04.11.2014

Kurzarbeitsentschädigung: So berechnen Sie die Lohndaten

Neben den Arbeitszeitdaten sind die Lohndaten der Mitarbeitenden zu erfassen, um die Kurzarbeitsentschädigung berechnen zu können. Dieser Arbeitshilfen-Beitrag unterstützt Sie bei der korrekten Berechnung und Abrechnung.

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Kurzarbeitsentschädigung

Zum massgebenden Verdienst gehören insbesondere:

  • der Grundlohn (Monats-, Stunden- oder Akkordlohn)
  • Ferien- und Feiertagsentschädigung
  • Naturalleistungen, höchstens bis zu den in der AHV massgebenden Ansätzen
  • Provisionen
  • vertraglich vereinbarte Zulagen (z.B. 13. Monatslohn, Gratifikation, Teuerungszulagen, Ortzulagen)
  • Nacht-, Schicht-, Sonntags- und Pikettzulagen, wenn die arbeitnehmende Person aufgrund ihrer Tätigkeit solche Zulagen normalerweise erhalten hat und wenn der Arbeitgeber der Kasse bestätigt, dass die betroffenen Zulagen auch während der Kurzarbeit bezahlt werden.

Nicht zum massgebenden Verdienst gehören:

  • Entschädigungen für Mehrstunden, welche die vertragliche Normalarbeitszeit übersteigen
  • Zulagen für arbeitsbedingte Inkonvenienzen wie beispielsweise Baustellen- und Schmutzzulagen
  • Dienstaltersgeschenke bzw. Treueprämien
  • Spesenentschädigungen
  • Familienzulagen

Die Kurzarbeitsentschädigung wird pro anrechenbare Ausfallstunde berechnet. Der Monatslohn ist somit in den Stundenlohn umzurechnen sowie der 13. Monatslohn und allfällig weitere Lohnbestandteile wie ein Anteil der vertraglich zugesicherten Gratifikation einzurechnen. Zusätzlich wird der Anteil Ferien und der gesetzlich gewährten Feiertage (nicht der betrieblich gewährten) vergütet.

Abrechnung

Der Arbeitgeber muss den Entschädigungsanspruch innert dreier Monate nach Ablauf jeder Abrechnungsperiode gesamthaft für den Betrieb oder die Betriebsabteilung bei der gewählten Kasse geltend machen. Dies gilt auch dann, wenn die kantonale Amtsstelle noch keinen Entscheid über das Kurzarbeitsgesuch gefällt hat oder noch ein Einsprache- bzw. Beschwerdeverfahren hängig ist. Achtung: wird die Frist verpasst, ist der Anspruch auf die Kurzarbeitsentschädigung verwirkt.

Für jede geltend gemachte Abrechnungsperiode hat der Arbeitgeber einzureichen:

  • Antrag auf Kurzarbeitsentschädigung (Formular 716.302)
  • Abrechnung von Kurzarbeit (Formular 716.303)
  • Rapport über die wirtschaftlich bedingten Ausfallstunden (Formular 716.307)
  • Bescheinigungen über Einkommen aus Zwischenbeschäftigung im Falle entsprechender Einkommen (Formular 716.305)
  • Erhebungsbogen für die Ermittlung der saisonalen Ausfallstunden im Falle eines entsprechenden Vorbehaltes im Entscheid der kantonalen Amtsstelle (Formular 716.303.1)

Ist die Kurzarbeit bewilligt vergütet die Kasse dem Arbeitgeber die Kurzarbeitsentschädigung in der Regel innerhalb eines Monats. Diese umfasst die Entschädigung für den ausgefallenen Lohn inkl. 13. Monatslohn und weitere Lohnbestandteile, den Anteil Ferien - und Feiertagsentschädigung und die Arbeitgeberbeiträge an die AHV/IV/EO sowie die ALV.

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