13.02.2018

Gerüche in der Businesswelt: Der professionelle Umgang mit Körperhygiene und Parfüm

Fachkompetenz und Selbstbewusstsein sind wichtige Faktoren, um als Führungskraft einen guten Eindruck bei seinen Mitarbeitern zu hinterlassen. Doch viele unterschätzen, dass auch der Körpergeruch massgeblich unsere Meinung über andere Personen beeinflusst. Gerade in geschlossenen Räumen, etwa bei Meetings oder im Büro, entstehen unangenehme Situatinen, wenn Chef und Mitarbeiter die eigene Körperhygiene ausser Acht lassen. Dabei gibt es spezielle Pflegeprodukte und Tipps, die sich in der Praxis als wirkungsvoll bewiesen haben.

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Geruch im Businessalltag

Wie das Riechen überhaupt funktioniert

Bevor der Mensch einen Geruch wahrnimmt, hat das Gehirn diesen schon längst analysiert. Das limbische System, die Schaltzentrale des Gehirns, registriert Gerüche unmittelbar und reagiert darauf mit Instinkten wie Müdigkeit, Hunger oder auch Ablehnung. Aufgenommen werden die Duftmoleküle beim Einatmen und gelangen über die Nasenhöhle zur Riechschleimhaut. Darauf sitzen Millionen von

Bildrechte: Flickr Menu Soap Dish Didriks CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Zellen, die die Moleküle registrieren und im Fall einer Wiedererkennung einen Reiz auslösen. Dieser wird wiederum vom Gehirn aufgenommen, welches dann eine körperliche Reaktion auslöst.

So verfügt der Mensch über ein einzigartiges Duftgedächtnis, das Erinnerungen auslösen kann - je nachdem, was ein Individuum mit einem bestimmten Duft assoziiert. Schweissgeruch beispielsweise gilt als unangenehm und wird mit negativen Eigenschaften verbunden. Dabei ist Schweiss eigentlich geruchslos. Erst wenn er durch Bakterien auf der Haut zersetzt wird, entsteht der typische Geruch unter den Achseln, den mitunter auch andere Menschen wahrnehmen, wenn man dem nicht entgegenwirkt.

Gerüche können das Betriebsklima beeinflussen

Dass wohlriechender Duft am Arbeitsplatz das Wohlbefinden und die Kreativität der Mitarbeiter fördert, zeigt eine Studie mit dem Titel "Multisensorik am Arbeitsplatz: Erfolgsfaktoren für Unternehmensentscheider", die CWS-boco in Auftrag gegeben hat. Während Düfte bisher nur für die Verkaufsförderung im Einzelhandel eingesetzt wurden, belegt die Studie die Verbesserung des Betriebsklimas durch den Einsatz wohlriechender Gerüche. Laut Silke Zügel, Teamleiterin Internationales Projektmanagement CWS bei CWS-boco International, liege Duft am Arbeitsplatz bei Unternehmensentscheidern im Trend, um die Kreativität und Arbeitszufriedenheit von Mitarbeitern zu steigern.

Die Eindrücke der Studie sind auch auf den Körpergeruch anwendbar, denn wenn die Führungskraft in einem Meeting vor den Mitarbeitern referiert und dabei einen unangenehmen Körpergeruch verströmt, dann zieht eher der Geruch als der Inhalt des Vortrages die Aufmerksamkeit der Zuhörer auf sich. Sich präventiv mit Parfüm einzusprühen, ist keine geeignete Lösung, denn auch bei Parfüm kann man einiges falsch machen. So bewahrheitet sich der Ausdruck "jemanden nicht riechen können" gerade im Büroalltag, denn mit jemandem zu arbeiten, dessen Parfümgeschmack man nicht teilt, führt nicht selten zu Unwohlsein. Natürlich gibt es zeitlose Klassiker wie die exklusiven und sportlich schlichten Duftnuancen von Hugo Boss, doch selbst hochwertige Düfte riechen auf jeder Haut anders.

Generell fühlen sich Menschen wohler, wenn sie ihren Lieblingsduft tragen. So spielt nicht nur der Aspekt von Gepflegtheit eine Rolle, sondern auch Attraktivität sowie Selbstbewusstsein. In Stresssituationen sind alle Sinne geschärft, um auf unvorhersehbare Ereignisse reagieren zu können - besonders Gerüche werden verstärkt wahrgenommen. In solchen Momenten können bekannte Gerüche wie beispielsweise das Lieblingsparfüm ein Signal der Entspannung verbreiten. Zitrone, Grapefruit, Mandarine, Orangenblüte, Minze, Basilikum oder Rosmarin sind Beispiele für belebende Düfte, die für Schwung und Selbstbewusstsein sorgen.

Was man gegen Schweissgeruch tun kann

Die menschliche Haut gibt täglich rund 2 Liter Flüssigkeit ab, wovon 99 Prozent Wasser und ein halber Prozent Salz sind. Das restliche halbe Prozent besteht aus Amino- und Milchsäuren, Eiweiss, Zucker und Fett sowie Harnstoff. Und genau diese Inhaltsstoffe führen bei ihrer Zersetzung durch Bakterien zu beissendem Schweissgeruch. Da der Körper die Verdunstung des Schweisses zum Abkühlen benötigt, hilft es schon, Kleidung aus atmungsaktiven und luftigen Materialien zu tragen, damit möglichst viel frische Lust direkt an die Haut gelangt. Wechselduschen bringen nicht nur den Kreislauf in Schwung, sondern bewirken auch das Zusammenziehen der Poren und Schweissdrüsen.

Dermatologen raten zudem zur Rasur unter den Achseln, um Bakterien auf der Haut das Leben schwer zu machen. So wird die Oberfläche, auf der sich Bakterien und Schweiss anhaften können, reduziert. Allgemein reichen zum Waschen Wasser und einfache Seife, während Deodorants mit Parfümstoffen unangenehme Gerüche neutralisieren.

Doch trotz gründlicher Körperhygiene riechen manche Menschen dennoch schneller nach Schweiss als andere. Eine erfolgreiche Massnahme kann die Verwendung von spezieller Seife sein. Im Gegensatz zu normaler hemmt antibakterielle Seife das Wachstum von Bakterien oder Pilzen auf der Haut hemmt. Aluminiumsalze in Deodorants verschliessen die Ausgänge von Schweissdrüsen - Antitranspirante aus der Apotheke haben einen noch höheren Anteil an Aluminiumsalzen. Kräutern wie Salbei oder Bockshornklee wird eine schweisshemmende Wirkung nachgesagt; diese kann man gut als Tee zu sich nehmen.

Soforthilfe im Büro

Als Führungskraft kann es schon hilfreich sein, wenn man für alle Fälle ein frisches Hemd oder eine Bluse im Büro deponiert. Mit einem Waschlappen und antiseptischer Seife kann man sich in der Mittagspause frisch machen und so die Bakterien von der Haut waschen. Ein gutes Antitranspirant sowie Parfüm in Massen sorgen für eine Beruhigung des sensiblen Geruchsinns und für ein sicheres Auftreten vor den eigenen Mitarbeitern. So ist die fachliche Kompetenz das einzige, was in Meetings auffällt.

 

 

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