Berufliche Weiterentwicklung: 7 Tipps für Ihre PLP-Strategie
KURZ ZUSAMMENGEFASST
Ein Personal-Learning-Plan (PLP) wandelt das passive Reagieren auf berufliche Veränderungen in aktives Gestalten Ihrer Zukunft um. Statt auf externe Impulse zu warten, definieren Sie mit einem PLP klare Ziele, analysieren Ihre aktuellen Stärken und Schwächen sowie Ihre Lernpräferenzen. Dieser strategische Ansatz ermöglicht es Ihnen, Weiterbildungsmassnahmen gezielt auf Ihre Karrierevision auszurichten und Lernfortschritte direkt in der Praxis anzuwenden.
Die wichtigsten Punkte:
- Ein PLP ersetzt zufällige Weiterbildung durch eine zielgerichtete Strategie.
- Die Basis bilden eine klare Vision und eine ehrliche Selbstreflexion.
- Lernkompetenzen und -methoden müssen bewusst ausgewählt und verankert werden.
- Erfolg stellt sich ein, wenn Gelerntes schnell in der Praxis angewendet wird.

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Wie erstelle ich einen effektiven Personal-Learning-Plan für meine berufliche Weiterentwicklung?
Entwickeln Sie sich gezielt weiter
Das Berufsleben ist einem steten Wandel unterworfen. Täglich gibt es Neuerungen, die auch für Ihren Job relevant sind. Updates. Neue Software. Interkulturelle Entwicklungen. Wirtschaftliche Schwankungen. Kritischere, wankelmütige Kunden.
Die äusseren Begebenheiten fordern somit von Ihnen eins: Lebenslanges Lernen, um gut und erfolgreich mit dem Wandel umgehen zu können. Vielleicht wird deshalb von Ihrem Unternehmen Weiterbildung an Sie herangetragen. Vielleicht gibt ein äusseres Ereignis den Impuls, selbst etwas für Ihre berufliche Weiterentwicklung zu tun.
Verharren Sie jedoch nicht länger allein auf dieser Ebene. Der Ebene des Reagierens statt des aktiven Agierens. Nehmen Sie Ihre berufliche Weiterentwicklung gezielt in die Hand. Denn durch Ihre berufliche Weiterentwicklung stellen Sie die Weichen für Ihre Zukunft und Ihre Karriere. Entwickeln Sie sich deshalb gezielt weiter mit Ihrem Personal-Learning-Plan (PLP).
7 Tipps für Ihren Personal-Learning-Plan
Überlassen Sie Ihre berufliche Weiterbildung nicht dem Zufall. Denn Sie haben ja Ziele. Ziele, die durch eine gezielte persönliche und berufliche Entwicklung müheloser realisiert werden können. Jeder Tipp gibt Ihnen Impulse, wie Sie Ihren Personal-Learning-Plan geschickt für sich nutzen.
Die Vorbereitung im Visier: 3 Tipps
Tipp 1: Fokussieren Sie Ihre Vision
Nicht allein Unternehmen oder Politiker haben Visionen. Auch Sie haben Visionen. Sie haben Vorstellungen darüber, wie Ihre Zukunft aussehen soll. Vielleicht sehen Sie sich als Manager. Vielleicht haben Sie in Ihrer Zukunft ein Start-Up gegründet. Vielleicht sind Sie dann als Coach tätig.
Um diese Vision zu realisieren, benötigen Sie jedoch bestimmte Skills und Fähigkeiten. Listen Sie diese jetzt einmal alle auf.
Fragen Sie sich:
- Welche Kompetenzen sind für Ihre Vision erforderlich?
- Welche Fähigkeiten heisst es auszubauen oder neu zu erlernen?
- Welche Fertigkeiten müssen Sie sich dafür aneignen?
Tipp 2: Stärken-Schwächen-Analyse
Widmen Sie sich Ihrem Ist-Zustand. Führen Sie eine Stärken-Schwächen-Analyse durch. Seien Sie dabei ehrlich, ohne sich für Schwächen zu kritisieren. Listen Sie so viel auf, wie Ihnen einfällt. Auch Selbstverständlichkeiten wie „kann gut zuhören“ sollten notiert werden.
Fragen Sie sich:
- Was können Sie gut?
- Welche Kompetenzen haben Sie seit Ihrem Studium oder Ihrer Ausbildung entwickelt?
- Welche Fähigkeiten benötigen Sie tagtäglich, um Ihre Aufgaben bewältigen zu können?
- Welche Fähigkeiten sind bei Ihnen stark ausgeprägt?
- In welchen Bereichen zeigen sich eher Mängel?
- Welche Eigenschaften haben Sie bisher kaum trainiert bzw. angewendet?
- Welche Schwäche zeigt sich deshalb?
Tipp 3: Lernkompetenzen verankern
Sie lernen seit Sie klein waren. Auch heute. Vielleicht eher nebenbei. Vielleicht auch gezielt. Wie auch immer, verdeutlichen Sie sich Ihre hier erworbenen Fähigkeiten und Lernpräferenzen – beispielsweise:
- Learning by doing
- Peergroup-Austausch
- Mentoring in Anspruch nehmen
- Sich coachen lassen
- Kurse, Seminare oder Workshops besuchen
- Sich alleine weiterbilden
- Fernunterricht
- E-Learning
- undundund…
Seminar-Empfehlungen
Die Durchführung im Visier: 4 Tipps
Ihre Vorbereitung hat Ihnen viele Antworten beschert. Ihnen liegt im Grunde dadurch ein Blue-Print Ihres Personal-Learning-Plans vor. Formulieren Sie diesen jetzt aus. Fokussieren Sie dessen Durchführung.
