Projektphasen: Projekte erfolgreich umsetzen
KURZ ZUSAMMENGEFASST
Ein erfolgreiches Projektmanagement basiert auf einer klaren Gliederung in drei zentrale Phasen: die Vor-Projektphase, die Projektdurchführung und die Nach-Projektphase. Jede Phase erfüllt spezifische Funktionen, von der Bedarfsanalyse und Budgetsicherung bis hin zur messbaren Umsetzung und abschliessenden Lessons Learned. Nur durch die konsequente Beachtung dieser Methodik lassen sich komplexe Fragestellungen bewältigen und Ressourcen effizient steuern.
Die wichtigsten Punkte:
- Jedes Projekt erfordert eine klar definierte Zielsetzung und ein festes Ende.
- Die Vor-Projektphase schafft Transparenz durch Business Case und Risikopositionierung.
- In der Durchführung sind Zeit-, Kosten- und Ressourcenplanung sowie aktives Controlling entscheidend.
- Die Nach-Projektphase dient dem Erfahrungsaustausch und der Würdigung der Leistungen.
- Eine konstruktive Kommunikationskultur durchzieht alle Phasen als zentraler Erfolgsfaktor.

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Wie lässt sich ein Projekt erfolgreich in drei Phasen strukturieren und umsetzen?
Aufgrund der Globalisierung, der Transparenz, der regulatorischen Rahmenbedingungen und der praktisch unerschöpflichen Möglichkeiten nimmt die Komplexität von Projekten kontinuierlich zu. Das Projektmanagement wird deshalb zu einer immer grösseren Herausforderung und gleichzeitig hat sich auch das Rollenbild des Projektmanagers gewandelt. Der Projektmanager von heute muss mit der stetigen Dynamik der Veränderungen umgehen können, über ein hervorragendes Stakeholder-Management verfügen und sich bestens in den verschiedenen Projektphasen auskennen. Dies stellt insbesondere Recruiting Manager vor die schwierige Aufgabe, in Abstimmung mit den Bedürfnissen der Linienmanager und der jeweiligen Unternehmenskultur den idealen Projektmanager selektieren zu können.
Die notwendigen Kompetenzen, um ein Projekt erfolgreich realisieren zu können, bleiben immer die gleichen, unabhängig vom jeweiligen Tätigkeitsbereich wie Human Resources, Logistik, Kundenberatung etc. Jedes Projekt zeichnet sich durch folgende Elemente aus:
- Neuartige Themen und komplexe Fragestellungen.
- Ein eindeutig festgelegtes Ziel/Ergebnis bei Projektstart.
- Ein genau definiertes Projektende.
- Klar geregelte Übertragung von Verantwortung.
- Arbeiten in einem interdisziplinären Team.
- Die Einteilung von begrenzten Ressourcen.
Drei entscheidende Projektphasen
Ein professionelles Projektmanagement lässt sich in drei zentrale Projektphasen gliedern: die Vor-Projektphase, die Projektdurchführung und die Nach-Projektphase.
Schritt 1: Die Vor-Projektphase
In der Vor-Projektphase wird eine Bedarfsanalyse durchgeführt. Zudem wird der entsprechende Business Case erstellt, welcher anhand einer Kosten-Nutzen-Analyse sowie einer Risikopositionierung einerseits die nötige Transparenz schaffen und andererseits die Entscheidungsgrundlage für oder gegen ein entsprechendes Projekt ermöglichen soll. In dieser Vorphase muss ein Sponsor für die Budgetsicherstellung gefunden werden. In der Regel entscheidet ein Steuerungsausschuss, welcher auch später die Meilensteine der einzelnen Phasen überprüft, über den Start eines neuen Projekts.
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Schritt 2: Die Projektdurchführung
Nachdem die Projektbeauftragung erfolgt ist, beginnt die effektive Projektdurchführung. Hierbei wird zwischen Planung, Zuweisung, Durchführung und Abnahme unterschieden. In der Planung wird das Projekt inhaltlich und organisatorisch strukturiert. Durch die Definition von Arbeitspaketen und Projektmeilensteinen sowie durch Zeit-, Kosten- und Ressourcenplanung können die einzelnen Aufgaben den verschiedenen Rollen der Projektmitglieder zugewiesen werden. Dadurch wird der Fortschritt bei der Durchführung des Projekts mess- und überwachbar gemacht, da Soll-Ist-Vergleiche eine frühzeitige Erkennung von Fehlentwicklungen und Abweichungen ermöglichen. Lösungsorientierte Massnahmen, um das Projekt wieder auf Kurs zu bringen, können rechtzeitig eingebracht werden.
Das Projektcontrolling überwacht die Durchführung des Projekts und soll insbesondere sicherstellen, dass das zugesprochene Budget bis zum Projektabschluss ausreicht. Durch ein zeitnahes und detailliertes Projektcontrolling kann auch verhindert werden, dass projektfremde Aufwände das Budget wegschmelzen lassen.
