IT-Sicherheit: Aktion Frühjahrsputz
KURZ ZUSAMMENGEFASST
IT-Bedrohungen wie Ransomware, Emotet und Angriffe auf Cloudsysteme machen keine Pause – sie sind ganzjährig aktiv. Ein regelmässiger «Frühjahrsputz» für die IT-Infrastruktur ist daher essenziell, um Sicherheitslücken in Betriebssystemen, veraltete Software und überflüssige Benutzerkonten zu schliessen. Mit einfachen Massnahmen, die oft schon in den Bordmitteln der Systeme enthalten sind, lassen sich erhebliche Risiken mindern, ohne dass teure Zusatzsoftware notwendig ist.
Die wichtigsten Punkte:
- Cyberkriminalität ist ganzjährig aktiv, auch wenn die Natur im Frühling aufblüht.
- Veraltete Software, nicht genutzte Accounts und veraltete Passwörter sind häufige Einfallstore für Hacker.
- Regelmässige Updates von Betriebssystemen und Anwendungen sind Pflicht, nicht optional.
- Schon einfache «Bordmittel» können einen Grossteil der Bedrohungen abwehren.
- Die grösste Gefahr kommt oft von innen durch unachtsame Nutzer oder mangelnde Rechtevergabe.

Passende Arbeitshilfen
Wie führe ich eine effektive IT-Sicherheitsprüfung im Unternehmen durch?
2021: Microsoft Exchange betroffen
Ein Fitness-Check Ihrer IT-Systeme bietet sich unabhängig von der Jahreszeit eigentlich immer an. Im Frühjahr 2021 fielen Microsofts Exchange-Serversysteme durch einige gravierende Sicherheitslücken und die Hafnium-Attacke unrühmlich auf – aber auch Angriffe auf Systeme von Apple und Linux und zunehmend auf Smartphones gehören trauriger Weise inzwischen zum Alltag.
2022: Wir alle sind betroffen
Im Jahr 2022 sieht es aber nicht besser aus – und angesichts allgegenwärtiger Ransomware, Emotet und Angriffen auf Cloudsysteme und selbst Schwergewichte wie Yahoo, Facebook und Microsoft sollten auch Sie sich nicht selbstgefällig zurücklehnen.
Schon gar nicht sollten Sie davon ausgehen, dass es ausgerechnet Sie nicht treffen wird – Ihre IT ist doch so unbedeutend … Aber damit vielleicht gerade ein lohnendes Einfallstor für Hacker und Malware.
Das Thema Sicherheit in der IT ist beinahe so alt wie die Computerwelt an sich, wird aber doch gerne verdrängt - Computer-Sicherheit ist teuer und unbequem. Eigentlich müsste dies aber gar nicht immer so sein. Wir wollen Ihnen heute anhand einer kleinen Checkliste aufzeigen, wie Sie bereits mit wenigen Mitteln einen Grossteil der potentiellen Bedrohungen mindern können - und dies alles mit den so genannten "Bordmitteln", also Möglichkeiten, die Ihre Systeme ohnehin von Haus aus mitbringen oder die Sie anwenden können, ohne teure zusätzliche Software oder «Manpower»bezahlen zu müssen.
Sicherheit tut not
Warnungen davor, es mit der Sicherheit zu lax zu sehen, entspringen keinesfalls einer Hysterie oder aus Profitdenken geschürten Ängsten, mit denen die Anbieter von Sicherheitslösungen ihre Produkte an den Mann oder die Frau bringen wollen. Eher schon entsprechen die auch an dieser Stelle immer wieder zu lesenden Hinweise den berühmten Kassandrarufen: eigentlich könnte und sollte jeder Computerbenutzer über Gefährdungen der IT-Sicherheit Bescheid wissen und seinen Teil dazu beitragen, diese Bedrohungen und deren reale Auswirkungen zu verringern. Nicht nur Administratoren und sonstige IT-Verantwortliche sind dabei gefordert und gefragt – bereits im Kleinen kann jeder Nutzer, jede Nutzerin von IT-Systemen seinen und ihren Teil zu mehr Sicherheit beitragen.
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