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Geschäftsauto im Lohnausweis: Fragen und Antworten aus der Praxis

Gerade Mitarbeitenden mit unterschiedlichen Arbeitseinsätzen sind auf Flexibilität angewiesen. Sobald dann noch schwere Geräte mitgebracht werden müssen, ist der Öffentliche Nahverkehr nicht das optimale Fortbewegungsmittel. Wenn Mitarbeitenden ein Geschäftsauto auch zur privaten Nutzung zur Verfügung gestellt wird, dann gibt es immer wieder Fragen, wie gewisse Spezialfälle im Lohnausweis deklariert werden müssen. Im folgenden Beitrag haben wir die häufigsten Fragen und Antworten zu diesem Thema für Sie zusammengestellt.

01.09.2021 Von: Thomas Wachter
Geschäftsauto

Aufpreis

Die Firma X. überlässt die Anschaffung des Geschäftsautos jeweils den Mitarbeitenden. Sie hat jedoch eine Obergrenze von CHF 45 000.– ohne MwSt gesetzt. Mitarbeiter A hat sich für ein Fahrzeug von CHF 48 000.– entschieden. Er muss die Differenz von CHF 3000.– gemäss betrieblicher Regelung dem Arbeitgeber vergüten. Was gilt nun betreffend Privatanteil?

Basis für den Privatanteil bilden die CHF 45 000.–. Er beträgt deshalb CHF 360.– pro Monat. Dieser ist in die Lohnabrechnung wie in den Lohnausweis aufzunehmen. Zusätzlich ist im Lohnausweis ein Kreuz im Feld “F” zu machen (unentgeltliche Beförderung zwischen Wohn- und Arbeitsort).

Steuertrick

Ich bin Inhaber einer Einzelfirma. Nun hat mir mein Garagist einen Steuertrick mit Fahrzeugleasing vorgeschlagen. Konkret geht es darum, dass ich das Fahrzeug nach Ablauf des Leasingvertrags sehr günstig privat übernehmen kann, also zu einem Restwert, welcher bedeutend tiefer liegt als der effektive Wert. Funktioniert das wirklich?

Das funktioniert nur, wenn Ihnen die Steuerbehörden nicht auf die Schliche kommen. Der Trick ist bei vielen Autoverkäufern beliebt. Dabei wird das Auto – beispielsweise im Wert von CHF 80 000.– über 24 Monate – über Ihre Firma geleast. Nach Ablauf der Leasingdauer übernehmen Sie als Privatperson das Auto zum Restwert von CHF 1000.–, obwohl es noch etwa CHF 40 000.– Zeitwert hat. Sie kommen so zu CHF 39 000.– steuerfreiem Einkommen.

Doch aus der Sicht der Steuerbehörden handelt es sich klar um Steuerhinterziehung. Die Differenz von CHF 39 000.– werden zuerst der Firma als Gewinn und anschliessend Ihnen als Einkommen aufgerechnet. Darauf müssen Sie nicht nur Nach-, sondern auch Strafsteuern entrichten. Die Mehrwertsteuerbehörden verlangen ihrerseits Nachsteuer zum anwendbaren Mehrwertsteuersatz plus Strafsteuern. Und schliesslich kommt auch noch die AHV und belastet Sie mit den Sozialabgaben. Insgesamt zahlen Sie so ein Mehrfaches der vermeintlichen Steuerersparnis.

Steuerlich gesehen kann es durchaus Sinn machen, das Auto über Ihre Firma zu leasen, denn Unternehmen können (im Gegensatz zu Privaten) die Leasingraten als Aufwand vom Ertrag in Abzug bringen. Wollen Sie das Auto nach Leasing-Ablauf aber in Ihren Privatbesitz überführen, so müssen Sie es Ihrer Firma ungefähr zum Eurotax-Wert abkaufen.

(Quelle: www.kmu.admin.ch, leicht überarbeitet)

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