10.02.2020

Motivationsschub: 7 Tipps sorgen für einen Motivationsschub

Erhöhen Sie Ihre Motivation. Stimmen Sie sich auf Ihre Aufgaben ein. Senken Sie so Ihren Jobfrust und gewinnen Sie durch einen Motivationsschub an Lebensqualität.

Von: Brigitte Miller  DruckenTeilen 

Brigitte Miller

Brigitte Miller ist freie Autorin und Journalistin. Seit 1990 schreibt sie für namhafte Verlage und Online-Portale im In- und Ausland zu den Themenbereichen Management, Mitarbeiterführung, Zeitmanagement, Kreativität und Selbstmanagement. In ihre Beiträge lässt sie nicht nur die vielen Tipps und Erfahrungen fliessen, die sie durch Gespräche und Interviews erhält, sondern auch persönliche Erkenntnisse, die ihr der Berufsalltag beschert.

Motivationsschub

Die Stimmung beeinflusst das Denken und Tun

Emotionen sind vielschichtig. Emotionen poppen ständig auf. Emotionen sind somit ein täglicher Begleiter – mit enormem Einfluss. Denn Ihre Gefühle prägen Ihre Stimmung. Und somit letztendlich auch Ihr Denken und Tun.

Sie erleben dies tagtäglich. Ein Blick auf Ihren Schreibtisch kann Sie in Begeisterung versetzen. Vielleicht, weil es eine interessante Aufgabe ist. Vielleicht, weil Sie etwas Neues erledigen sollen. Vielleicht, weil Sie mit sich selbst und Ihrer Aufgabenbewältigung heute so richtig zufrieden sind.

Oder der Blick löst eher das Gegenteil aus. Sie sind gefrustet. Vielleicht, weil sich auf dem Schreibtisch zu viele Aufgaben stapeln. Vielleicht, weil es Aufgaben sind, deren Sinn Sie nicht erkennen. Oder, weil diese Arbeiten schlicht und ergreifend Langeweile erzeugen. 

Abhängig von Ihrer Stimmung steigert sich Ihre Motivation oder sackt ab. Das Letztere ist schade. Denn mit einem Sinken der Motivation, geht auch ein Teil der Energie verloren. Energie, die Sie zur Bewältigung Ihrer Arbeit benötigen. Das Gute aber ist: Sie haben Einfluss auf Ihre Stimmung. Denn Ihre eigene Stimmung lässt sich positiv beeinflussen – auch für die jeweiligen Aufgaben.

Jetzt immer gut drauf sein? Ausgewogenheit heisst das Zauberwort

Keine Sorge: Es geht jetzt nicht um noch mehr Selbstoptimierung. Oder darum, immer gut drauf zu sein. Oder jede Aufgabe jeden Tag mit Begeisterung anzupacken. Vielmehr heisst es gut für sich zu sorgen, indem Sie

  • die eigene Achtsamkeit auf Ihre Stimmungen lenken.
  • beobachtend liebevoll wahrnehmen, wie Ihre Stimmung Ihr Tun und vice versa prägen.
  • sich ganzheitlich-persönlich – also nicht nur zeitlich distanziert – auf die jeweilige Aufgabe einstimmen.
  • so kurz- und mittelfristig erfahren, wie Sie Ihre Motivation steigern können.

Stimmen Sie sich auf Ihre Aufgaben ein: 7 Tipps für einen Motivationsschub

In der Regel erfolgt bereits jetzt eine Einstimmung auf die einzelnen Aufgaben: Durch die Anwendung verschiedener Zeitmanagement-Methoden. Ob Sie nun Prioritäten setzen und Aufgaben delegieren oder sich einen Zeitplan für die Bearbeitung erstellen, bei all diesen Methoden, fokussieren Sie eins: Die Aufgabe.

Ihr Blick ist dabei nicht auf Sie gerichtet. Sich ganzheitlich auf die Aufgabe einzustimmen, fordert aber gerade dies. Den Blick weg von der Aufgabe auch hin zu sich selbst zu lenken. Sie stehen im Mittelpunkt. Dadurch erhalten endlich Sie und Ihr Wohlbefinden auch Beachtung. Und so lässt sich besser ein Motivationsschub erzielen.

Tipp 1: Einfach mal schauen, wo Sie sich gerade befinden

Halten Sie für einen Moment inne. Es darf eine Minute sein. Es darf auch ein wenig länger sein – max. 5 Minuten reichen vollkommen für Ihre Ist-Einstimmung aus. Kommen Sie in diesem Moment bei sich an:

  • Körperlich. Wie sitzen Sie? Spüren Sie in Ihrem Körper Verspannungen? Wo? Sind Sie müde? Sind Sie wach und voller Energie?
  • Emotional. Wie fühlen Sie sich in diesem Moment? Sind Sie entspannt? Verärgert? Frustriert? Fröhlich? Heiter?
  • Mental. Was denken Sie? In welche Richtung bewegen sich Ihre Gedanken? An vergangene Arbeiten, die Sie die letzten Stunden erledigt haben? An einen Anruf eines Kunden? Nach vorne in Richtung, was Sie alles noch erledigen wollen und müssen?

Dieser schnelle Fokus offenbart Ihren momentanen Energielevel, der auch die bevorstehende Bearbeitung der Aufgabe prägt.

