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Bestandsmanagement: So optimieren Sie Ihren Bestand

KURZ ZUSAMMENGEFASST

Effektives Bestandsmanagement balanciert die Spannung zwischen minimaler Kapitalbindung und maximaler Lieferfähigkeit aus. Durch die Analyse der Supply Chain und die Anwendung präziser Kennzahlen wie Lagerumschlaghäufigkeit und Sicherheitsbestand können Unternehmen ihre Liquidität signifikant verbessern. Die Optimierung erfordert eine klare Differenzierung zwischen Lager-, Melde- und Höchstbeständen sowie die Berücksichtigung interner und externer Einflussfaktoren.

Die wichtigsten Punkte:

  • Vorräte binden Kapital, sind aber essenziell für die Lieferbereitschaft.
  • Unterscheidung von Bestandsarten (Lager, Sicherheit, Melde, Höchst) ist zwingend.
  • Kennzahlen wie Lagerumschlaghäufigkeit und Lieferservicegrad steuern die Effizienz.
  • Interne Faktoren wie Stammdatenqualität und externe Marktschwankungen beeinflussen die Bestandshöhe.
  • Eine präzise Berechnung des Sicherheitsbestands verhindert Produktionsausfälle ohne Überbestände.
27.01.2026 Von: Prof. Dr. Thomas Rautenstrauch
Bestandsmanagement

Wie können Schweizer KMU ihre Bestände optimieren, um Kapital freizusetzen und gleichzeitig die Lieferfähigkeit zu garantieren?

Vorräte binden Kapital, sichern jedoch gleichzeitig die Lieferfähigkeit eines Unternehmens. Ein effektives Bestandsmanagement ist daher entscheidend, um die Liquidität zu schonen und die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. In diesem Beitrag lesen Sie, wie Sie mit den richtigen Massnahmen Ihre Vorräte nachhaltig optimieren können!

Warum ist ein Bestandsmanagement notwendig? 

Vorräte sind in produzierenden Unternehmen und in Handelsunternehmen ein Wesenselement der Geschäftstätigkeit. Bestandsmanagement ist dabei essenziell, da Vorratsbestände eine Herausforderung für das Management darstellen, weil durch sie Kapital des Unternehmens gebunden wird. Deshalb besteht aus Sicht der Lagerwirtschaft grundsätzlich ein Interesse an minimalen Beständen. Ein Spannungsfeld kann sich jedoch zwischen Lager- und Vertriebsinteressen eines Unternehmens bezogen auf Fertigfabrikate und Handelswaren ergeben, weil aus der Vertriebssicht die jederzeitige Lieferfähigkeit gegenüber der Kapitalbindung prioritär ist.

Um die Bestände im Unternehmen zu optimieren, ist es wichtig, die gesamte Versorgungskette (Supply Chain) zu betrachten. Würde es einen perfekten Markt oder eine perfekte Produktion geben, wären Vorräte nicht notwendig. Theoretisch könnten alle Prozesse optimiert werden, sodass eine Just-in-time-Belieferung in Fertigungsunternehmen möglich wäre. Da es aber weder die perfekte Produktion noch den perfekten Markt gibt, ist ein Unternehmen auf Bestände angewiesen.

Um die Profitabilität und die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens zu erhalten, ist die Bestandsoptimierung ein wesentlicher Faktor zum Erfolg.

Kategorien von Vorräte und Bestandsarten

Je nach Art der Unternehmen lassen sich die Vorräte unterschiedlich aufteilen. In einem klassischen Produktionsunternehmen teilen sich die Vorratstypen in die folgenden Kategorien auf:

  • Rohmaterial
  • halb- und unfertige Ware (Material in Progress)
  • Hilfs- und Betriebsstoffe
  • Fertigwaren und Handelswaren

Jede einzelne dieser Vorratskategorien hat einen wesentlichen Einfluss auf das Nettoumlaufvermögen (Working Capital), weshalb das Bemühen um eine möglichst genaue Bestandsplanung und -prognose einen massgeblichen Einfluss auf die Kapitalbindung und damit auf die Liquidität eines Unternehmens nimmt.

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