29.03.2017

Lohnerhöhungen: Höher als erwartet

Nominale Lohnerhöhungen von 0,87 Prozent in der Industrie und 0,91 Prozent bei Dienstleistungen. Total ergibt sich ein Mittelwert von 0,89 Prozent.

Von: Andreas Kühn   Drucken Teilen   Kommentieren  

Andreas Kühn

Andreas Kühn, lic. oec. HSG, ist Managing Partner und VR der know.ch AG, der führenden Schweizer Unternehmensberatung zur Erhebung, Analyse und Interpretation von HR-Kennzahlen.

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Generelle Erhöhungen

Die Hälfte der Teilnehmenden erhöht die Löhne um 0,5 –1,1 Prozent, 90 Prozent der Teilnehmenden um 0 –2 Prozent. Es resultiert ein Median der Lohnerhöhungen total von 0,9 Prozent, was die Güte des Mittelwerts bestätigt. Zwei Drittel der Unternehmen haben für Lohnerhöhungen die Lohnsumme um 0 –1 Prozent erhöht, die übrigen um mehr als 1 Prozent. 25 Prozent haben die Lohnsumme um > 0 – 0,5 Prozent erhöht und 41 Prozent um > 0,5 –1 Prozent. 5 Prozent haben auf Lohnerhöhungen verzichtet bzw. diese durch gleichzeitige Lohnsenkungen ausgeglichen.

Die generellen Erhöhungen haben sich im Industriesektor gegenüber Oktober 2016 minimal um 0,01 auf 0,17 Prozent verbessert. Der in der Prognose vom Oktober beobachtete Abschwung genereller Erhöhungen im Dienstleistungssektor auf 0,09 Prozent liegt mit aktuell 0,17 Prozent wieder beim Mittelwert. 77 Prozent der Teilnehmenden haben keine generellen Erhöhungen gewährt. Je gut 10 Prozent der Teilnehmenden nahmen generelle Erhöhungen um > 0 – 0,5 Prozent bzw. um > 0,5 –1 Prozent vor. Der geringste Anteil genereller Erhöhungen ist in der Öffentlichen Verwaltung zu beobachten, hier haben nur noch knapp 5 Prozent der Teilnehmenden ein solche angegeben. Ähnlich sieht es in der Chemieindustrie (8 Prozent), bei «Energie, Wasser, Entsorgung» (12 Prozent) und Produktionsunternehmen (ohne MEM) (14 Prozent) aus.

Individuelle Erhöhungen

Bei den individuellen Erhöhungen sind nur kleine Unterschiede zwischen dem Industrie- und dem Dienstleistungssektor feststellbar. Von 0,68 Prozent im II. bzw. 0,65 Prozent im III. Sektor in der Oktober-Prognose sind diese auf aktuell 0,71 Prozent bzw. 0,73 Prozent gestiegen, sodass total eine Erhöhung von 0,67 auf 0,73 Prozent resultiert. Die individuellen Erhöhungen liegen bei der Hälfte der Teilnehmenden zwischen 0,4 und 1 Prozent, bei 90 Prozent der Teilnehmenden zwischen 0  und 1,6 Prozent, mit einem Median von 0,7 Prozent. Nur 8 Prozent der Teilnehmenden haben ganz auf individuelle Erhöhungen verzichtet bzw. haben diese durch individuelle Lohnsenkungen ausgeglichen. Je 37 Prozent der Teilnehmenden haben Erhöhungen zwischen > 0 – 0,5 Prozent bzw. > 0,5 –1 Prozent vorgenommen. 18 Prozent der Teilnehmenden haben mehr als 1 Prozent der Lohnsumme für individuelle Erhöhungen verwendet.

Ausgewählte Branchen

Gegenüber der Prognose von Oktober 2016 haben fast alle Branchen etwas höhere Angaben zu den Veränderungen der Lohnsumme geliefert. An der Spitze der Angaben steht die Pharmaindustrie mit total 1,31 Prozent Erhöhung. An zweiter Stelle folgt Verkehr/Transport mit 1,13 Prozent. An dritter Stelle stehen die «Dienstleistungen für Unternehmen» mit 1,06 Prozent Erhöhung und an vierter Stelle die Informationstechnologie. In allen genannten Branchen liegen Zahlen marktführender Unternehmen vor. Am unteren Ende befinden sich «Erziehung und Unterricht» mit 0,55 Prozent Erhöhungen, die Chemieindustrie mit 0,63 Prozent, «Elektrische, elektronische, optische Erzeugnisse, Uhren» mit 0,76 Prozent und «Energie, Wasser, Entsorgung» mit 0,76 Prozent. «Baugewerbe», «Gross- und Detailhandel», «Öffentliche Ver­waltung» sowie «Gastgewerbe, Unterhaltung, Erholung» liegen mit Erhöhungen der Lohnsumme um 0,80 – 0,81 Prozent etwa in der Mitte des Feldes.

Zur Studie

Lohntendenzen.ch wird seit 2001 drei Mal pro Jahr durchgeführt und ist die grösste und bedeutendste Umfrage zu Lohnerhöhungen in der Schweiz. Teilnehmende erhalten eine kostenlose Zusammenfassung. Im März 2017 haben sich insgesamt 349 Unternehmen an der Lohntendenzen-Erhebung beteiligt (42 Prozent Rücklauf). 43 Prozent der teilnehmenden Unternehmen gehören zur Industrie und 57 Prozent zum Dienstleistungssektor. Mit 26 Prozent bilden Unternehmen mit 201–500 Mitarbeitenden die grösste Klasse, 19 Prozent haben mehr als 1000 Mitarbeitende. Der Anteil definitiver Angaben beträgt 86,8 Prozent (Oktober: 15,7 Prozent).

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