ausbezahlt werden. Ein Ausgleich auf Jahresbasis erfolgt nicht.

Nicht zulässig ist es, z.B. den 13. ML auf 12 Monate zu verteilen, wenn für die nicht Quellensteuerpflichtigen der 13. ML in einem Monat ausbezahlt wird (ausser es ist vertraglich vereinbart und tatsächlich ausbezahlt).

Die Kantone Genf, Waadt, Wallis, Tessin und Freiburg kennen z.B. in der Berechnung den Jahresausgleich, was im Grundsatz der nachträglichen Veranlagung näher kommt (in Bezug auf Erwerbseinkommen).

Quellensteuerberechnung in den verschiedenen Kantonen

In der folgenden Tabelle finden Sie die angewendete Formel in den einzelnen Kantonen zur Berechnung des Steuersatzes bei Eintritten oder Austritten während des Monats. Verschiedene Kantone kennen die Quellensteuerberechnung nach der Methode Jahresausgleich. In allen übrigen ist nach der Methode Monatsausgleich vorzugehen. Wichtig ist, dass die Berechnungsmethode immer gleich angewandt wird.

 

KantoneJährlicher AusgleichPro-rata-Berechnungsart
Kanton AargauneinFix 30 Tage, ohne 31.
Kanton Appenzell I.Rh.neinFix 30 Tage, 31. zählt als Tag
Kanton Appenzell A.Rh.neinFix 30 Tage, 31. zählt als Tag
Kanton BernneinFix 30 Tage ohne 31.
Kanton BasellandneinFix 30 Tage ohne 31.
Kanton Basel-StadtneinFix 30 Tage, 31. zählt als Tag
Kanton FreiburgjaFix 30 Tage ohne 31.
Kanton GenfjaFix 30 Tage ohne 31.
Kanton GlarusneinFix 30 Tage, 31. zählt als Tag
Kanton GraubündenneinFix 30 Tage, 31. zählt als Tag
Kanton Juraneineffektive Kalendertage
Kanton LuzernneinFix 30 Tage ohne 31.
Kanton NeuenburgneinFix 30 Tage, ohne 31.
Kanton NidwaldenneinFix 30 Tage, 31. zählt als Tag
Kanton ObwaldenneinFix 30 Tage, 31. zählt als Tag
Kanton St. GallenneinFix 30 Tage, 31. zählt als Tag
Kanton SchaffhausenneinFix 30 Tage ohne 31.
Kanton SolothurnneinFix 30 Tage ohne 31.
Kanton SchwyzneinFix 30 Tage ohne 31.
Kanton ThurgauneinFix 30 Tage ohne 31.
Kanton TessinjaFix 30 Tage ohne 31.
Kanton UrineinFix 30 Tage ohne 31.
Kanton WaadtjaFix 30 Tage ohne 31.
Kanton WallisjaFix 30 Tage ohne 31.
Kanton Zugneineffektive Kalendertage Satz wie bei vollem Monatslohn. Kalendertage nur wenn einzelne Tage tätig
Kanton ZürichneinFix 30 Tage, ohne 31.

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