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KPI-Analyse: Kennzahlen richtig analysieren

KURZ ZUSAMMENGEFASST

Eine effektive Unternehmenssteuerung erfordert mehr als das reine Erfassen von Zahlen; sie verlangt nach einer konsistenten und regelmässigen Analyse ausgewählter Kennzahlen. Nur durch eine solide Datenbasis, die auf Stetigkeit und Vergleichbarkeit setzt, lassen sich Trends erkennen, Abweichungen deuten und fundierte Massnahmen ableiten. Wenige, aber gut verstandene KPIs liefern dabei mehr strategischen Wert als eine unübersichtliche Flut an Datenpunkten.

Die wichtigsten Punkte:

  • Eine solide, vollständige und zeitnahe Datenbasis ist die Voraussetzung für jede aussagekräftige Analyse.
  • Stetigkeit und Regelmässigkeit der Berechnung sind essenziell für die Vergleichbarkeit über Zeiträume hinweg.
  • Der Fokus sollte auf wenigen, strategisch relevanten KPIs liegen, um den «Zahlenjungle» zu vermeiden.
  • Der wahre Wert liegt in der Interpretation und der Ableitung konkreter Massnahmen, nicht im bloßen Zahlenvergleich.
  • Moderne BI-Tools unterstützen die Visualisierung und Automatisierung der Auswertung.
03.01.2026 Von: Isabelle Weber
KPI-Analyse

Wie führen Schweizer KMU eine aussagekräftige KPI-Analyse durch und welche Fehler sollten vermieden werden?

Ohne fundierte Daten bleibt die Unternehmenssteuerung ein Blick ins Ungewisse. Die gezielte KPI-Analyse von Kennzahlen schafft Klarheit, ermöglicht datenbasierte Entscheidungen und ersetzt subjektive Einschätzungen durch harte Fakten.

Kennzahlen bieten die Grundlage für wichtige Entscheidungen. Sie müssen somit nicht mittels Bauchgefühl getroffen werden, sondern basieren auf fundierten Daten. Damit eine Kennzahlenanalyse jedoch aussagekräftig ist, gilt es ein paar grundlegende Regeln zu beachten.

Eine solide Datenbasis bildet die Basis für die Berechnung von Grundlagen. Die Daten sollten vollständig sein und die Kennzahlen möglichst zeitnah berechnet werden. Es sollte immer dieselbe Struktur der Datengrundlage verwendet werden, damit dieselbe Kennzahlenberechnung nicht plötzlich anders ausfällt.

Zwei sehr wichtige Punkte in der Kennzahlenanalyse sind die Stetigkeit und die Regelmässigkeit. Warum? Berechne ich jeden Monat andere Kennzahlen, so ist die Vergleichbarkeit nicht gegeben, und es kann nicht das volle Potenzial aus der Analyse geschöpft werden.

Dasselbe gilt für unregelmässige Berechnungen der Kennzahlen. Trends und saisonale Schwankungen können nur bei regelmässiger Berechnung erkannt und gedeutet werden. Ist die Berechnung unregelmässig, wäre unsere Analyse nicht vollständig.

Weniger ist mehr! Ich empfehle daher, besser wenige KPIs auszuwerten, welche dann auch verstanden werden und woraus entsprechende Massnahmen abgeleitet werden können, als eine Unmenge an Zahlen aufzubereiten, bei denen man sich leicht im Zahlenjungle verliert.

Daher sollten vorgängig ein paar wichtige Kennzahlen, welche Aufschluss über den Geschäftsvorgang und die Zielerreichung der Unternehmung geben, definiert werden. Diese können regelmässig ausgewertet werden, um die finanzielle Gesundheit und Leistungsfähigkeit zu messen.

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