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Risikoprofil: Risiken frühzeitig steuern

KURZ ZUSAMMENGEFASST

Ein fundiertes Risikoprofil ist die Grundlage für eine erfolgreiche Unternehmensführung in dynamischen Märkten. Es ermöglicht KMU, interne und externe Risiken transparent zu erfassen und durch die Analyse von Früh- und Spätindikatoren rechtzeitig zu handeln. Nur wenn das Management Risikomanagement als integralen Bestandteil der Strategie verankert, lassen sich potenzielle Krisen verhindern und die langfristige Wettbewerbsfähigkeit sichern.

Die wichtigsten Punkte:

  • Ein Risikoprofil differenziert klar zwischen internen und externen Faktoren wie Markt, Technologie und Kostenstruktur.
  • Frühindikatoren (z. B. Auftragseingang, Motivation) signalisieren Probleme, bevor sie sich in Spätindikatoren (z. B. Liquidität, Umsatz) niederschlagen.
  • Risikomanagement erfordert eine klare Führungsverantwortung, definierte Prozesse und die Einbindung aller Mitarbeiter.
  • Das Risikomanagement muss als permanenter Prozess in Planung und Budgetierung integriert werden.
01.09.2025 Von: Claus Gerberich
Risikoprofil

Wie können Unternehmen Risiken frühzeitig erkennen und steuern?

Ein fundiertes Risikoprofil bildet die Basis für eine erfolgreiche Unternehmensführung. Durch eine regelmässige Analyse und Anpassung des Risikoprofils können Unternehmen Risiken frühzeitig erkennen.

Einführung in das Risikoprofil 

Jedes Unternehmen hat seine spezifischen Chancen und Risiken – diese prägen die DNA des Unternehmens. Das Risikoprofil umfasst alle wesentlichen Erkenntnisse und Informationen aus den internen und externen Risiken. Es ermöglicht damit eine transparente und aussagekräftige Darstellung aller Risikofaktoren.

Kriterien  Ausprägung
 Geringes Risiko12345Hohes Risiko
Unternehmens-steuerungGeringe externe Rendite-einflüsse     Starke externe Renditeeinflüsse
MarktStabil, ohne Zyklen     Dynamisch, zyklisch
KundenGeringer Einfluss     Starker Einfluss
WettbewerberWenige, konstante Marktanteile     Viele, variable, Marktanteile
Produkte / KonzepteLanger Lebenszyklus, nicht substituierbar     Kurzer Lebenszyklus, substituierbar
MarkteintrittsbarrierenHoch     Niedrig
KostenstrukturGeringe Fixkosten     Hohe Fixkosten
TechnologienStabil, reif     Jung, dynamisch
Durchschnitt       

Das Risikoprofil ist individuell zu gestalten und hat zwischen

  • externen Risiken und
  • internen Risiken

zu differenzieren. Es zeigt damit das relevante Risikoprofil des Unternehmens an.

Dieses Risikoprofil ist für die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu erstellen, um damit für die Planung relevante Veränderungen zu erkennen.

Industrie 4.0 zeigt, dass verstärkt neue Wettbewerber in den Markt treten. Dadurch entstehen Turbulenzen und Risiken bei den etablierten Unternehmen wie z.B. bei Uber versus Taxigesellschaften, Airbnb versus Hotels, Tesla versus Autohersteller mit Verbrennungsmotoren. Eine neue Technologie wie das MULTIKonzept von ThyssenKrupp revolutioniert die Aufzugsbranche, Aufzüge können horizontal, vertikal und schräg verlaufen, an Bahnhöfen sind Umsteigemöglichkeiten gegeben.

Mehrere Aufzüge können parallel verlaufen, die Geschwindigkeit wird gesteigert und der Platzbedarf reduziert.

Unternehmerische Entscheidungen sind daher immer mit Risiko verbunden, denn die Konsequenzen einer Entscheidung sind nicht langfristig deterministisch zu definieren.

Risikoorientierte Unternehmensführung muss vom Management getragen und gepusht werden. Das Management muss sich dafür entscheiden, Risikomanagement als Führungsinstrument einzuführen und damit eine Risikoanalyse, Risikobewertung und Risikoplanung sowie Risikocontrolling einzuführen. Unternehmensführung ist für die Beachtung rechtlicher Gestaltung des Risikomanagements verantwortlich, die rechtlichen Rahmenbedingungen sind einzuhalten.

Die Führung muss es sich zur Verantwortung machen, folgende Aspekte zu beachten:

  • Ziele des Risikomanagements klar kommunizieren.
  • Klare Definition der Prozesse und Verantwortlichkeiten vorgeben.
  • Vorbildfunktion des Top-Managements sein.
  • Risikoerfassung und -beurteilung durchführen.
  • Chancen und Risiken analysieren, steuern, überwachen und informieren.
  • Ein “Risikomanagement-Framework” etablieren.
  • Mitarbeiter in den Prozess einbinden.
  • Den Prozess permanent aktualisieren und verbessern.

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