06.10.2015

Konkubinatspartner: Das Erb- oder Begünstigtenrecht für Vorsorgevermögensverbrauch durch nicht verwandte Personen

Wenn Mittel aus dem Vorsorgevermögen durch nicht verwandte bzw. nicht begünstigte Personen verbraucht werden sollen, stellen sich steuerliche Fragen im Hinblick auf den Tod oder eine Schenkung.

Von: Tony Z'graggen   Drucken Teilen   Kommentieren  

Tony Z'graggen

Nach einer kaufmännischen Ausbildung war der Autor Tony Z'graggen während mehrerer Jahre in einer Steuerverwaltung als Veranlagungsbeamter tätig. Schon bald nach seiner Ausbildung zum diplomierten Steuerexperten 1986 befasste er sich mit Fragen der Nachfolgeregelung bei KMU. Seit 2006 ist Z'graggen bei der Treuhand- und Revisionsgesellschaft Mattig-Suter und Partner in Schwyz aktiv (www.mattig.ch). Das Unternehmen hat sich u.a. auf Nachfolgeregelungen und Vorsorgelösungen bei KMU spezialisiert.

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konkubinatspartner

In diesen Fällen kann in der Form von Erbschafts- oder Schenkungssteuern eine weitere Abgabestufe entstehen. Diese zusätzlichen Fiskallasten können die angestellten Vergleichsberechnungen zwischen Kapitalbezug und Rente massiv zu Gunsten der Rentenvarianten verändern.

Der Konkubinatspartner

Wenn bei einem Pensionskassenmodell der Konkubinatspartner begünstigt ist, fliessen beim Tod des Versicherten die reglementarischen Renten direkt an diese Person. Die Steuerfolgen sind klar: Der Begünstigte muss die Rente ab Beginn vollumfänglich beim Einkommen deklarieren.

Bei Kapitalbezügen und dem Einsetzen von dem Konkubinatspartner als Erbberechtiger können beim Ableben der seinerzeit versicherten Person auf dem Restvermögen nochmals hohe Erbschaftssteuern anfallen. So kennt z.B. der Kanton Tessin ein Maximalerbschaftssteuersatz für Nichtverwandte von 41%. In diesen Fällen verschlechtert sich die Vergleichsrechnung zuungunsten des Kapitalbezugs markant.

Beispiel

Die Nachlassplanung

Es ist steuerlich von grosser Bedeutung, in welcher Form eine Person Vermögen zugesprochen erhält:

  • Vermögen aus dem Bereich der Säule 3b folgen dem Erbrecht und können Erbschafts- oder Schenkungssteuern auslösen.
  • Vermögen oder Renten aus der beruflichen Vorsorge oder aus Versicherungsprodukten der Säule 3b folgen grundsätzlich der Begünstigtenordnung.

Die Konsequenzen dieser unterschiedlichen Betrachtung werden noch detailliert abgehandelt in unserem Handbuch „Berufliche Vorsorge“ von Tony Z‘graggen.

 

 

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