18.10.2019

Handänderungssteuer: Facts und Bemessungsgrundlagen

Im Gegensatz zur Grundstückgewinnsteuer ist das Steuersubjekt bei der Handänderungssteuer in der Mehrzahl der Kantone, welche diese Steuerart (noch) nicht abgeschafft haben, der Erwerber. Als prominentester Kanton, der die Handänderungssteuer mit Wirkung auf den 1. Januar 2005 abgeschafft hat, ist an dieser Stelle der Kanton Zürich zu nennen.

Von: Fabian Petrus  DruckenTeilen 

Fabian Petrus, lic.oec. HSG et lic.iur. HSG, dipl. Steuerexperte

Fabian Petrus, lic.oec. HSG et lic.iur. HSG, dipl. Steuerexperte, Partner, OBT AG, studierte Betriebswissenschaft und Rechtswissenschaft an der Universität St. Gallen und erwarb im Jahr 2002 das Diplom zum dipl. Steuerexperten. Nach dem Studium spezialisierte er sich in den Bereichen der nationalen und internationalen Steuerberatung sowie mit der Besteuerung von Immobilien.

Fabian Petrus ist Fachbereichsleiter Steuern und Recht und Mitglied der Geschäftsleitung bei der OBT AG in Zürich. Er ist Koautor des Buches «Das KM Unternehmen – Rechtliche Aspekte von der Gründung bis zur Nachfolge» und ist regelmässig als Referent bei verschiedenen Weiterbildungsinstitutionen tätig, so unterrichtet er an der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich sowie am Unternehmer Forum Schweiz und bei weiteren Veranstaltungen.

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Handänderungssteuer

Handänderung

Die Steuerpflicht wird durch jede Veräusserung eines Grundstückes begründet. Den Veräusserungen sind im Sinne von Art. 12 Abs. 2 StHG gleichgestellt:

  • die Rechtsgeschäfte, die in Bezug auf die Verfügungsgewalt über ein Grundstück wirtschaftlich wie eine Veräusserung wirken;

 

  • die Überführung eines Grundstückes sowie von Anteilen daran vom Privat- in das Geschäftsvermögen des Steuerpflichtigen;
  • die Belastung eines Grundstückes mit privatrechtlichen Dienstbarkeiten oder öffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschränkungen, wenn diese die unbeschränkte Bewirtschaftung oder den Veräusserungswert des Grundstückes dauernd und wesentlich beeinträchtigen und dafür ein Entgelt entrichtet wird;
  • die Übertragung von Beteiligungsrechten des Privatvermögens des Steuerpflichtigen an Immobiliengesellschaften, soweit das kantonale Recht für diesen Fall eine Steuerpflicht vorsieht;
  • die ohne Veräusserung erzielten Planungsmehrwerte im Sinne des Raumplanungsgesetzes vom 22. Juni 1979, sofern das kantonale Recht diesen Tatbestand der Grundstückgewinnsteuer unterstellt.

Handänderungssteuer als kantonale Steuer

Auf Bundesebene ist keine Handänderungssteuer geschuldet. Die Handänderungssteuer ist somit eine kantonale oder eine Gemeindesteuer. Sie wird beim Übergang eines dinglichen Rechtes an Grundstücken von einer Person auf eine andere erhoben.

Zu beachten gilt, dass in den Kantonen, welche die Handänderungssteuer erheben, oftmals steuerbefreite Handänderungen gelten bei Umstrukturierungen, Ersatzbeschaffungen, Erbgängen und Schenkungen in auf- und absteigender Linie, Handänderungen unter Ehegatten/Kindern, Handänderungen aufgrund güterrechtlicher Auseinandersetzung. Je nach Kanton sind die kantonalen Gesetze resp. Verordnung zu konsultieren.

Aufgepasst bei Ausnahmen

In den Kantonen, wo die Handänderungssteuer eine (reine) Gebühr darstellt, ist in der Regel auch bei den oberwähnten Ausnahmen die Gebühr geschuldet. Insbesondere die Kantone Aargau, Glarus, Schaffhausen, Tessin, Uri und Zug verwenden eine Gebührenordnung.

Zusätzliche Informationen

Weitere Informationen zur zur Handänderungssteuer bietet Ihnen der Beitrag STHG: Zivilrechtliche und wirtschaftliche Handänderungen an Grundeigentum.

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