Broker: Was ist die Rolle eines Brokers und worauf sollte man bei der Auswahl achten?
KURZ ZUSAMMENGEFASST
Ein Broker fungiert als unverzichtbarer Vermittler zwischen Anlegern und den komplexen Finanzmärkten, ohne den kein Handel mit Aktien, Devisen oder Rohstoffen möglich ist. Die Wahl des richtigen Partners ist entscheidend, da nicht alle Anbieter gleich sicher sind und es schwarze Schafe gibt, die Anfänger gefährden können. Wesentlich sind dabei die technische Infrastruktur, die Art der Auftragsabwicklung und vor allem die Lizenz einer zuständigen Aufsichtsbehörde, die den Schutz des Kunden gewährleistet.
Die wichtigsten Punkte:
- Ein Broker bietet den notwendigen Zugang zu Finanzmärkten über eine Trading-Plattform.
- Die Lizenz einer Aufsichtsbehörde ist der wichtigste Indikator für Seriosität und Schutz.
- Unterschiede bestehen zwischen STP-Brokern (Weiterleitung an den Markt) und Market Makern (interne Abwicklung).
- Off-Shore-Broker bieten oft mehr Freiheit, aber weniger regulatorischen Schutz für Anleger.

Passende Arbeitshilfen
Was ist die Rolle eines Brokers und wie wählt man den richtigen aus?
Genauso wie Sie einen Internetanbieter brauchen, um Zugang zum Internet zu haben, brauchen Sie einen Broker, um Zugang zu den Märkten zu haben. Um einen Broker zu finden, müssen Sie diesen jedoch nicht telefonisch kontaktieren. Sie müssen lediglich ein Handelskonto direkt auf der Trading Plattform des von Ihnen gewählten Brokers eröffnen. Dann überweisen Sie das Geld, das Sie durch den Handel an den Finanzmärkten vermehren wollen, auf dieses Konto, und schon sind Sie fertig. Doch sollten Sie wissen, dass die Auswahl an Broker sehr vielseitig ist und man es sich gut überlegen sollte, welchen Broker man das Geld überweist. Es gibt nämlich auch viele schwarze Schafe, die auf diesem Markt tätig sind. Vor allem Anfänger müssen hier einige wichtige Dinge wissen, bevor sie loslegen.
Die Auswahl an Broker ist sehr vielseitig
Es gibt viele Broker, und sie unterscheiden sich nicht nur in den von ihnen angebotenen Dienstleistungen, sondern auch darin, wie sie Ihre Aufträge bearbeiten oder in welchem Land sie zugelassen sind. Worauf sollte man also bei der Auswahl eines Brokers achten und was sollte man bei einem Broker beachten? Darauf werden wir noch eingehen, aber zunächst wollen wir erklären, was ein Broker eigentlich ist.
Was ist ein Makler?
Makler fungieren als Vermittler zwischen einzelnen verkaufenden und kaufenden Anlegern/Händlern und der komplizierten Welt der Finanzmärkte, wo sie deren Aufträge abgleichen. Dazu sind sie dank ihrer technischen Infrastruktur und der Verbindung ihrer Server mit anderen Finanzmarktteilnehmern (z. B. Liquiditätsanbietern) in der Lage, aber auch dank ihrer Lizenz. Denn jeder Makler muss sich an die Regeln halten, die von der Aufsichtsbehörde festgelegt wurden - einer Finanzinstitution, die dem Makler eine Lizenz erteilt hat, die ihn zur Erbringung von Maklerdienstleistungen berechtigt.
Die Art der Infrastruktur eines Brokers und seine Lizenz sagen viel darüber aus, wie ein Broker Sie wahrscheinlich behandeln wird. Insbesondere, wie er Ihre Aufträge bearbeitet und inwieweit er Sie vor den Tücken des Marktes schützen wird.
Brokertyp nach Handelsinfrastrukturmodell
Die Art und Weise, wie ein Broker Ihre Handelsaufträge bearbeitet, hängt von der Art seines Handelsinfrastrukturmodells ab. Es gibt zwar mehrere Brokertypen, aber die am häufigsten genannten sind das STP-Modell (Straight Through Processing) und das MM-Modell (Market Maker).
