Agile IT-Projekte: IT-Verträge und Agilität
KURZ ZUSAMMENGEFASST
Agile IT-Projekte erfordern Verträge, die Flexibilität und iterative Anpassungen zulassen, anstatt starre Vorgaben wie bei klassischen Modellen zu setzen. Statt alle Anforderungen zu Projektbeginn festzulegen, werden Ziele grob definiert und im Verlauf durch schrittweise Entwicklung präzisiert. Dies ermöglicht es den Parteien, dynamisch auf neue Herausforderungen zu reagieren und Qualitätskriterien laufend an die sich ändernden Umstände anzupassen.
Die wichtigsten Punkte:
- Vertragsziele werden nicht am Anfang fixiert, sondern während des Projekts verfeinert.
- Der Vertragsinhalt passt sich den sich abzeichnenden Umständen und neuen Anforderungen an.
- Qualitätskriterien müssen laufend entwickelt und messbar gemacht werden.
- Eine klassische Ist-Soll-Vergleichsmethode ist bei agilen Projekten nicht anwendbar.
- Iteratives Vorgehen bildet das Grundprinzip für effizientes Projektmanagement.

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Wie funktionieren IT-Verträge für agile Projekte?
Begriff
Die Komplexität der digitalen Welt schlägt sich auch bei der Planung und Umsetzung von Projekten nieder. Es besteht der Wunsch danach, Projekte so umzusetzen, dass sie auch mit Veränderungen klarkommen und dass dies bereits bei Beginn eines Projekts für sämtliche involvierten Parteien auch bekannt ist. Die Dynamik wird grossgeschrieben und dem Change-Management im Vertrag eine wichtige Rolle beigemessen. Um einem solchen Umstand gerecht zu werden, werden agile Verträge vereinbart. Diese unterscheiden sich dabei in bestimmten Punkten von klassischen Vertragsmodellen.
Agile IT-Projekte - Bedeutung
Oftmals können bei Projektstart die Anforderungen an digitale Anwendungen, welche Vertragsinhalt bilden, nicht genau definiert werden. Zunächst hat man eine Idee, und deren Umsetzungsform ist noch nicht klar oder abschliessend definierbar. Weil die Erwartungen der Vertragsparteien noch nicht klar sind oder man sich offenlassen will, dynamisch auf auftretende Herausforderungen zu reagieren. Deshalb werden agile Vertragstypen gewählt. Es werden nicht alle Anforderungen bereits zu Beginn definiert, sondern die Parteien entscheiden sich, sich bei der Entwicklung digitaler Inhalte durch iteratives Vorgehen einer Problemlösung schrittweise anzunähern. Die geänderten Anforderungen werden schrittweise in die jeweils bestehenden Arbeitsresultate eingebaut.
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Agile IT-Projekte unterscheiden sich im Wesentlichen durch folgende Merkmale von einem klassischen Vertrag:
- Bei agilen Verträgen werden das Vertragsziel bzw. die konkreten Anforderungen nur ungefähr festgelegt und erst während des Projektverlaufs näher präzisiert.
- Der Vertragsinhalt bestimmt sich daher vermehrt nach den sich abzeichnenden Umständen.
- Im Vertrag zeichnet sich die Dynamik des Projekts ab.
- Die Zwischenergebnisse des Projekts müssen mit dem ursprünglichen Projektvertrag verknüpft werden.
- Eine klassische Gegenüberstellung von Ist- und Soll-Zustand ist bei agilen Projekten bei der Feststellung von Mängeln nicht möglich. Deshalb müssen die Parteien laufend messbare Qualitätskriterien entwickeln und Konsequenzen festlegen, wenn diese nicht eingehalten werden können.
Checkliste
- Klären Sie zu Beginn nur grobe Projektziele und lassen Sie Raum für Präzisierung.
- Definieren Sie einen Prozess für iterative Anpassungen der Anforderungen.
- Etablieren Sie regelmäßige Meilensteine zur Überprüfung von Zwischenergebnissen.
- Entwickeln Sie dynamische, messbare Qualitätskriterien für jede Projektphase.
- Sichern Sie eine klare Verknüpfung zwischen Zwischenergebnissen und dem Gesamtvertrag.
- Legen Sie Konsequenzen fest, falls vereinbarte Qualitätskriterien nicht erreicht werden.
- Integrieren Sie Change-Management als festen Bestandteil des Vertrags.
- Stellen Sie sicher, dass alle Parteien die Dynamik und Offenheit des Prozesses akzeptieren.
Agile IT-Projekte - Fazit
Damit Projekte effizienter und flexibler gesteuert werden können und auf die sich ändernden Anforderungen reagiert werden kann, kann ein Projektmanagement mit agiler Methode gewählt werden. Dabei bildet ein iteratives Vorgehen das Grundprinzip bei einer solchen Variante.
FAQ: Agile IT-Projekte
Warum sind klassische Verträge für agile IT-Projekte ungeeignet?
Klassische Verträge setzen auf starre Vorgaben und eine klare Definition aller Anforderungen zu Projektbeginn. Agile Projekte hingegen erfordern Flexibilität, da Anforderungen oft erst während der Entwicklung klar werden und sich dynamisch ändern.
Wie wird die Qualität bei agilen Verträgen sichergestellt?
Da ein klassischer Ist-Soll-Vergleich nicht möglich ist, müssen die Vertragsparteien laufend neue, messbare Qualitätskriterien entwickeln und Konsequenzen für deren Nichteinhaltung festlegen.
Was bedeutet iteratives Vorgehen im Vertragskontext?
Iteratives Vorgehen bedeutet, dass sich die Parteien schrittweise einer Problemlösung nähern. Geänderte Anforderungen werden in die bestehenden Arbeitsresultate eingebaut, und das Vertragsziel wird im Projektverlauf präzisiert.
Welche Rolle spielt Change-Management im Vertrag?
Change-Management erhält eine zentrale Rolle, da der Vertrag explizit die Dynamik des Projekts abbilden und Anpassungen an wechselnde Anforderungen ermöglichen muss.