Tipp 1: Ziel der beruflichen Weiterentwicklung benennen
Ihre Vision offenbart Ihr wichtigstes Zukunftsziel. Leiten Sie aus diesem kleinere Zieleinheiten ab – für fünf Jahre, ein Jahr, einen Monat, eine Woche. Konkretisieren Sie präzise, was Sie bis wann realisieren wollen.
Tipp 2: Art der Weiterbildung festlegen
Überlegen Sie, auf welche Weise Sie sich beruflich weiterbilden wollen. Vielleicht das Trainee-Programm des Unternehmens nutzen. Vielleicht Seminare an Wochenenden besuchen. Vielleicht sich bei E-Learning-Angeboten anmelden.
Tipp 3: Den Zeitrahmen fixieren
Um sich weiterzuentwickeln, benötigen Sie Zeit. Überlegen Sie realistisch, wie viel Zeit Sie pro Woche oder pro Monat für Ihre berufliche Weiterbildung investieren können. Berücksichtigen Sie dabei unbedingt,
- Ihr aktuelles berufliches Engagement.
- Ihr privates Umfeld, wie Familie, Freunde und Bekannte.
- Ihre Hobbies und ehrenamtliche Tätigkeiten.
Notieren Sie alle Verpflichtungen auf einem Wochenplan oder Monatsplan. Markieren Sie Freiräume. Legen Sie fest, welchen zeitlichen Freiraum Sie für Ihre Weiterentwicklung verbindlich reservieren werden.
Tipp 4: Gelerntes anwenden
Anders als in der Schule oder während des Studiums lernen Sie gezielt für die Praxis. Sie wollen Ihr Gelerntes in der Regel sofort anwenden. Solch ein aktives Anwenden hat viele Vorteile:
- Motivation zum Weiterlernen steigt.
- Unsicherheiten zeigen sich – und können dann behoben werden.
- Leistung verbessert sich.
- Aufgabenbewältigung gelingt müheloser.
Legen Sie deshalb in Ihrem Personal-Learning-Plan fest, wann Sie bei wem und auf welche Weise Ihre neuen Fertigkeiten testen und einsetzen möchten. Und es ist wirklich ein Test. Überfordern Sie sich dabei nicht. Seien Sie einfach nur neugierig, wie gut es Ihnen gelingt, Ihre neuen Fähigkeiten anzuwenden. Verankern Sie im Anschluss an den „Test“ Ihren Erfolg – wie minimal dieser auch sein mag.
Checkliste
- Vision formulieren: Wo sehen Sie sich in 5 Jahren (z. B. als Manager, Coach oder Gründer)?
- Skills definieren: Welche Kompetenzen benötigen Sie konkret für diese Vision?
- Ist-Analyse durchführen: Listen Sie Ihre Stärken, Schwächen und bisherigen Lernerfahrungen auf.
- Lernpräferenzen festlegen: Entscheiden Sie, ob Sie lieber durch E-Learning, Mentoring oder Praxisprojekte lernen.
- Ziele ableiten: Brechen Sie das Langzeitziel in konkrete Meilensteine für ein Jahr, einen Monat und eine Woche herunter.
- Zeitbudget planen: Reservieren Sie verbindlich wöchentliche Zeitfenster im Kalender unter Berücksichtigung von Familie und Beruf.
- Anwendungsszenarien schaffen: Legen Sie fest, wo und wann Sie neue Fähigkeiten direkt im Arbeitsalltag testen.
FAQ: Berufliche Weiterentwicklung
Warum ist ein PLP besser als spontane Weiterbildung?
Ein PLP stellt sicher, dass jede Weiterbildungsmassnahme direkt auf Ihre langfristigen Karriereziele abgestimmt ist. Spontane Aktionen führen oft zu einer fragmentierten Kompetenzentwicklung ohne klaren Bezug zur Vision.
Wie viel Zeit sollte ich wöchentlich für meinen PLP einplanen?
Die Zeit sollte realistisch an Ihr aktuelles berufliches und privates Umfeld angepasst sein. Wichtig ist nicht die Menge, sondern die Verbindlichkeit: Reservieren Sie feste Freiräume im Wochenplan, die Sie nicht für andere Aufgaben nutzen.
Was tun, wenn ich meine Lernziele nicht erreiche?
Ein PLP ist ein lebendiges Dokument. Wenn Hindernisse auftreten, passen Sie die Ziele, den Zeitrahmen oder die gewählten Lernmethoden an. Der Fokus liegt auf der kontinuierlichen Anpassung, nicht auf starren Vorgaben.
Kann ich meinen PLP auch ohne Unterstützung des Arbeitgebers nutzen?
Ja, ein PLP ist primär eine persönliche Strategie. Zwar können Arbeitgeber die Umsetzung unterstützen (z. B. durch Seminare), aber die Initiative und Planung liegen in Ihrer Verantwortung.