Tipp 2: Den Fokus auf die Aufgabe lenken - und Ihre Reaktion beobachten

Fokussieren Sie die Aufgabe, die Sie jetzt gleich bearbeiten möchten. Doch statt wie üblich die ersten Arbeitsschritte in Angriff zu nehmen, halten Sie wieder für einen Moment inne. Machen Sie eine Bestandsaufnahme, wie Sie auf diese Aufgabe „reagieren“. Fangen Sie Ihre Gedanken und Gefühle ein, die sich immer(!) ganz schnell einstellen. Manches Mal so schnell, dass diese nur schwer „einzufangen“ sind:

  • Mental. „Dafür benötige ich Stunden. Das ist eine so aufwendige Arbeit. Alles einzugeben. Dann auszuwerten.“ oder „Das Thema der Präsentation reizt mich sehr. Zwar weiss ich noch nicht genau, wie ich es umsetzen werde. Aber egal. Ich setze schon ausreichend Ideen frei.“
  • Emotional. „Der Zeitumfang ermüdet mich bereits jetzt. Verspüre wenig Lust. Gleichzeitig aber den Druck, es machen zu müssen.“ oder „Ich fühle mich voller Tatendrang.“

Notieren Sie alles, was Ihnen in den Sinn kommt. Werten Sie Ihre Antworten in keinem Falle. Nehmen Sie sie einfach an. Denn diese spiegeln die Stimmung wieder, die Sie im Augenblick für diese Aufgabe empfinden. Falls Ihre Antwort negativ gefärbt ist, nutzen Sie die Methode „Reframing“ – beispielsweise „Prima. Da weiß ich, was ich die nächsten Stunden zu tun habe.“

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Tipp 3: Die Aufgabe „neutral“ betrachten

Nehmen Sie eine distanzierte Perspektive ein. Stellen Sie sich vor, Sie wollen einem Fremden erläutern, was Sie tun wollen. Beschreiben Sie kurz und sachlich,

  • das Ziel Ihrer Aufgabe.
  • den Sinn und Zweck der Aufgabe.
  • die Arbeitsschritte, die Sie erledigen werden.
  • womit Sie beginnen wollen.
  • wem Sie zuarbeiten.
  • alle für Sie relevanten Details dieser Aufgabe.

Sensibilisieren Sie sich auf diese Weise auf Ihre Arbeit. Machen Sie sich bewusst, wie wichtig diese Aufgabe ist. Auch Routineaufgaben erfüllen einen wichtigen Zweck.

Tipp 4: Das Positive in der Aufgabe entdecken

Stimmen Sie sich auf all die interessanten und positiven Aspekte der Aufgabe ein. Listen Sie auf,

  • was Sie an der Aufgabe reizt – egal, wie minimal.
  • in welchen Bereichen Sie gefordert werden.
  • welche Fähigkeiten von Ihnen geschult werden.
  • was Sie mit „links“ schaffen werden.
  • an welche Ressourcen Sie andocken können.
  • worauf Sie sich jetzt bei dieser Aufgabe so richtig freuen.

Meist reicht es bereits aus, einen einzigen interessanten Aspekt zu finden. Fallen Ihnen mehrere ein, umso besser. Ihre Motivation steigt in jedem Falle.

Tipp 5: Erste, einzelne Schritte auswählen

Viele Aufgaben sind komplex und/oder erfordern mehrere Arbeitsschritte. Selbst, wenn Sie „nur“ eine Antwort an einen Kunden schreiben, heisst es – beispielsweise:

  • die Anfrage des Kunden erneut lesen.
  • (mentale) Stichworte des Kundenanliegens notieren.
  • die Informationen gut verständlich zu formulieren.
  • Gegenchecken, ob Ihre Antwort den Kunden zufriedenstellen wird.

Stimmen Sie sich also auf die ersten Arbeitsschritte ein:

  • Was nehmen Sie zuerst in Angriff?
  • Was benötigen Sie dafür?
  • Welche Ihrer Fähigkeiten und Ressourcen zapfen Sie dafür an?
  • Wie lange planen Sie für diesen Schritt?
  • Was folgt danach?

Tipp 6: Herausforderungen wagen

Manche Aufgabe fordert aber auch heraus. Vielleicht, weil diese Arbeitsschritte enthält, mit denen Sie wenig vertraut sind. Vielleicht aber auch, weil Sie sich unterfordert fühlen. Auf beide Herausforderungen dürfen Sie sich einstimmen.

Überlegen Sie,

  • was Sie benötigen, um das Unbekannte der Aufgabe gut zu meistern.
  • welche Unterstützung Sie sich von Ihrem Vorgesetzten, dem Team und/oder Kollegen wünschen.
  • wie Sie bei einer Unterforderung positiv gegensteuern, beispielsweise durch Reframing und/oder diese Aufgabe als mentale Pause schätzen lernen.

Tipp 7: Wohlfühlfaktoren nutzen

Vieles kann Ihre Stimmung während der Arbeit heben. Ein ergonomischer Arbeitsstuhl. Tageslicht. Die richtige Höhe Ihres Schreibtisches. Frische Luft. Ausreichend zu trinken. Die Möglichkeit, auch einmal ungestört arbeiten zu können. Aber auch ganz private Dinge – wie Musik hören, sich Bilder und Poster aufzuhängen oder eine Grünpflanze auf den Schreibtisch zu stellen.

Setzen Sie Ideen frei. Fragen Sie sich:

  • Wie können Sie sich an Ihrem Arbeitsplatz wohl(er) fühlen?
  • Was brauchen Sie, um sich bei der Durchführung dieser Aufgabe gut und zufrieden zu fühlen?
  • Was würde Ihre Motivation steigern?
  • Was unterstützt Sie dabei, jetzt diese aktuelle Aufgabe mit Freude und Elan zu bewältigen?
  • Was stört dagegen und senkt Ihre Motivation?
  • Auf welche Faktoren haben Sie einen direkten Einfluss?
  • Was wollen Sie somit konkret jetzt ändern? Vielleicht sich eine schöne Tasse Tee gönnen, die Sie während der Arbeit trinken werden?

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