Projektmanagement: Die Grundlagen
KURZ ZUSAMMENGEFASST
Projektmanagement umfasst die Führungsaufgaben und organisatorischen Bedingungen zur Abwicklung von komplexen, einmaligen Vorhaben mit klar definiertem Start und Ende. Im Gegensatz zu Routineprozessen erfordert es eine strukturierte Planung, Steuerung und Kontrolle, um Ziele innerhalb festgelegter Ressourcen und Fristen zu erreichen. Erfolgreiches Management basiert auf klaren Zielvorgaben, der Aufgabendefinition und der Koordination aller Beteiligten.
Die wichtigsten Punkte:
- Ein Projekt ist ein einmaliges Vorhaben mit festem Zeitrahmen und spezifischen Ressourcen.
- Ziele müssen die SMART-Kriterien (spezifisch, messbar, akzeptiert, realistisch, terminiert) erfüllen.
- Klare Definitionen, Aufgabenzerlegung, Meilensteine, Zeitpläne und Stakeholder-Analyse sind essenziell.
- Einfache Tools und Vorlagen reichen oft aus, um Prozesse in KMU effizient zu koordinieren.

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Was sind die Grundlagen und Erfolgsfaktoren für ein erfolgreiches Projektmanagement?
Ursprung Projektmanagement
Das Projektmanagement ist fast so alt wie die Menschheit. Immer wieder werden in der Fachliteratur Beispiele von Urvölkern aufgeführt, die bei der Beschaffung von Nahrung auch „Projekte durchführten“ – also beispielsweise ein Projekt mit dem Ziel, ein grosses Tier zu töten, wobei der Einsatz unterschiedlicher Mittel und Methoden im Team zu organisieren war.
Im Gegensatz dazu steht der frühe Ackerbau, bei dem ein stetiger Einsatz der Mittel, lineare und kontinuierliche Prozesse bewegt, also keinen zeitlich begrenzten Rahmen hat.
Durch diese anschaulichen Beispiele wird schnell klar, worum es bei dem Management eines Projekts grundsätzlich geht, denn ein Projekt ist ein komplexes Vorhaben, das sowohl durch die Einmaligkeit der Bedingungen (z.B. Zielvorgabe, zeitliche, finanzielle, personelle und andere Begrenzungen, Abgrenzung gegenüber anderen Vorhaben, projektspezifische Organisation) gekennzeichnet ist, als auch eindeutige Start- und End-Termine hat.
Aufgaben und Position des Projektmanagers
Ein Vorhaben anszustossen, zu organisieren, durchzuführen und gut abzuschliessen ist die Aufgabe des Projektmanagers, der eine gute Übersicht benötigt. Während sich in grösseren Organisationen der Projektmanager oft zwischen der Fachabteilung und der Unternehmensführung bewegt, ist bei kleineren Unternehmen oft der Chef oder eine andere Führungspersönlichkeit gleichzeitig auch Verantwortlicher für verschiedene Projekte. Umso wichtiger ist die grobe Kenntnis der Grundlagen des Projektmanagements.
Der Projektmanager muss schon im Vorfeld sicherstellen, dass das potentielle Projekt bestimmte Bedingungen und auch die SMART-Kriterien erfüllt. Ein Projekt muss also sein:
S = spezifisch
M = messbar
A = akzeptiert
R = realistisch
T = terminiert
Die Hauptaufgaben des Projektmanagers sind Planung, Steuerung und Kontrolle. Festgesetzte (Projekt-) Ziele sollen in der geplanten Zeit, im vorgesehen Kostenrahmen, mit den verfügbaren Ressourcen in einzelnen Phasen mit dem Projektteam so gut wie möglich erreicht werden.
Gutes Projektmanagement ist abhängig von bestimmten Bedingungen und Vorgaben.
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Bedingungen
Was also macht erfolgreiches Projektmanagement aus? Was sind die wichtigsten Punkte auf die geachtet werden sollte?
1. Klare Definitionen
Wie bei den meisten Unternehmens-Aufgaben gilt auch im Projektmanagement: je klarer die Formulierung der Ziele, desto besser kann der Fortschritt gemessen werden. Eine gute Projekt-Zielformulierung beinhaltet neben dem Ziel auch eine Deadline und die Benennung der Projekt-Verantwortlichen – z.B.: "Fertigstellung des Marketing-Jahresplans bis 30. September durch M.M. (Marketing Manager &Team) "
2. Umfassende Aufgabenbeschreibung
Essentiell für ein gut durchgeführtes Projekt ist es, einzelne Aufgaben zu beschreiben und diese wiederum in Einzelschritte zu zerlegen. So gehört z.B. für das Projekt „Messe-Flyer“ die Aufgabe „Bilderauswahl“, die u.a. wiederum in die Schritte „Fotos besorgen“, „Auswahl-Meeting mit Marketing-Direktor“ und „Lay-Out Vorlage präsentieren“ aufgeteilt werden kann.
Sehr gut können Projekt-Aufgaben und Details auch in Mind Maps dargestellt werden, was oft übersichtlicher ist als eine Liste. Bei umfangreichen Projekten sollte aber auf eine zu detaillierte Darstellung verzichtet werden, da die Mind Maps sonst zu verwirrend aussehen kann.
