02.11.2015

Absenzmanagement: Kosten senken, Produktivität steigern

Im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements ist das Absenzmanagement das quantitative Zahlengerüst, welches als Grundlage für die Planung und Umsetzung zielgerichteter Massnahmen dient. In diesem Fachbeitrag erfahren Sie, welchen Mehrwert das Absenzmanagement liefert.

Von: Brigitte Staub   Drucken Teilen   Kommentieren  

Brigitte Staub

Frau Staub ist seit 2004 Geschäftsführerin und Teilhaberin der Trianon Consulting AG und hat an der Entwicklung des Absenzenmanagement-Programms von Trianon mitgearbeitet. Heute ist sie unter anderem im Rahmen des Programms zuständig für die Einführung des Systems bei Kunden sowie für HR-Aspekte und deren Umsetzung bei Partnern. Ehrenamtlich ist Brigitte Staub im fachlichen Beirat des Studienprogramms CAS «Certifi - cate of Advanced Studies in Disability Management» der HSA (Hochschule für Soziale Arbeit) und HSW (Hochschule für Wirtschaft) in Luzern tätig.

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Absenzmanagement

Unter Absenzmanagement (auch Absenzenmanagement) verstehen wir die systematische Erfassung von Absenzen und deren Analyse innerhalb des betrieblichen Gesundheitsmanagements mit dem Ziel, anhand spezifischer Massnahmen Anzahl und Dauer nachhaltig zu reduzieren. Diese Aufgabe wird in der Regel durch eine betriebsinterne Dienstleistungsabteilung – entweder «Gesundheitsmanagement» oder «Human Resources» – oder durch einen spezialisierten externen Dienstleister wahrgenommen. Bei der Begriffswahl sollten wir uns viel mehr durch die Rolle und die Zielsetzung lenken lassen als durch eine marketingorientierte Bezeichnung.

Wir raten davon ab, Abwesenheitsmanagement als Anwesenheitsmanagement zu verpacken. Wenn es jedoch Teil der Firmenkultur ist, Programmen und Prozessen einen griffigen Namen zu geben, ist es durchaus vertretbar, dies mit einem marketingwirksamen Begriff im Stil der Firma zu tun. In der Beschreibung des Programms sollte jedoch trotzdem zum Ausdruck kommen, aus welcher

Zielsetzung Absenzmanagement

Das Absenzmanagement schafft einen Mehrwert für das Unternehmen und auch für die Mitarbeitenden.

  • Es liefert genaue Daten über den Verlauf der Abwesenheit
  • Es deckt durch eine medizinische und auf Fakten basierte Analyse mögliche betriebliche Ursachen von physischen und psychischen Erkrankungen sowie organisatorischen und führungsmässigen Dysfunktionen auf
  • Es liefert dem Unternehmen Fakten für die Ausarbeitung der Schwerpunkte von Präventionsmassnahmen
  • Die durch Absenzen verursachten Kosten werden reduziert
  • Die Versicherungsprämien werden stabilisiert oder gesenkt
  • Die Anzahl der IV-Fälle zulasten der Pensionskasse wird reduziert
  • Die Wertschätzung, welche den Mitarbeitenden durch das Programm entgegengebracht wird, steigert die Arbeitszufriedenheit, die Leistungsbereitschaft und die Motivation
  • Eine erhöhte Motivation steigert die Produktivität und reduziert die Fluktuationsrate
  • Es gewährleistet den Leistungserhalt und Leistungssteigerung, indem Mitarbeitenden die Möglichkeit für eine externe Beratung in Bezug auf psychische Belastung, rechtliche Fragen aus dem Alltag, Unterstützung bei Führungsfragen geboten wird.
  • Es stellt eine persönliche Begleitung der  arbeitsunfähigen Mitarbeitenden während der gesamten Dauer der Abwesenheit sicher
  • Durch situatives Coaching der Führungskräfte wird deren Führungs- und Sozialkompetenz erhöht

Gesetzliche Grundlagen

Oft mag die Frage auftauchen, wie die Rechtslage für ein betriebliches Absenzmanagement aussieht.

Initianten eines Konzepts Absenzmanagement müssen sich vorgängig mit dieser Thematik auseinandersetzen, um kritische Fragen kompetent beantworten zu können. Die Prüfung allfälliger juristischer Risiken ist einerseits Grundlagenarbeit für den Entscheidungsprozess bezüglich Einführung eines Absenzmanagements, andererseits ebenfalls ein Kommunikationselement gegenüber den Mitarbeitenden, wenn es um die Einführung eines solchen Programms geht. 

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