28.01.2016

Führungstraining: Verzahnung von Führungs- und Organisationsentwicklung

Um das Unternehmen voranzubringen, investieren Firmen teils grosse Summen in das Führungstraining. Oft bleibt die gewünschte Wirkung aber aus, da das Gelernte nicht anwendbar ist oder die Führungskraft am Widerstand der Organisation scheitert. Es geht auch anders — mit der Verzahnung von Führungs- und Organisationsentwicklung.

Von: Tanja Passow   Drucken Teilen   Kommentieren  

Tanja Passow

Tanja Passow, MSc, ist stv. Leiterin Marktbereich Change bei Farner Consulting, Zürich, und spezialisiert auf Change Management, interne Kommunikation und Organisationskultur. Sie begleitet Unternehmen in Verände­rungsprozessen.

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Führungstraining

Führungstraining

Viele von uns haben es selber erlebt. Wir investieren viel Zeit und Energie in ein Führungstraining und sind topmotiviert, das neue Wissen zum Nutzen des Arbeitgebers anzuwenden. Dann folgt die Ernüchterung. Als Einzelperson gelingt es uns nicht, neue Ideen in der Organisation zu verankern. Der Frust ist nicht selten so gross, dass vielversprechende High Potentials das Unternehmen verlassen. Das wiederum wirft in der Personalentwicklung die Frage auf, wie Investitionen in die Weiterbildung anders als mit goldenen Fesseln abgesichert werden können.

Widerstände überwinden

Gerade in Zeiten grosser Veränderung sind die Unternehmen auf die Mitwirkung der mittleren Führungsebene und die Umsetzung neuer Ideen und Ansätze angewiesen. Nur wer ausreichend mitgestalten kann, wird die oben vorgegebene neue Richtung mittragen und auf seiner Stufe wirksam umsetzen. Dabei reicht es nicht, in die Kompetenzen der einzelnen Führungskraft und in die Vermittlung von Theorie zu investieren. Es geht auch darum, die Trägheit der Organisation ein Stück weit ausser Kraft zu setzen. Hier setzt das «Organizational Leadership Program» von Metaplan an. Es verbindet Führungs- und Organisationsentwicklung und zeichnet sich durch drei Merkmale aus:

1. Ausbildung im Team

Als Inhouse-Programm konzipiert, wird ein Team von Führungskräften ausgebildet. Diese können ihre Anliegen und An­sätze bereits während des Programms im Organisationsalltag besser durchsetzen und sich gegenseitig den Rücken stärken.

2. Hoher Praxisbezug

Bearbeitet werden konkrete, geschäftsrelevante Fragestellungen aus dem Alltag der Teilnehmenden. Der hohe Praxisbezug fördert die Motivation und macht den Nutzen für die Geschäftsleitung bereits während des Programms sichtbar.

3. Massgeschneiderte Inhalte

Die Inhalte sind massgeschneidert. Dabei wird immer auch den Strukturen und der Mikropolitik der eigenen Organisation Rechnung getragen. So lernen die Teilnehmenden, wie sie Vorhaben in ihrem Stakeholder-Umfeld erfolgreich voran­bringen.

Fallbeispiel einer Reorganisation

Ein Beispiel, das den Nutzen der Verzahnung von Führungs- und Organisationsentwicklung aufzeigt, liefert buw. Rasch gewachsen, ist buw mit fast 6‘000 Mitarbeitenden an einem Dutzend Standorten in Europa heute der grösste inhaber­geführte Dienstleister für ganzheitliches Kundenmanagement in Deutschland. Das Unternehmen unterstützt mit Customer-Care-Zentren Grosskunden und KMU mit Leistungen in den Bereichen Call Center, Prozessoptimierung und Ent­wicklung von Endkunden-fokussierten Geschäftsmodellen. Das Unternehmen setzt auf eine hohe Kundenorientierung und innovative Lösungen.

Um nicht durch die eigene Grösse eingeschränkt zu sein, beschloss die Geschäftsleitung, die Organisationsstruktur anzupassen. «Wir haben die Verantwortungsbereiche unserer operativen Kundenmanager vergrössert und ihre Arbeit über Standorte hinweg an Grosskundenprojekten ausgerichtet», sagt Daniel Benzenhöfer, Geschäftsführer von buw. «Denjenigen, die das operative Geschäft verantworten, wollten wir geeignete Methoden an die Hand geben, um die Reorganisation von Anfang an zu verstehen, mitzugestalten und an ihre Teams weiter­geben zu können.»

Gemeinsam mit der Personalabteilung von buw wurde ein massgeschneidertes einjähriges Programm entwickelt, an dem 18 Managerinnen und Manager aus dem operativen Geschäft teilnahmen. Diese führen jeweils mehr als 100 Mitarbeiten­de und sollten mit ihren Teams die neue Organisationsstruktur ins tägliche Geschäft überführen.

Praktische Anwendung im Fokus

«Der Geschäftsleitung von buw war es wichtig, in ein umsetzungsorientiertes Programm zu investieren. Das vermittelte Wissen sollte nicht brachliegen, sondern von den teilnehmenden Führungskräften sofort in ihren Kundenprojekten angewendet werden», fasst Christoph Nahrholdt, Leiter der Metaplan Leadership & Organization Academy, die Herausforderung zusammen. Ziel war es, den Blick für die mikropolitischen Mechanismen im eigenen Unternehmen, die Optionen der Kundenentwicklung und die persönlichen Gestaltungsmöglichkeiten in der Organisation zu schärfen – und dabei die laufende Reorganisation zu unterstützen.

Im «Organizational Leadership Program», wie es bei buw umgesetzt wurde, lösten sich praxisorientierte Wissensmodule, unter anderem zu Organisationsgestaltung und Kundenentwicklung, und Anwendungsphasen in den Business Units ab. Die Programmteilnehmenden profitierten von einer kontinuierlichen Supervision durch Metaplan und der kollegialen Beratung durch ihre Kolleginnen und Kollegen.

Ein weiteres Schlüsselelement im Rahmen des Programms war es, dass die erarbeiteten Ergebnisse regelmässig mit der höheren Führungsstufe und der Geschäftsleitung reflektiert wurden. Dies erhöhte die Umsetzungstauglichkeit und die Veränderungsbereitschaft der Organisation markant. Die Führungskräfte beraten sich auch heute noch gegenseitig und stehen der Geschäftsleitung mit den gewonnenen neuen Kompetenzen stärker beratend zur Seite.

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