25.10.2016

Diagnose Krebs: Betroffene zurück in den Alltag begleiten

Erkrankt ein Mitarbeiter an Krebs, nehmen Vorgesetzte und HR-Verantwortliche eine Schlüsselrolle ein. Sie haben einen entscheidenden Einfluss, ob der Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt gelingt.

Kommentieren   Teilen   Drucken

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben. Wir freuen uns, wenn Sie den ersten Kommentar zu diesem Artikel verfassen.
 
Kommentar schreiben

Bitte Wert angeben!

Bitte Wert angeben!

Bitte Wert angeben! Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein!

Bitte Wert angeben!

Bitte Wert angeben!

Bitte Wert angeben!

Bitte alle fett beschrifteten Pflichtfelder ausfüllen.
Zurücksetzen
 
Diagnose Krebs

Krebssituation in der Schweiz

In der Schweiz erhalten jährlich rund 15000 Menschen im erwerbsfähigen Alter die Diagnose Krebs. Viele von ihnen arbeiten nach oder gar während der Krebstherapie weiter.

Für Menschen mit einer Krebserkrankung kann das Verbleiben im oder die Rückkehr in den Arbeitsprozess den Heilungsverlauf nachhaltig positiv beeinflussen. Arbeit ermöglicht Normalität, Routine, Stabilität, soziale Kontakte und Einkommen.

Jede Krebserkrankung ist einzigartig

Es gibt nicht den Krebs. Jeder Mensch reagiert individuell auf die Erkrankung. Unabhängig vom Verhalten des Mitarbeitenden sollten sich Vorgesetzte bewusst sein, dass die Krebserkrankung Spuren hinterlässt. Die körperliche und seelische Verfassung verändert sich. Viele Krebsbetroffene leiden während und nach der Therapie unter Müdigkeit und Konzentrationsproblemen. Sie sind zunächst nicht mehr so belastbar wie zuvor.

Schlüsselrolle der Vorgesetzten und HR-Verantwortlichen

Arbeitgeber und HR-Verantwortliche haben mit einem achtsamen und bewussten Begleiten des erkrankten Mitarbeitenden wie auch der Kolleginnen und Kollegen einen entscheidenden Einfluss auf das Arbeitsklima und den Wiedereingliederungsprozess. Viele Vorgesetzte sind unsicher, wissen nicht, wie sie den betroffenen Mitarbeitenden nach der Diagnose, während der Therapie und bei der Rückkehr zurück an den Arbeitsplatz am besten unterstützten können. Zugleich müssen sie sich auch um die Bedürfnisse der übrigen Mitarbeitenden kümmern und die Interessen der Firma wahren. Ein Balanceakt zwischen Mitgefühl und Verantwortung. Unter derart herausfordernden Umständen können Sie in praktischer und persönlicher Hinsicht selber an Ihre Grenzen stossen.

Tipps für Vorgesetzte und HR

  • Räumen Sie Ihren eigenen Reaktionen und Unsicherheiten Zeit ein. Beratschlagen Sie sich bei Bedarf mit der Personalabteilung.
  • Informieren Sie Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darüber, dass Sie bei einer Krebserkrankung als Ansprechperson zur Verfügung stehen. Nehmen Sie sich für ein allfälliges Gespräch genügend ungestörte Zeit.
  • Versichern Sie Ihren Mitarbeitenden, dass sie bei einer Krebserkrankung weiterhin Teil des Unternehmens sind (Arbeitsplatzsicherheit) und dass dem Unternehmen die Gesundheit aller Mitarbeitenden wichtig ist.
  • Klären Sie mit der betroffenen Person ihre persönlichen Bedürfnisse und entwickeln Sie eine gemeinsame Strategie: Wer soll wann, wie und worüber informiert werden? Wer darf oder soll wann und wie den Kontakt mit ihr halten? Worüber möchte sie informiert werden?
  • Bieten Sie Unterstützung und Flexibilität beim Wiedereinstieg an: Willkommensgespräch, regelmässiger Austausch, Arbeitszeit, Arbeitsinhalt, Verantwortung.
  • Achten Sie auf die Stimmung im Team. Bieten Sie individuelle Besprechungen und solche im Team an. Bekräftigen Sie in diesen Gesprächen, dass emotionale Betroffenheit und Unsicherheiten im Umgang mit Krebs normal und in Ordnung sind. Klären Sie gemeinsam die Befürchtungen bezüglich zusätzlicher Arbeitsbelastung.

Hinweis
An der Tagung «Krebsbetroffene am Arbeitsplatz» vom Donnerstag, 17. November 2016 erhalten die Teilnehmenden weitere Tipps und Anlaufstellen. Die Tagung «Krebsbetroffene am Arbeitsplatz» der Krebsliga Schweiz, des Schweizerischen Arbeitgeberverbandes und der Swiss Cancer Foundation beleuchtet das Thema aus verschiedenen Perspektiven:
Wie können Arbeitgeber und Mitarbeitende ihren krebskranken Kollegen unterstützen? Was für ein Gesundheitsmanagement leben grosse Schweizer Unternehmen vor? Wo können sich Unternehmen Hilfe holen?
Fachpersonen aus Unternehmen, Verbänden, Medizin und Forschung wie auch Betroffene werden auf diese Fragen antworten.  
Für Anmeldungen sowie weitere Informationen zu den Referenten und dem Programm: www.krebsliga.ch/tagung
Mit dem Vermerk «WEKA-Kunde» im Kommentarfeld gewähren wir einen Spezialpreis von 200.- statt 250.- Franken.

Dieser Artikel stammt von der Krebsliga Schweiz.

Produkt-Empfehlungen

  • Handbuch berufliche Vorsorge

    Handbuch berufliche Vorsorge

    Fällen Sie bei der beruflichen Vorsorge die richtigen Entscheide.

    CHF 98.00

  • Newsletter Arbeitsrecht

    Newsletter Arbeitsrecht

    Die neusten Gerichtsentscheide und Praxisfälle, verständlich kommentiert.

    Mehr Infos

Seminar-Empfehlungen

  • Praxis-Seminar, 1 Tag, ZWB, Zürich

    Sozialversicherungen Refresher I - Grundlagen

    Frischen Sie Ihre Grundkenntnisse auf!

    Nächster Termin: 05. September 2018

    mehr Infos

  • Praxis-Seminar, 1 Tag, ZWB, Zürich

    Sozialversicherungen Refresher II

    Leistungen bei Krankheit, Unfall und Mutterschaft

    Nächster Termin: 25. September 2018

    mehr Infos

  • Praxis-Seminar, 1 Tag, ZWB, Zürich

    Berufliche Vorsorge (BVG) im Personalwesen

    Invalidität, Austrittsleistung, (vorzeitige) Pensionierung

    Nächster Termin: 01. November 2018

    mehr Infos

Um unsere Website laufend zu verbessern, verwenden wir Cookies. Durch die Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr Infos