05.01.2016

Wohnungssuche: Passende Mietwohnung in Zürich finden

Mit rund 400‘000 Einwohnern ist das Handelszentrum Zürich die grösste Stadt in der Schweiz. Sie weist eine Bevölkerungsdichte von 4‘400 Einwohnern pro Quadratkilometer auf. Auch das Umland ist dicht besiedelt. In der Metropolregion leben insgesamt knapp zwei Millionen Menschen. Zürich ist das wissenschaftliche, kulturelle und wirtschaftliche Zentrum der Schweiz. Der Mietspiegel ist hoch.

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pixabay © strecosa (CCO Public Domain)

Status Quo in Zürich

Für eine Vier-Zimmer-Wohnung in einem guten Wohnviertel zahlen Bürger bis zu 4‘000 Franken im Monat. Wer in dieser Stadt eine Wohnung sucht, braucht starke Nerven. Der Wohnungsmarkt ist so hart umkämpft, dass die Vermieter mittlerweile bei der Wohnungsbesichtigung Eintritt verlangen. Sie können sich diese Methoden erlauben, da die Nachfrage um einiges höher ist als das Angebot. Der Schweizer Mietverband findet es unseriös, dass die Vermieter aus der Wohnungsnot Profit schlagen. Doch viele potenzielle Mieter nehmen 50 Franken in Kauf, wenn sie dafür in die engere Auswahl kommen. Rechtlich ist die Gebühr nicht zulässig, denn die Besichtigung ist keine Leistung. Ein abrechenbarer Leistungsaustausch findet deshalb nicht statt.

Wohnungssuche über das Internet

Wohnungssuchende können eine neue Mietwohnung am besten im Internet auf Portalen wie immowelt.ch suchen. Dort lassen sich günstige Stadtwohnungen genauso finden, wie hochwertige Luxusobjekte. Zürich bietet vielfältige Wohnungstypen an. Von Dachgeschosswohnungen mit Veranda über grosszügige Mansarden bis hin zu Altbauwohnungen ist alles dabei. Nicht immer entspricht die Wohnung den Traumvorstellungen der potenziellen Mieter. Die grundsätzliche Bereitschaft zu Kompromissen sollte nicht fehlen. Mieter können prinzipiell zwischen Neu- und Altbauwohnungen auswählen. Als Neubauten gelten Mietobjekte, die nach 1945 gebaut und saniert wurden.

Suchkriterien

Bevor Verbraucher mit der Wohnungssuche beginnen, sollten sie entscheiden, wie viele Zimmer sie benötigen und welche Wohnfläche das Wohnobjekt haben sollte. Küche, Balkon und Badezimmer zählen nicht als Zimmer. Der Mietzins sollte in der Regel nicht mehr als ein Drittel des monatlichen Einkommens betragen. Nicht jede Gegend in Zürich bietet günstige Mietobjekte an. Auch die voraussichtlichen Neben- und Heizkosten spielen bei der Wahl der passenden Wohnung eine grosse Rolle. Der Mietzins darf nicht über der Orts- und Quartierüblichkeit liegen. Eine Abweichung von bis zu 20 Prozent wird toleriert. Ansonsten kann der Mieter Einwand erheben.

Makler oder Eigentümer

In Online-Portalen und Zeitungsanzeigen lassen sich Wohnobjekte finden, die vom Eigentümer selbst vermietet oder durch einen Makler vermittelt werden. Der grösste Vorteil von Immobilienmaklern ist, dass sie den Vermieter bei der Wohnungssuche unterstützen, Besichtigungstermine mit Mietern organisieren und über die Rahmenbedingungen des Mietvertrags aufklären. Hierfür wird allerdings ein Honorar fällig, das der Vermieter selbst zu zahlen hat.

Die Kaution darf gesetzlich nicht mehr als drei Monatsmieten betragen. Der Vermieter ist verpflichtet, diese bei einer Bank oder auf einem Sparkonto zu hinterlegen. Bei der Maklerprovision sieht es anders aus. Diese ist nicht per Gesetz geregelt. Sie sollte sich aber nicht auf mehr als zwei Netto-Monatsmieten belaufen. Von Immobilienmaklern, die eine höhere Provision verlangen, sollte Abstand genommen werden.

Wohnungsbesichtigung

Die Wohnungsbesichtigung geschieht am besten tagsüber. Dann können die Mieter die Helligkeit der Wohnung am besten beurteilen und Mängel leichter entdecken. Bei der Besichtigung sollten die Interessenten die Wohnung genau ansehen und auf Beschädigungen überprüfen. Sie sollten

  • die Türen und Fenster öffnen und schliessen,
  • die Toilettenspülung ausprobieren,
  • den Wasserhahn aufdrehen und
  • die Decken nach Schimmelstellen absuchen.

Es ist ratsam, bei der Wohnungsbesichtigung eine persönliche Auskunft mitzubringen und diese dem Vermieter zu übergeben. Darin sollten Kontaktdaten und Geburtsjahr, das Einkommen sowie der Beruf und die Anzahl der Personen, die in die Wohnung einziehen wollen, vermerkt sein.

Mietvertrag

Mit Abschluss des Mietvertrags wird der Mieter zum unmittelbaren, unselbstständigen Besitzer und der Vermieter zum mittelbaren, selbstständigen Besitzer. Übergibt der Vermieter die Wohnung nicht zum ausgemachten Zeitpunkt oder mit Mängeln, kann der Mieter laut Art. 258.Abs. 1OR dagegen vorgehen. Die Mängelbeschwerde muss bei der Wohnungsübergabe erfolgen, sonst gilt der Grundsatz „gemietet wie gesehen“. Die Wohnung muss in jedem Fall dem entsprechen, was ein Mieter vernünftigerweise erwarten darf. Dazu gehört, dass die Wohnung, der Boden und die Zimmerwände sauber und gereinigt sind und sich die darin befindlichen Gegenstände in einem tadellosen Zustand befinden. Auch müssen die Wände und das Dach dicht sind. Bei Wohnungen dürfen Mieter die Funktionstüchtigkeit der Einrichtungen erwarten. Soweit vorhanden müssen

  • Heizung,
  • Waschmaschine,
  • Geschirrspüler,
  • Kühlschrank,
  • Herd,
  • Backofen,
  • Dusche,
  • Bad und WC,
  • Lift, Gegensprechanlage,
  • Treppenhausbeleuchtung und
  • TV-Antenne

einwandfrei funktionieren.

Wohnungsbau in Zürich

2011 hat der Züricher Stadtrat nach einer Volksabstimmung beschlossen, bis 2050 den Anteil von gemeinnützigen und bezahlbaren Wohnungen in Zürich um ein Drittel ansteigen zu lassen. In Seefeld sollen jetzt 122 neue Wohnungen und 23 Gewerbelokale entstehen, die von der Stadt zum Selbstkostenpreis vermietet werden. Die Monatsmiete einer rund 100 m² grossen Wohnung betrüge dann 1670 Franken. Wann der Bau der Hornbach Siedlung stattfinden soll, ist unklar. Die ersten Mieter sollen Ende 2017 einziehen können.

Wer genug Geld hat und sich einen Wohnungskauf leisten kann, sollte dies in Betracht ziehen. Aufgrund des anhaltenden, niedrigen Hypothekarzinssatzes, ist der Kauf eines Objekts in Zürich langfristig günstiger als die Miete.

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