10.07.2014

Stelleninserat: Die Vorteile der einzelnen Medien

Stelleninserate lassen sich heute auf verschiedensten Kanälen schalten. Um bei der Zielgruppe Beachtung zu finden, sind die Vorteile des Mediums zu berücksichtigen.

Von: Thomas Wachter   Drucken Teilen   Kommentieren  

Thomas Wachter

Nach mehreren Stellen in verschiedenen Unternehmungen, arbeitet T. Wachter nun seit 12 Jahren im Personalamt des Kantons Luzern. Früher als Bereichspersonalleiter, Leiter Personal- und Organisationsentwicklung, aktuell als Leiter HR-Support sowie Mitglied der Geschäftsleitung. Weitere Tätigkeiten sind: Lehrgangsleitungen und Dozent für Personalmanagement, -administration und -führung. T.Wachter ist unter anderem Autor und Herausgeber der WEKA-Werke «PersonalPraxis» und «Praxisleitfaden Personal».

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Stelleninserat

Das Stelleninserat in den Printmedien  

Die Bedeutung eines Stelleninserates in Printmedien hat an Bedeutung verloren. Dennoch gibt es folgende Vorzüge für dieses Medium:

Hoher Beachtungsgrad                 

Auch nicht aktiv Stellensuchende lesen Zeitung. Es zeigt sich in der Praxis immer wieder, dass sich Personen auf Zeitungsinserate bewerben, welche das Stelleninserat zufällig entdeckt haben.

Layout

  • Das Printinserat lässt es zu, durch eine entsprechende Grösse und ein professionelles Layout die Bedeutung einer Stelle hervorzustreichen.                  
  • Es werden damit auch Personen angesprochen, welche sich nicht selbstverständlich im Internet bewegen. Dies ist auf vielen Positionen auch gar nicht verlangt.                  
  • Die teilweise hohen Kosten lassen sich begrenzen, in dem auf das ausführliche Stelleninserat auf der Website der Firma verwiesen wird.

Werbeplattform                  

  • Ein Stelleninserat ist zugleich auch immer ein Kommunikationsmittel, um die Firma und ihre Produkte oder Dienstleistungen bekannt zu machen.

Wichtig ist, dass das Inserat professionell gestaltet und getextet ist.

Für die Überprüfung eines Inserates hat sich die Formel GIULIO eingebürgert:  

Glaubwürdigkeit: Sind die Inhalte glaubwürdig und schaffen Vertrauen?
Information: Wird die Leserin oder der Leser ausreichend über das Unternehmen, die Aufgabe und die Anforderungen informiert?
Unverwechselbarkeit: Hat das Inserat sein eigenes, unverwechselbares und sympathisches Gesicht?
Lesbarkeit: Wurde das Inserat klar und für die Zielgruppe verständlich abgefasst? Ist es auch in der graphischen Aufmachung gut lesbar und ansprechend? Haben Sie sich auf das Wesentliche beschränkt?
Interesse: Weckt das Inserat das Interesse von möglichen Bewerbenden? Welche emotionalen Bedürfnisse sprechen wir bei der Leserin oder beim Leser an?
Optik: Betrachten Sie das Inserat aus Sicht der Leserinnen und Leser. Wirkt das Inserat motivierend? Sind obige Punkte aus dieser Sicht erfüllt?

Das Stelleninserat im Internet

Online-Jobplattformen sind heute die am häufigsten genutzte Quelle für die aktive Stellensuche. Die grössten Jobplattformen sind allgemein und beinhalten eine Vielzahl offener Stellen. Daneben gibt es verschiedenste spezialisierte Jobplattformen für bestimmte Branchen und Berufsfelder.

Gegenüber dem Printinserat zeichnet sich das Inserat im Internet durch folgende Vorteile aus:

Für Zielpublikum interessant

  • Die Suche ist für die Bewerbenden im Internet bedeutend einfacher.
  • Es lassen sich in kurzer Zeit die interessanten Angebote aus einer grossen Zahl von Stellenangebote herausfiltern, nach Kriterien wie Branche, Funktion, Hierarchie, Region usw.
  • Die Suche ist kostenlos, es fallen keine Abonnementskosten an. Das Medium ist somit für aktiv Stellensuchende sehr attraktiv und weniger von Zufällen abhängig.

