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Rollierende Planung: So verbessern Sie Ihre Budgets

KURZ ZUSAMMENGEFASST

Die rollierende Planung ersetzt das starre Jahresbudget durch einen kontinuierlichen Forecast, der Finanz- und Vertriebsdaten an aktuelle Marktentwicklungen anpasst. Dieser Ansatz vermeidet den hohen Aufwand traditioneller Budgetierungen und verhindert, dass Planwerte durch schnelle Umweltveränderungen ihre Relevanz verlieren. Unternehmen gewinnen so eine dynamischere Entscheidungsgrundlage, die weniger auf Vergangenheitsdaten und mehr auf zukunftsorientierte Treiber ausgerichtet ist.

Die wichtigsten Punkte:

  • Rolling Forecast ermöglicht kontinuierliche Anpassung an aktuelle Entwicklungen.
  • Vermeidung von Ressourcenverschwendung durch überhöhten Detaillierungsgrad.
  • Fokus auf erfolgskritische Prozesse statt absoluter Planwerte.
  • Integration strategischer, taktischer und operativer Planungsebenen.
  • Schnellere Reaktion auf Marktveränderungen ohne Verzögerung durch Jahreszyklen.
12.01.2026 Von: Prof. Dr. Thomas Rautenstrauch
Rollierende Planung

Wie können Unternehmen mit rollierender Planung ihre Budgets effizienter und marktgerechter gestalten?

Die rollierende Planung bietet Unternehmen eine dynamische Alternative zur traditionellen Jahresbudgetierung. Der Rolling Forecast ermöglicht eine kontinuierliche Anpassung der Finanz- und Vertriebsplanung an aktuelle Entwicklungen. In diesem Artikel lesen Sie, welche Faktoren für eine erfolgreiche Implementierung entscheidend sind.

Warum eine rollierende Planung?

Controlling-Aufgaben überhaupt. Es ist daher nicht verwunderlich, wenn der Budgetierungsprozess einen grossen Teil der zur Verfügung stehenden Zeit von Managern und Controllern beansprucht.

Trotz dieses vergleichsweisen hohen Aufwands verlieren Budgets heute häufig innerhalb kurzer Zeit ihre Relevanz und werden von der Realität überholt, was die traditionelle Jahres-Budgetierung immer fragwürdiger erscheinen lässt. Aufgrund von veränderten Marktsituationen empfinden immer mehr Finanzverantwortliche und Führungskräfte die Budgetierung nicht mehr als passend bzw. zeitgemäss. Folgende Punkte werden dabei besonders kritisiert: 

  • Aufgrund des hohen Detaillierungsgrads ist der Budgetierungsprozess mit einem hohen zeitlichen Aufwand verbunden. Tatsächlich werden Budgets in der deutschen Unternehmenspraxis unter massivem Ressourceneinsatz bis auf die letzte Kostenstelle oder Kostenart heruntergebrochen, ohne dass der Nutzen einer solchen Detaillierung kritisch hinterfragt wird.
  • Das Koppeln von geplanten Werten und monetären Anreizen führt zu falschen Anreizen, da Ihre Führungskräfte sicher versuchen werden, nicht erforderliche «Reserven» in ihre Budgets einzubauen. Entlohnen werden Sie in solchen Fällen nicht die erbrachte Leistung, sondern einen bestimmten Grad der Planerreichung – unabhängig davon, ob die Planwerte leicht zu realisieren waren oder nicht. Bedenken Sie: Der Erfolg Ihres Unternehmens hängt nicht vom Erreichen von Planwerten ab, sondern davon, wie es sich im Vergleich zu seinen Wettbewerbern schlägt.
  • Auch heute noch orientieren sich Budgets überwiegend an finanziellen Kenngrössen, obwohl nicht monetäre Zielgrössen – wie z.B. Kundenzufriedenheit und Qualitätskennzahlen – zunehmend an Bedeutung gewinnen. Darüber hinaus wird ignoriert, dass sich die Wertschöpfungsbasis von Unternehmen weg von den traditionellen hin zu immateriellen Produktionsfaktoren verlagert hat.
  • Aufgrund von veränderten Umweltbedingungen verlieren Budgets heute oft innerhalb kürzester Zeit an Relevanz. Sie werden immer schneller von der Realität überholt und versagen vor allem bei schnellen Veränderungen im Unternehmensumfeld. Während Budgets für ein Jahr aufgestellt werden, verändern sich Märkte und deren Bestimmungsfaktoren permanent und immer schneller. Durch das ständige Analysieren von Plan-Ist-Abweichungen erkennen Sie dann unter Umständen nicht schnell genug, in welcher Form Sie auf neue Herausforderungen reagieren müssen. Entsprechende Entwicklungen können sogar bereits während des langwierigen Budgetierungsprozesses entstehen, sodass die Planzahlen von vornherein nicht stimmig sind.

Allen Innovationen im Controlling zum Trotz ist die traditionelle Budgetierung heute noch weit verbreitet, obwohl sie immer weniger in der Lage ist, die Dynamik des Markts abzubilden oder das marktorientierte Handeln von Unternehmen zu fördern. Demzufolge wurden in Theorie und Praxis verschiedene Konzepte entwickelt, die den klassischen Budgetierungsprozess ablösen sollen.

Neuere Budgetierungsansätze

Zu diesen Konzepten gehören einerseits das Better Budgeting, das Advanced Budgeting und das Beyond Budgeting. Diese lassen sich insbesondere nach der Radikalität der Veränderung und den daraus erhofften Verbesserungen im Budgetierungsprozess unterscheiden.

Andererseits gibt es einzelne prozessorientierte Verbesserungen des Budgetierungsverfahrens, wie z.B. das sogenannte Frontloading. 

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