Erfolgscontrolling: Wie Sie Ihre Kooperationen managen
KURZ ZUSAMMENGEFASST
Erfolgscontrolling in Unternehmenskooperationen ermöglicht die transparente Analyse von Kosten, Erlösen und Ergebnissen, um fundierte Entscheidungen zu treffen. Dabei müssen klassische Instrumente wie Make-or-Buy-Analysen oder die Balanced Scorecard spezifisch an die Erfordernisse der Partnerschaft angepasst und auf Langfristigkeit ausgelegt werden. Ein zentraler Erfolgsfaktor ist die Vereinheitlichung der Berichtssysteme und Kalkulationsmethoden, etwa durch Lean Reporting oder gemeinsame Schemata, um Doppelarbeiten zu vermeiden und die Effizienz der Zusammenarbeit zu sichern.
Die wichtigsten Punkte:
- Erfolgscontrolling analysiert Kosten, Erlöse und Ergebnisse für zielgerichtete Entscheidungen.
- Instrumente müssen an die spezifischen Erfordernisse der Kooperation angepasst werden.
- Ein einheitliches Berichtswesen (z. B. Lean Reporting) verhindert Doppelarbeit und ineffiziente Prozesse.
- Die Harmonisierung der Kostenrechnung ist essenziell, da Partner oft unterschiedliche Kalkulationsansätze verfolgen.
- Die Ergebnisrechnung fokussiert auf Deckungsbeiträge, wobei Fixkosten in Netzwerken oft nur begrenzt planbar sind.

Passende Arbeitshilfen
Wie können Unternehmen den Erfolg ihrer Kooperationen durch Controlling messen und steuern?
Erfolgscontrolling: Ziele
Das Erfolgscontrolling trägt der Tatsache Rechnung, dass Unternehmen nur deshalb am Markt tätig sind, um vorgegebene Ziele zu erfüllen, wie z. B. Gewinnmaximierung. Hier wird das typische Controlling-Instrumentarium, welches auch in Einzelunternehmen angewendet wird, zum Einsatz gebracht. Als Beispiele seien hier Make-or-Buy-Analysen, die Balanced Scorecard und das Fixkosten-Controlling genannt.
Es ist hierbei jedoch zwingend zu beachten, dass die eingesetzten Instrumente des Erfolgscontrolling den spezifischen Erfordernissen angepasst werden müssen und auf eine langfristige Nutzung ausgelegt sind. So wächst beispielsweise mit steigender Anzahl von Kooperationspartnern der Bedarf an Controllinginstrumenten, die für die zielorientierte Steuerung von Unternehmenskooperationen einen Beitrag leisten.
Berichtswesen
Das Berichtswesen beinhaltet alle Berichte, Strukturen und Instrumente, für die jeweils Führungsinformationen bereitgestellt werden. Probleme beim Aufbau eines gemeinsamen Berichtswesens entstehen aus der unterschiedlichen Gestaltung der Berichtssysteme der einzelnen Partnerunternehmen. So gibt es Unterschiede bezüglich der inhaltlichen Belegung von Begriffen, der unterschiedlichen Informationsverarbeitungsregeln und -systeme, der uneinheitlichen Berichtstermine und unterschiedlichen Planungs- und Berichtskulturen.
Der Vereinheitlichung der verschiedenen Berichtssysteme stehen jedoch die gleichen Probleme wie beim internen Rechnungswesen gegenüber. Aus diesem Grund wird häufig ein «duales Berichtswesen» eingeführt. Dieses belastet jedoch das Kooperationsmanagement mit doppelten Tätigkeiten und führt zu einer Verringerung der Effizienz der Zusammenarbeit. Ein «Lean Reporting» kann dieses Problem lösen, indem nur die Kennzahlen und die Informationen bereitgestellt werden, die für die Kooperationssteuerung unbedingt erforderlich sind.
Dazu sind Kennzahlen über Umsatz- und Kostenentwicklungen, Absatz- und Produktion, Kapazitätsauslastungsgrade und Personalbestände zu zählen. Der Umfang und Inhalt der Berichte hängt jedoch auch von der Kooperationsform sowie von der Struktur, Kultur und den Planungssystemen der Unternehmen ab.
Jetzt Member werden und weiterlesen:
- Unlimitierter Zugriff auf alle 1300 Arbeitshilfen
- Alle kostenpflichtigen Beiträge auf weka.ch frei
- Zugriff auf alle Videos
- Täglich aktualisiert
- Wöchentlich neue Inhalte und Arbeitshilfen
- Exklusive Spezialangebote
- News- & Update-Services
- Seminargutscheine