Kostengünstig                  

  • Die Inseratekosten bewegen sich auf einer Online-Jobdatenbank um einige hundert Franken herum für eine Laufzeit von einem Monat und sind damit preiswerter als in den traditionellen Printmedien.
  • Inserate auf der eigenen Website sind kostenfrei. Dies macht dann Sinn, wenn die Stellenangebote auch tatsächlich genügend Beachtung finden.

Crossmedia                  

  • Es sind interessante Kombinationen mit Print-Inseraten möglich, wobei die Kombinationen sowohl auf der Printseite (Print-to-Online) wie vom Online-Stellenmarkt (Online-to-Print) gebucht werden können.              
  • Schaltung innerhalb weniger Tage, längere und flexiblere Präsenz, und wesentlich mehr Kommunikationsfläche, im Falle einer eigenen Homepage unbegrenzt.

Reichweite                  

  • Mindestens schweizweiter Beachtungsgrad, kann auf global oder EU-weit beachtete Jobplattformen ausgedehnt werden.                  
  • Rekrutierung im Internet wendet sich an Personen, welche dieses Medium auch tatsächlich nutzen, an eher jüngere und oft überdurchschnittlich gebildete potenzielle Bewerbende.                   
  • Das Unternehmen kann sich individueller, ausführlicher und spezifischer präsentieren und erzielt damit einen grösseren Rekrutierungserfolg. Informationen können multimedial und interaktiv zu präsentiert werden. Beispiel: Produkte, Firmenpräsentation, Arbeitsaufgabe, Team, technische Spezifikationen etc. mit Video- und Audiovermittlung und Beantwortung von Fragen

Lebenslaufdatenbanken

Viele Jobplattformen bieten den Interessierten die Möglichkeit, ihren Lebenslauf aufzuschalten. Arbeitgeber können geeigneten Kandidaten ihre Stellenangebote zustellen. Meist erfolgt die Kontaktaufnahme nicht direkt, vielmehr leiten die Betreiber der Jobplattform das Stellenangebot weiter.

Online-Bewerbungsprozess

Im Zuge der Online-Stellenmärkte verändert und rationalisiert sich auch der Selektionsprozess. Ein Online-Bewerbungsprozess mit stellenbezogenem Anforderungsprofil erlaubt die Bewerberprofile mit Ausbildung, Erfahrung, Entwicklungszielen etc. abzugleichen. Dies ermöglicht eine gezieltere, schnellere und wesentlich genauere Vorselektion, die Kosten und Zeit einspart, Leerläufe verhindert und letztlich eine optimale Stellenbesetzung mit sich bringt. Dabei können auch Eignungstests einbezogen werden.

Soziale Netzwerke und Foren

Soziale Netzwerke werden als das zukünftige Medium des Bewerbermarketings gehandelt. Tatsächlich verbringen viele jüngere Nutzer sehr viel Zeit in sozialen Netzwerken. Sie sind deshalb schon heute interessant. So lassen sich gezielt Stellenangebote oder News über das eigene Unternehmen verbreiten. Die Einstellungen in den sozialen Netzwerken sind in der Regel so gewählt, dass auch "Freunde von Freunden" die Mitteilungen lesen können.

Zudem können über soziale Netzwerke Kontakte mit Studien- oder Berufskolleginnen und -kollegen oder ehemaligen Mitarbeitenden gehalten werden. Facebook.com und twitter.com sind die bekanntesten sozialen Netzwerke. Hier lassen sich Jobseiten einrichten. Google hat ebenfalls ein soziales Netzwerk lanciert: plus.google.com. Linkedin.com und xing.com sind geschäftliche Netzwerke.

Unter linkedin.com/jobs resp. xing.com/jobs finden sich eigene Bereiche für Stellensuchende. 

Ebenfalls sind Online-Diskussionsforen populär und gut akzeptiert. Arbeitgeber können mit einem breiten Kreis von potenziellen Bewerbern Informationen austauschen und Fragen beantworten.

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