Krisen: Krisen bewältigen dank radikaler Akzeptanz

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Schon wieder im Krisenmodus – oder immer noch?!
Da ist die Krise. Oft ganz plötzlich. Wie ein Tsunami rollt sie auf Sie zu. Überwältigend. Gewaltig. Und unausweichlich. Manches Mal zeichnet sie sich aber nur als Schatten am Horizont ab. Bedrohlich. Gefährlich. Gigantisch. Ein Schatten, der langsam, aber sicher näher rückt. Oft, vielleicht, noch ignoriert oder mit der Hoffnung betrachtet „Wird nicht soweit kommen, wird mich nicht betreffen“.
Und bei einer Krise ist es fast schon egal, ob diese nun „nur“ privat – die Trennung vom Partner, die schwere Erkrankung des Partners oder Elternteils, die eigene (schwere) Erkrankung, der Unfall mit hohem Sachschaden, der eskalierende Streit mit den Nachbarn – oder „nur“ beruflich – die Kündigung, die Fusion des Unternehmens mit geplantem Stellenabbau, der Umbau der Unternehmensstrukturen, neuer Vorgesetzter, neue MitarbeiterInnen/KollegInnen – oder „nur“ gesellschaftlich-politisch auftritt – Corona, Angriffskriege, Energiekrise, Politwechsel im Land oder anderen Ländern, die Auswirkungen auf die gesamte Welt haben. Oft jedoch kumulieren mehrere Krisenebenen: Sie stehen privat, beruflich und gesellschaftlich-politisch unter Feuer und Druck.
| Übung: Meine Krisen |
Halten Sie jetzt mal inne. Geben Sie sich diesen Moment. Schenken Sie sich selbst eine liebevolle Aufmerksamkeit. Fokussieren Sie Ihre Krise oder schlimmstenfalls Ihre aktuellen Krisen. Um dabei nicht alle Gefühle zu spüren und/oder Gedanken aufpoppen zu sehen, versuchen Sie, die Krise/n ganz kurz mit einer Überschrift oder einem Schlagwort zu benennen – beispielsweise
Lassen Sie dann wieder los. Wenden Sie sich dem Hier und Jetzt zu. Blicken Sie aus dem Fenster. Betrachten Sie ein schönes Foto auf Ihrem Smartphone. Trinken Sie einen Schluck Tee. Alles, was hilft, sich ein wenig zu entspannen. |
Die lieben Krisen – und ihre Auswirkungen
Eine Krise bewegt – immer. Und setzt auch etwas in Bewegung, in Ihnen und auch ausserhalb von Ihnen. Jede Krise hat somit Auswirkungen auf Sie: Auf
- Ihr Wohlbefinden. „Mir geht es gerade schlecht. Ich weiss nicht mehr, wo mir der Kopf steht. Meine Freude ist auf einem Tiefpunkt.“
- Ihren Körper. „Ich schlafe kaum noch. Jede Nacht liege ich stundenlang wach. Essen mag ich auch nicht mehr. Allein der Anblick und der Geruch von Essen verursacht Übelkeit.“
- Ihre Gefühle. „Mal könnte ich heulen. Dann wieder schreien. Wut und Trauer geben sich die Hand. Hilflosigkeit, gar Verzweiflung breiten sich aus. Meine Gefühle fahren Achterbahn. Von einer Minute zur anderen stürze ich gerade in ein heftiges Gefühlschaos.“
- Ihre Gedanken. „Diesen Deppen. Wer trifft denn solch eine Entscheidung, die Buchhaltung ins Ausland zu verlagern. Gleichzeitig sollen wir agiler arbeiten. Das Pflegeheim ruft auch ständig an. Die Demenz der Großmutter schreitet voran, sie können sie nicht länger dort betreuen. Unser Sohn schafft die Versetzung nicht. Und on top, steigende Benzinpreise, weil dank mehrerer Kriege, die Versorgung zusammenbricht. Ich bin am Rotieren. Wie soll ich dies alles auffangen? Wie damit umgehen? Ich stürze gerade ab.“
| Übung: Meine Krisen – und deren Auswirkungen auf mich |
Geben Sie sich erneut einen Moment Ihrer Zeit. Treten Sie in diesem Moment ein wenig näher an Ihre Krisen heran. Erlauben Sie sich, in Ruhe – soweit dies möglich ist – Ihre Krise/n zu betrachten. Fokussieren Sie dabei die Auswirkungen, die diese auf Sie haben. Nehmen Sie sich ein Blatt Papier und einen Stift. Notieren Sie sich spontan, welche Auswirkungen Sie bei sich beobachten und bemerken:
Und ja, notieren Sie sich auch, was es Ihnen auslöst, diese Auswirkungen zu spüren, wahrzunehmen und zu notieren. Manches Mal offenbaren sich so einige interessante Gedanken, wie beispielsweise „Kann ich nicht einmal mit dieser Krise umgehen? Andere nehmen es auch ganz locker…“ oder Gefühle „Jetzt reiss dich mal zusammen. Deine Wut hilft überhaupt nicht weiter. Dein Frust auch nicht…“ Verankern Sie unbedingt eins: Alle Ihre Gedanken, Gefühle, körperlichen Reaktionen sind in Ordnung. Ein erster wichtiger Akzeptanzschritt. |
Die lieben Krisen bewältigen dank radikaler Akzeptanz
Jede Krise ist unangenehm. Jede Krise stellt bewährtes, gewohntes und vertrautes auf den Kopf. Deshalb ist Ihr Wunsch hoch, sehr hoch: Sie wollen die Krise bewältigen. Oder kurz und knapp: Die Krise soll weg. Nur, manches Mal klappt dies trotz dem Einsatz so mancher guter Bewältigungsstrategie, die in der Vergangenheit zum Erfolg führte, nicht. Leider. Denn Ihr Druck steigt.
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