17.05.2018

Führung 4.0: Was Führungskräfte morgen können müssen

Wirksame und gute Führung war schon immer eine anspruchsvolle Herausforderung, auch vor der Zeit der Digitalisierung. Komplexität und Dynamik bestimmen die Führung im digitalen Wandel, aber es ist immer der Mensch, um den es geht. Je instabiler die VUKA-Welt (volatil, unsicher, komplex, agil) oder die VOPA-Welt (vernetzt, offen, partizipativ, agil) ist, umso stärker wird der Wunsch der Mitarbeiter nach Orientierung und Halt.

Von: Jill Schmelcher   Drucken Teilen   Kommentieren  

Jill Schmelcher

Jill Schmelcher ist Gesellschafterin und Beiratsvorsitzende WeissmanGruppe. Sie befasst sich mit den Themen Coaching, Führungskompetenzentwicklung, Begleitung von Nachfolgeprozessen sowie Unternehmenskultur und Leitbildern.

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Führung 4.0

Sicher werden Führungskräfte diese Rolle einnehmen müssen, wobei die Mitarbeiter oft nicht mehr im direkten Umfeld der Führungskräfte arbeiten. Loyales, integres Verhalten der Mitarbeiter, verbunden mit Kompetenz, ist dafür die Basis. Wenn Führungskräfte und Mitarbeiter auf Augenhöhe zusammenarbeiten, braucht es eine andere Art der Führung im Spannungsfeld zwischen persönlicher Kompetenz, Beziehungskompetenz und digitaler Kompetenz.

Was ist demnach das Leitbild für die Führung 4.0? An welchen Anforderungen sollte sich die Führungskraft messen bzw. Entwicklungsfelder für sich ableiten?

10 Anforderungen für die Führung 4.0

1. Situativ verschiedene Rollen in der Führung einnehmen können

  • Führungskraft (sinnvolle Leitplanken, Ziele definieren, entscheiden)
  • Mentor (Begleiter, Berater des Mitarbeiters auf Basis der eigenen Erfahrungen)
  • Coach (schafft Bewusstsein und befähigt den Mitarbeiter zur Selbstreflexion)

2. Beziehungsförderndes Verhalten

Dazu gehört, tragfähige Beziehungen aufzubauen, Empathie und wertschätzendes Verhalten leben, sich für Gespräche Zeit nehmen und regelmässigen Austausch pflegen sowie richtiges Lob.

3. Dem Mitarbeiter selbstbestimmtes Arbeiten ermöglichen

Das heisst, Freiräume zur Mitgestaltung schaffen, Delegation der Verantwortung in die Abteilungen und Möglichkeiten zur Mitentscheidung bieten.

4. Lösungen für die digitale Welt erarbeiten

Das heisst, Anpassung der Strategie an die digitale Transformation und Nutzen der Möglichkeiten, die digitale Prozesse und Medien bieten, und entscheiden, wie das Unternehmen mit der Datenflut umgeht. Das bedeutet, vernetzt denken und handeln.

5. Vernetzung und Kooperationsmöglichkeiten bieten

Das heisst, Plattformen schaffen, wo Mitarbeiter auch ausserhalb des eigenen Bereichs zusammenarbeiten und neue Netzwerke aufbauen können.

6. Work-Life-Balance/Life-Balance ermöglichen

Neue Arbeitszeitmodelle und aktives Gesundheitsmanagement brauchen neue Strukturen, durch die Mitarbeiter und Teams dezentral und zeitlich flexibel geführt werden können.

7. Hierarchien weichen der Zusammenarbeit auf Augenhöhe

Führungskräfte werden zu Brückenbauern, um Gemeinsamkeiten wachsen zu lassen, aus denen eine andere Unternehmenskultur werden kann. Wissen und Informationen werden geteilt, sodass die Teammitglieder eigenständig und motiviert an Ideen arbeiten können. Dazu gehören eine Feedbackkultur, eine Haltung, die von Wertschätzung für andere geprägt ist, und flexible Strukturen.

8. Attraktive Arbeitsumgebung

Das heisst, gelebte Werte, gemeinsame Ziele, klare Regeln, Transparenz bei Aufgaben und Verantwortlichkeiten. Ausgeprägte Sozialkompetenz und insbesondere Kommunikationsstärke sind nötig, um die individuellen Persönlichkeiten und die verschiedenen Generationen untereinander zu verbinden und eine Atmosphäre des Vertrauens zu schaffen, in der Mitarbeiter gerne ihre Leistung bringen, und sie emotional zu binden.

9. Entwicklungsmöglichkeiten bieten, Impulse geben und Potenzialentfaltung fördern

Dazu gehören gemeinsame Trainings genauso wie informelle Lernangebote wie z.B. Communities of Practice, Online- Learning und externe Seminare. Es ist Führungsaufgabe, exzellentes Wissen sicherzustellen und neue Kompetenzen zu fördern.

10. Gutes Selbstmanagement

Das heisst, der Fokus muss auf Effektivität und Effizienz im Arbeitsalltag liegen, um somit die Zeit für die richtigen Themen bestmöglich zu nutzen und die Dynamik und Geschwindigkeit erfolgreich zu managen. Die Führungskraft darf nicht mehr zeitgetrieben sein. Dazu gehört regelmässige Selbstreflexion, um das eigene Verhalten und die Wirkung zu hinterfragen und sich als Person weiterzuentwickeln.

Alte Denkmuster ersetzen

Führung 4.0 und der damit verbundene Wandel betreffen Führungskraft und Mitarbeiter. Beide müssen lernen, umzudenken und umzulernen, alte Muster zu ersetzen. Die Führungskraft lernt loszulassen, der Mitarbeiter lernt eigenverantwortlich zu handeln. Es ist erst der Anfang, an dem man begreift, wie Führung 4.0 aussehen kann. Digitalisierung ist der Beginn eines grossen Veränderungsprozesses, nicht das Ende. 

Es wird spannend sein, zu erleben, wie die Führungskraft einerseits die digitale Transformation begleiten und gestalten wird und andererseits gleichzeitig anpassungsfähig und lernbereit bleibt für weitere neue Entwicklungen.

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