19.09.2016

Lohntendenzen: Wieder mehr Lohnerhöhungen

Im Jahr 2016 wurde in mehreren Branchen ein Verzicht auf generelle Erhöhungen festgestellt. Dies lässt sich das im Hinblick auf 2017 nicht mehr sagen.

Von: Kevin Hofer / COMM   Drucken Teilen   Kommentieren  

Kevin Hofer / COMM

 

Kevin Hofer ist Chefredaktor des HR-Magazins personalSCHWEIZ.

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In Branchen, die gemäss den definitiven Angaben vom März 2016 keine generellen Erhöhungen gewährt haben, ist der Anteil an Unternehmen, die 2017 generelle Erhöhungen planen, höher als in anderen Branchen. Zu beobachten ist, dass etwa in der Metallindustrie, wo 29 Prozent der Arbeitgebenden generelle Erhöhungen für 2017 planen oder auch bei Energie, Wasser, Entsorgung, wo dieser Anteil 20 Prozent beträgt. Hier wird offenbar nachgeholt, was 2016 noch unsicher erschien.

Tendenzen

Auch mit dieser «Erholung» werden generelle Erhöhungen seltener: In 2015 gaben 32 Prozent der Unternehmen generelle Erhöhungen an, in 2016 waren es nur 18 Prozent und für 2017 haben 26 Prozent der Unternehmen generelle Erhöhungen geplant. Bei der aktuell vorliegenden Vorprognose werden die Angaben der Unternehmen nicht in absoluten Zahlen, sondern in Bandbreiten von 0,25 Prozent erhoben. Daher liegen keine Mittelwerte vor. Dafür können Aussagen zur Verteilung der Erhöhungen gemacht werden.

Generelle Erhöhungen

14,3 Prozent der Befragten gaben für 2017 generelle Erhöhungen von >0-0,5% an, knapp 7 Prozent solche von >0,5-1% und 5 Prozent der Unternehmen planen generelle Erhöhungen von >1%. Dabei variieren die Angaben je nach Branche. Fast 37 Prozent der Unternehmen aus «Elektrische, elektronische, optische Erzeugnisse, Uhren» gaben an, generelle Erhöhungen vornehmen zu wollen, 21 Prozent im Bereich >0-0,5% und 10,5 Prozent zwischen >0,5-1%. In der öffentlichen Verwaltung haben hingegen nur gerade 7,1 Prozent der Organisationen vor, generelle Erhöhungen vornehmen zu wollen.

Individuelle Erhöhungen nach Branchen

Individuelle Erhöhungen sind dafür von 89,8 Prozent der Unternehmen geplant. 35,2 Prozent der Unternehmen wollen solche im Umfang von >0-0,5% der Lohnsumme gewähren. 36,7 Prozent planen individuelle Erhöhungen von >0,5-1% und knapp 18 Prozent planen individuelle Erhöhungen von mehr als 1%. In der Branche «Metallerzeugnisse» gaben 28,5 Prozent der Unternehmen individuelle Erhöhungen um >0-0,25% an, die deutliche Mehrheit von 71,4 Prozent solche von >0,25-0,5%. In der «Öffentliche Verwaltung», die kaum generelle Erhöhungen plant, sind von 53,3 Prozent der Unternehmen individuelle Erhöhungen von >0,25-1% und weitere 20 Prozent der Unternehmen gaben individuelle Erhöhungen im Umfang von >1-1,5% an. Insgesamt liegen die meisten Branchen im Bereich von >0-1% individuelle Erhöhungen. >1-2% gaben 40 Prozent der Chemieunternehmen an, 37,5 Prozent aus der «Informationstechnologie» und 28 Prozent der Unternehmen aus der «Pharmaindustrie». Auf den einzelnen Mitarbeitenden entfallen dabei individuelle Erhöhungen bis zu über 3 Prozent, vor allem in der «Chemieindustrie», der «Pharmaindustrie» und Unternehmen der «Informationstechnologie». Im Total ergibt das in den meisten Branchen mehrheitlich Erhöhungen zwischen >0-1%. Dabei liegen die Erhöhungen Total in den Branchen «Urproduktion, Nahrungsmittel, Textilien, Holz, Papier, Glas, Kunststoff», «Metallerzeugnisse», im «Baugewerbe», bei «Verkehr/Transport und Lagerei» eher zwischen >0-0,5%. In den Branchen «Elektrische, elektronische, optische Erzeugnisse, Uhren», «Energie, Wasser, Entsorgung», «Gross- und Detailhandel», «Finanz- und Versicherungsdienstleistungen», «Dienstleistungen für Unternehmen» sowie dem «Gesundheitswesen» liegen die Erhöhungen Total mehrheitlich zwischen >0,5-1%. Im «Gross- und Detailhandel» sind von 41 Prozent der Unternehmen Erhöhungen zwischen 0,75-1% geplant. Auf Erhöhungen von >1-2% dürfen Mitarbeitende in den Branchen «Pharmazeutische Industrie» und «Informationstechnologie» hoffen. Etwas breiter gestreut sind die Angaben aus der «Chemieindustrie», wo je 40 Prozent der Befragten Erhöhungen von >0,5-1% und solche von 1-1,75% angegeben haben. Über alles gesehen, werden die Lohnerhöhungen für 2017 optimistischer geplant als in 2016. Gaben im März 2016 22,4 Prozent der Unternehmen an, keine Lohnerhöhung zu gewähren, sind es aktuell nur 8,4 Prozent. Erhöhungen zwischen >0-0,5% sind von etwas weniger Unternehmen geplant als in 2016, dafür planen 39,9 Prozent der Unternehmen Erhöhungen zwischen >0,5-1%, in 2016 waren es nur 25,9 Prozent gewesen.

Zur Studie

An der Vorprognose der Lohnerhöhungen 2017 haben sich 324 Unternehmen beteiligt, wobei 251 Unternehmen Angaben zu den «Lohnerhöhungen Gesamt» machen konnten. Die Angaben stammen zu 29 Prozent von Unternehmen mit 201-500 Mitarbeitenden, zu 33 Prozent aus solchen mit 200 oder weniger und zu 38 Prozent mit mehr als 500 Mitarbeitenden, insgesamt sind 584'275 Mitarbeitende repräsentiert. 41 Prozent der Unternehmen stammen aus dem ersten und zweiten Wirtschaftssektor (Produktion/Industrie) und 59 Prozent aus dem dritten Sektor (Dienstleistung). 69 Prozent der teilnehmenden Unternehmen planen Lohnerhöhungen im ersten Quartal 2017, 27 Prozent im zweiten Quartal.

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