Checkliste
- Bedarfsanalyse und Business Case mit Kosten-Nutzen-Analyse erstellt?
- Sponsor für die Budgetsicherung gefunden und Steuerungsausschuss benannt?
- Arbeitspakete, Meilensteine und Rollen klar definiert und zugewiesen?
- Zeit-, Kosten- und Ressourcenplanung detailliert ausgearbeitet?
- Soll-Ist-Vergleiche und Projektcontrolling für frühzeitige Abweichungserkennung etabliert?
- Regelmässige Teammeetings und Statusberichte zur Kommunikation im Team geplant?
- Intensive Kommunikation mit dem Auftraggeber und Zwischenabnahmen vereinbart?
- Lessons Learned und Best Practice Sharing nach Projektabschluss dokumentiert?
- Leistungen der Projektmitarbeiter in Zielvereinbarungen festgehalten?
Kommunikationskultur ist zentral. Insbesondere in der Durchführungsphase – wie auch in anderen Projektphasen – ist es von grösster Bedeutung, eine gute und konstruktive Kommunikationskultur zu pflegen. Innerhalb des Projektteams muss der Projektmanager ein Klima des Zusammenhalts und des Vertrauens schaffen, was voraussetzt, dass die dafür notwendige Sozialkompetenz vorhanden ist.
Sie können eine fliessende Kommunikation innerhalb des Projektteams über regelmässige Projektteammeetings und Statusberichte sicherstellen. Sie sollten darauf achten, dass sämtliche relevanten Teammitglieder daran teilnehmen und sich nicht etwa aufgrund von Überlastung abmelden. In dieser Phase der Durchführung müssen Sie auch besonders intensiv die Kommunikation mit dem Auftraggeber pflegen. Versuchen Sie ihn über den aktuellen Stand des Projekts zu informieren, indem Sie Zwischenabnahmen von Meilensteinen einplanen und ihm die nächsten Schritte des Projektverlaufs erklären. Sie können so Missverständnisse von Beginn weg auffangen oder rechtzeitig richtigstellen.
Schritt 3: Die Nach-Projektphase
Nachdem ein Projekt erfolgreich dem Business übergeben worden ist, muss der Nach-Projektphase die entsprechende Aufmerksamkeit geschenkt werden. In diese Phase geht es um die Nachbereitung und insbesondere um das Lernen aus Fehlern («Lessons Learned») sowie den Erfahrungsaustausch («Best Practice Sharing»). Ein erfahrener Projektmanager wird auch in dieser weniger spannenden Phase genügend Zeit investieren, um aus den Lessons Learned, dem Best Practice Sharing und der detaillierten Dokumentation das Fundament für nachfolgende Projekte zu bauen. Nehmen Sie sich die Zeit, Ihre Projektmitarbeiter zu würdigen und deren Leistungen in den jeweiligen Zielvereinbarungen festzuhalten, die gerade im Projektwesen aufgrund der Dynamik und des stetigen Zeitdrucks zu wenig berücksichtigt werden.
FAQ: Projektphasen
Warum ist die Vor-Projektphase für den Projekterfolg entscheidend?
In der Vor-Projektphase werden die Weichen gestellt: Durch die Bedarfsanalyse, den Business Case und die Risikopositionierung entsteht die notwendige Transparenz. Zudem wird ein Sponsor für das Budget gefunden und der Steuerungsausschuss entscheidet über den Start, was eine solide Entscheidungsgrundlage schafft.
Welche Rolle spielt das Projektcontrolling während der Durchführung?
Das Projektcontrolling überwacht die Umsetzung und stellt sicher, dass das Budget bis zum Abschluss ausreicht. Durch detaillierte Soll-Ist-Vergleiche werden Fehlentwicklungen früh erkannt, sodass lösungsorientierte Massnahmen rechtzeitig ergriffen werden können, um das Projekt wieder auf Kurs zu bringen.
Warum sollte die Nach-Projektphase nicht vernachlässigt werden?
Die Nach-Projektphase ist fundamental für das Lernen aus Fehlern (Lessons Learned) und den Erfahrungsaustausch (Best Practice Sharing). Sie bildet das Fundament für nachfolgende Projekte und bietet die Chance, die Leistungen der Mitarbeiter anzuerkennen, was oft aufgrund des Zeitdrucks zu kurz kommt.
Wie wichtig ist die Kommunikationskultur in den Projektphasen?
Die Kommunikationskultur ist in allen Phasen, besonders aber in der Durchführung, zentral. Der Projektmanager muss ein Klima des Vertrauens schaffen und durch regelmässige Meetings sowie intensive Abstimmung mit dem Auftraggeber Missverständnisse vermeiden und den Fortschritt transparent halten.