30.04.2018

Sonnenschutz bei Mietwohnung: Fensterbohrungen sind problematisch

Im Handel werden diverse Befestigungsformen für Fensterdekorationen angeboten, für die der Fensterrahmen angebohrt werden muss. In Mietwohnungen sträuben sich Vermieter jedoch oft gegen Bohrmontagen. Mieter müssen dann auf bohrfreie Montagelösungen zurückgreifen.

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Fensterbohrungen sind problematisch

Den Einsatz von Plissees, Rollos oder Jalousien in einer Mietwohnung an sich kann ein Vermieter nicht verbieten. Sie gehören ganz allgemein zum vertragsgemäßen Gebrauch einer Mietsache. Schließlich dienen sie nicht nur Dekorationszwecken. Sie schützen Mieter auch vor übermäßigem Sonnenlicht, Hitze und vor Blicken Fremder in das private Reich. Außerdem verhindert ein Sonnenschutz, dass lichtempfindliches Einrichtungsinventar ausbleicht – zum Beispiel Sofas oder Holzmöbel.

Einen rechtlichen Streitpunkt stellt jedoch immer wieder die Art der Montage dar. Anders als bei Hausbesitzern ist in Mietobjekten nicht alles erlaubt, was gefällt. Konkret bedeutet das: Montagearten, die eine Fensterbohrung erfordern, sind zwingend mit dem Mieteigentümer vorab abzuklären. Andernfalls kann er bei der Wohnungsabgabe den Schaden bemängeln und die Wiederinstandsetzung eines Fensters in Rechnung stellen.

Das kann zu erheblichen Kosten führen. So lässt sich nicht jeder Fenstertyp wieder in den makellosen Urzustand versetzen, den er zum Zeitpunkt des Einzuges hatte. Das betrifft besonders Fenster aus Kunststoff, an dem auch geprüfte Fachbetriebe scheitern können, weil die Schadstelle zum Beispiel nach der Reparatur farblich leicht von der gesamten Rahmenfarbe abweicht oder eine kleine Erhebung im Material zurückbleibt. In diesem Fall muss ein Mieter schlimmstenfalls sogar für ein ganz neues Fenster aufkommen.

Bohrfreie Alternativen in Mietwohnungen empfehlenswerter

Da auch die Möglichkeit besteht, Rollos oder Plissees ohne Bohren am Fenster zu installieren, sollte vorzugsweise auf eine non-invasive Befestigungsform zurückgegriffen werden. Weil bei einer Demontage keine Montagespuren zurückbleiben, ist auch eine Mietererlaubnis nicht erforderlich. Ein Sonnenschutz kann dabei wahlweise am Flügelrahmen angeklemmt oder in der Glasleiste oder auf der Glasscheibe angeklebt werden.

An Dachfenstern nur Schraubmontage möglich!

Bei einem Dachfenster sind Vermieter dann doch oft sehr viel geneigter, einem Bohrvorhaben zuzustimmen, Denn eine feste Verschraubung ist hier absolut alternativlos: Klemmträgersysteme und Klebemontage bieten angesichts der Fensterschrägen nicht ausreichend Halt. Davon abgesehen würde ohne fest montierte Seitenschienen auch der Stoff eines Rollos oder Plissees durchhängen.

Da ein hochwertiger, fest installierter Sonnen-und Sichtschutz auch den Wert einer Immobilie steigert, empfiehlt es sich, mit dem Mieteigentümer einfach gemeinsam ein Modell auszusuchen, das dann dauerhaft im Mietobjekt verbleiben soll. Häufig übernimmt er dann sogar die Kosten für den Rollokauf und die fachkundige Installation.

 

 

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