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Management Reporting Aufbau: Reporting als Stufenkonzept

KURZ ZUSAMMENGEFASST

Ein effektives Management Reporting folgt einem dreistufigen Modell, das auf dem Kriterium der Wesentlichkeit basiert. Zuerst wird das Steuerungsmodell mit klaren Ebenen und Kennzahlen definiert, anschliessend wird eine stringenten Reporting-Pyramide nach dem Top-down-Prinzip aufgebaut. Abschliessend werden nicht steuerungsrelevante Berichte abgeschafft und durch gezielte Ergänzungen ersetzt, um Redundanzen zu minimieren und die Informationsflut für das Management zu reduzieren.

Die wichtigsten Punkte:

  • Das Ziel ist ein Reporting, das der Entscheidungsfindung dient und Risiken frühzeitig aufzeigt.
  • Ein dreistufiges Modell (Steuerungsmodell, Reporting-Pyramide, Bereinigung) sorgt für Struktur.
  • Redundanzen müssen eliminiert werden, um sich auf entscheidungsrelevante Informationen zu beschränken.
  • Unterscheidung zwischen Standard-, Abweichungs- und Ad-hoc-Berichten ist essenziell.
  • Jede Ebene und jedes Objekt im Reporting muss einem Verantwortlichen zugeordnet sein.
13.03.2025 Von: Prof. Dr. Thomas Rautenstrauch
Management Reporting Aufbau

Wie baut man ein Management Reporting als dreistufiges Stufenkonzept auf?

Das Ziel jedes Management Reportings sollte es sein, dem Management ein Werkzeug für eine effiziente Entscheidungsfindung mit hoher Benutzerfreundlichkeit zur Verfügung zu stellen. Der Management Reporting Aufbau ist zudem notwendig, um Risiken frühzeitig zu erkennen, sodass Massnahmen abgeleitet werden können.

Management Reporting Aufbau muss aus prozessualer Sicht daher steuerungsrelevante Informationen sammeln, diese analysieren, für die Entscheidung vorbereiten, zur Verfügung stellen, Entscheidungen/Massnahmen herbeiführen (falls es die Situation notwendig macht) und im Anschluss kontrollieren, indem wieder Informationen gesammelt werden.

Inhaltliche Gestaltung des Management Reporting als Stufenkonzept

Im Vordergrund der inhaltlichen Gestaltung des Management Reporting Aufbau steht das Kriterium der «Wesentlichkeit». Oft werden zu viele Informationen in den Berichten gegeben. Zudem sind in Unternehmungen oft redundante Berichte vorhanden mit ähnlichem Inhalt. Ziel muss es sein, solche Redundanzen zu minimieren und den Inhalt auf entscheidungsrelevante Informationen zu beschränken und auszurichten. Für eine strukturierte Vorgehensweise hat sich ein dreistufiges Modell bewährt.

Stufe 1: Klärung des Steuerungsmodells

In einem ersten Schritt müssen die Steuerungsebenen definiert werden. Wie soll die Unternehmung betrachtet werden und in welchen Einheiten (z.B. Konzernsicht, Einzelgesellschaft, nach Segmenten, Business Units etc.)? Neben der Definition aus der eher organisatorischen Sicht müssen die relevanten Steuerungsobjekte identifiziert und definiert werden. Wird für die Steuerung eine Sicht nach Produkten, Kunden, Regionen etc. benötigt? Um eine Steuerung für die Verantwortlichen zu gewährleisten, müssen die Ebenen und auch die Objekte im Reporting abgebildet werden. Kann man einer Ebene oder einem Objekt keinen Verantwortlichen zuordnen, muss die Ebene respektive das Objekt weggelassen oder ein Verantwortlicher definiert werden.

Um das Steuerungsmodell abzurunden, werden die wesentlichen Steuerungsgrössen für Ebene und Objekt (Steuerungs-Kennzahlen) definiert. Zu den im Management Reporting Aufbau verwendeten Steuerungs-Kennzahlen gehören nicht nur Finanz-Kennzahlen, sondern auch Non-Finanz-Kennzahlen müssen berücksichtigt werden.

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