STP-Modell
In der Einleitung haben wir geschrieben, dass ein Broker als Vermittler zwischen seinen Kunden und der Welt der Finanzmärkte fungiert. Und genau das trifft auf das STP-Modell des Brokers zu. Aufgrund seines Infrastrukturmodells und seiner Lizenz kann er die Aufträge seiner Kunden entgegennehmen und mit einer geringen Marge an den Markt weiterleiten. Dort werden sie dann mit den Aufträgen der Gegenpartei (den so genannten Liquiditätsanbietern) gepaart. Ein STP-basierter Makler hat daher keinen Raum für Hintergedanken und unlautere Auftragsmanipulationen.
Checkliste
- Prüfen Sie, ob der Broker über eine gültige Lizenz einer seriösen Aufsichtsbehörde verfügt.
- Unterscheiden Sie zwischen dem STP-Modell (direkte Weiterleitung) und dem MM-Modell (interne Abwicklung).
- Informieren Sie sich über die Herkunft der Lizenz und vermeiden Sie unregulierte Off-Shore-Anbieter.
- Überprüfen Sie die technischen Infrastruktur und die Zuverlässigkeit der Handelsplattform.
- Achten Sie auf Transparenz bei den Spreads und den Handelskosten.
- Lesen Sie Erfahrungsberichte anderer Anleger über die Auftragsabwicklung.
- Stellen Sie sicher, dass Kundengelder auf separaten Konten verwahrt werden.
- Prüfen Sie die Verfügbarkeit von Kundensupport in Ihrer Landessprache.
- Vergleichen Sie die angebotenen Handelsinstrumente mit Ihren Zielen.
- Testen Sie die Plattform zunächst mit einem Demokonto, bevor Sie echtes Geld überweisen.
MM-Modell
Ein Broker, der auf dem Market-Maker-Modell basiert, verfügt über genügend Liquidität, um die Gegenpartei seiner Kunden vollständig selbst zu stellen. Ihre Aufträge fließen daher nicht in den eigentlichen Markt, sondern finden im so genannten internen Buch statt. Diese Broker haben in der Regel niedrigere Spreads, aber nicht alle Händler sind mit der Tatsache einverstanden, dass ihre Aufträge nicht in den eigentlichen Markt fließen, und halten dieses Modell für weniger moralisch. Obwohl es in der Vergangenheit einige Fälle gab, in denen MM-Broker die Aufträge ihrer Kunden heimlich manipuliert haben, ist es heutzutage möglich, solide Broker auch auf MM-Basis zu finden.
Broker-Regulierung
Sie werden oft den Begriff "Off-Shore"-Broker sehen. Zu dieser Kategorie gehören Makler, die über eine Maklerlizenz verfügen, die in Ländern ausgestellt wurde, in denen sie einer geringeren Regulierung unterliegen. Kurz gesagt, weniger Regulierung bedeutet weniger Schutz für den Kunden, aber gleichzeitig mehr Freiheit, zum Beispiel bei der Nutzung von Hebeln, die ein wesentlicher Bestandteil des Online-Handels sind.
FAQ: Broker
Was ist die Hauptaufgabe eines Brokers?
Ein Broker vermittelt zwischen Kauf- und Verkaufsinteressenten und stellt die technische Infrastruktur sowie die Verbindung zu Liquiditätsanbietern bereit, um Handelsaufträge auf den Finanzmärkten auszuführen.
Wie unterscheidet sich ein STP-Broker von einem Market Maker?
Ein STP-Broker leitet die Aufträge direkt an den Markt weiter, während ein Market Maker die Aufträge intern als Gegenpartei abwickelt und somit nicht in den eigentlichen Markt fließen.
Warum ist die Broker-Lizenz so wichtig?
Die Lizenz bestätigt, dass der Broker an die Regeln einer Aufsichtsbehörde gebunden ist, was den Anlegerschutz, die Transparenz und die Sicherheit der Kundengelder gewährleistet.
Sind Off-Shore-Broker gefährlich?
Off-Shore-Broker unterliegen oft geringeren Regulierungen, was zwar mehr Freiheit bei Hebeln bietet, aber gleichzeitig einen geringeren Schutz für den Kunden bei Problemen oder Insolvenz bedeutet.
Wie eröffne ich ein Konto bei einem Broker?
Die Eröffnung erfolgt in der Regel direkt online über die Trading-Plattform des Brokers, gefolgt von einer Einzahlung des gewünschten Kapitals, ohne dass ein telefonischer Kontakt nötig ist.