3. Milestones
Das Erledigen von entscheidenden Aufgaben, die zu dem weiteren Vorgehen notwendig sind, nennt man das Erreichen von "Meilensteinen" - also sinnbildlich den Punkt, wo ein entscheidendes Zwischenziel erreicht wurde. Beispielsweise ist das Ende eines Lektorats ein Milestone in einem Buchprojekt, der normalerweise der Buchgestaltung vorangeht. Sehr wichtig sind Insbesondere Milestones, die die Projektphasen beenden (s. unten).
Checkliste
- Prüfen Sie, ob das Vorhaben die SMART-Kriterien erfüllt.
- Definieren Sie das Projektziel präzise inklusive Deadline und Verantwortlichen.
- Brechen Sie die Gesamtaufgabe in einzelne Schritte und Teilaufgaben herunter.
- Erstellen Sie einen Zeitplan mit klar markierten Meilensteinen.
- Identifizieren Sie alle relevanten Stakeholder und deren Anforderungen.
- Wählen Sie ein geeignetes Werkzeug zur Organisation (Mind Maps, Gantt-Diagramme oder Software).
- Legen Sie fest, wer für welche Bereiche verantwortlich ist.
- Sichern Sie die Verfügbarkeit der notwendigen personellen und finanziellen Ressourcen.
- Richten Sie einen Kommunikationskanal für den Projektfortschritt ein.
- Planen Sie regelmässige Kontrollpunkte zur Überprüfung des Zielerreichungsgrads.
4. Timeline
Einzelne Bereiche können auf unterschiedlichen Ebenen in einem Zeitstrahl dargestellt werden, auf dem wichtige Aufgaben und Milestones gekennzeichnet sind. Sinn der Timeline ist es, eine Übersicht der notwendigerweise zu investierenden Zeit zu gewinnen. es ist sinnvoll auch hier Verantwortliche zu nennen, die für die Durchführung der Bereiche zuständig sind. Üblich sind die sogenannten GANTT-Diagramme, die um 1910 von dem Ingenieur Henry Gantt entwickelt wurden und die die „...zeitliche Abfolge von Aktivitäten grafisch in Form von Balken auf einer Zeitachse darstellt.“ (Wikipedia)
5. Stakeholder
Von grosser Bedeutung für erfolgreiches Projektmanagement ist eine klare Identifikation von Stakeholdern also die Personen oder (Teil-)Organisationen, die von dem Projekt oder dem Projektergebnis direkt betroffen sind. Die Analyse und das Management von Zielen und Anforderungen der Stakeholder ist schon im Vorfeld eine wichtige Quelle für Ziele und Anforderungen eines Projekts.
„Die DNA eines pragmatischen, funktionierenden Projektmanagements lautet: “Was? Wer? Bis wann?” (Stefan Hagen)
Projektorganisation mit Hilfe von Projektmanagement-Software
Der Erfolg von einem Projekt wird maßgeblich von der Projektorganisation beeinflusst. Die Organisation wird ab einer bestimmten Unternehmensgröße, zwecks effektiver Umsetzung, von eigenen Projektteams durchgeführt. In einigen Branchen setzt man hingegen auf zentrale Projektmanagementtools wie z.B. die Immobilien Software im Makler-Bereich. Branchenspezifische Tools haben den Vorteil, dass sie auf ebenjene Bereiche abgestimmt sind und so typische Arbeitsprozesse signifikant optimieren können.
Projektmanagement-Instrumente sind für Kleinunternehmer aufgrund der fehlenden IT-Infrastruktur in der Regel nur schwer umsetzbar. Dennoch können kleine und mittlere Unternehmen (KMU) auch von einfachen Tools und strukturierten Vorlagen hinsichtlich der Koordination und Effizienzsteigerung profitieren, so Sterrer. Es muss nicht immer die Premium-Software sein, auch mit kostenlosen Open-Source Programmen lassen sich Arbeitsprozesse effektiv koordinieren.
FAQ: Projektmanagement
Was unterscheidet ein Projekt von einer Routineaufgabe?
Ein Projekt ist durch Einmaligkeit, einen klaren Start- und Endtermin sowie begrenzte Ressourcen gekennzeichnet, während Routineaufgaben kontinuierlich und wiederkehrend sind.
Was bedeutet das SMART-Prinzip im Projektmanagement?
SMART steht für spezifisch, messbar, akzeptiert, realistisch und terminiert. Diese Kriterien helfen, klare und erreichbare Projektziele zu formulieren.
Welche Rolle spielen Meilensteine?
Meilensteine markieren entscheidende Zwischenziele oder den Abschluss von Projektphasen. Sie dienen der Kontrolle und sorgen für Transparenz über den Fortschritt.
Brauchen kleine Unternehmen teure Projektmanagement-Software?
Nein, KMU können oft bereits mit einfachen Tools, strukturierten Vorlagen oder Open-Source-Programmen ihre Prozesse effektiv koordinieren und optimieren.
Wer ist typischerweise für das Projektmanagement verantwortlich?
In grösseren Organisationen oft ein spezialisierter Projektmanager, in kleineren Unternehmen häufig der Chef oder eine Führungspersönlichkeit mit entsprechender Übersicht.