Berichte: Tipps und Tricks im Finanzreporting

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Einleitung zum Thema Berichte
Berichte erfüllen seit jeher drei grundlegende Aufgaben: Sie dokumentieren das unternehmerische Geschehen einer Periode, informieren interne wie externe Anspruchsgruppen über die wirtschaftliche Lage und bilden die Grundlage für weitere Entscheidungen. Diese klassischen Funktionen sind unverändert gültig, doch ihr Gewicht hat sich deutlich verschoben.
Die Informationsfunktion steht heute im Mittelpunkt. Neben der klassischen Finanzberichterstattung wird von Unternehmen erwartet, dass sie über Strategie und Risiken (Lagebericht), Vergütungsstrukturen des Managements, steuerliche Transparenz nach Ländern sowie ökologische und soziale Verantwortung (ESG- und CSR-Bericht) Auskunft geben.
Der Jahresabschluss als primäre Informationsquelle?
Traditionell ist der Jahresabschluss (und bei grösseren Unternehmen der Geschäftsbericht) das vorherrschende Informationsmedium, wenn es um testierte, vergangenheitsorientierte Daten geht. Die systematische Aufzeichnung und Verdichtung aller Transaktionen in einem geschlossenen Zahlenwerk nach vorgegebenen Regeln, das der Überprüfung durch einen unabhängigen Abschlussprüfer unterliegt, verleiht einem Abschluss seit jeher eine Güteaussage, die anderen Informationsmedien nicht nur fehlt, sondern in den meisten Rechtskreisen auch noch sanktionsbewehrt ist. Auf der anderen Seite kommen diese geprüften Informationen spät – und für viele Adressaten zu spät: Der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt wird das Zahlenwerk nämlich erst mehrere Monate nach dem Ende des Geschäftsjahrs, über das Rechenschaft abgelegt wird. Das entwertet zwar die Prüfungsgüte nicht und schafft einen verlässlichen Startpunkt für weitergehende Analysen; es bedeutet aber, dass prognostische Aussagen nur begrenzt, im schlechtesten Fall gar nicht möglich sind. So sind beispielsweise sämtliche Saldenabzüge der Bilanzkonten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Abschlusses bereits längst durch die Realität überholt. Das mag für längerfristige Positionen wie Sachanlagen oder Pensionsverpflichtungen weniger ins Gewicht fallen; für das Umlaufvermögen und kurzfristig zu begleichende Schulden jedoch schlägt dieser Umstand deutlich negativ ins Kontor.
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