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Rentabilität: So können Sie die Wirtschaftlichkeit beurteilen

Um die Rentabilität eines Vorhabens zu beurteilen, kann eine Wirtschaftlichkeitsrechnung gemacht werden. Wirtschaftlichkeitsrechnung ist der Oberbegriff für Rechenverfahren, welche die voraussichtlichen finanziellen Auswirkungen einer geplanten Massnahme oder in Aussicht gestellten Verhaltensweise im Voraus zu ermitteln versuchen. Erfahren Sie nachfolgend, welche Methoden es hier gibt und wie diese angewendet werden.

04.08.2021 Von: Dr. Lukas Rieder
Rentabilität

Begriffliche Abrgrenzung von Wirtschaftlichkeitsrechnungen

Verfahrensvergleiche eignen sich nur für investitionslose oder investitionsarme Massnahmen. Sie werden als Kostenvergleiche durchgeführt. Dies bedeutet, dass man Verhaltensweisen oder Massnahmen miteinander vergleicht, die weder den Ertrag beeinflussen, noch mit Investitionen verbunden sind. (Verfahrensvergleiche, Make or Buy- Entscheidungen, etc.). Zu beachten ist, dass man bei solchen Kostenvergleichen nur die relevanten Kosten der verschiedenen Varianten berücksichtigen muss. Unter relevanten Kosten versteht man diejenigen Kosten, die sich durch den Entscheid für die eine oder andere Variante verändern. Verfahrensvergleiche beziehen sich üblicherweise auf den Zeithorizont von einem Jahr. Deshalb werden bei ihrer Berechnung die Zinskosten nicht berücksichtigt und anstelle eventueller Investitionsbeträge die sich aus ihnen ergebenden Abschreibungen angesetzt.

Eine Übersicht zu Wirtschaftlichkeitsrechnungen finden Sie hier

Die eigentliche Investitionsrechnung ist eine konsequente Geldflussrechnung. Sie berücksichtigt nur Positionen, die durch den Investitionsentscheid zu Geldausgaben oder veränderten Geldeinnahmen (zeitlich verzögert) führen werden. Sie trägt in ihren ausgebauten Formen dem Zeitwert von Geld Rechnung, das heisst, dass sie in ihren Kalkülen berücksichtigt, dass heute ausgegebenes Geld aus heutiger Sicht wertvoller ist als solches, das erst in fernerer Zukunft ausgegeben werden muss. Da Investitionsrechnungen immer auf geplanten oder erwarteten Grössen und Werten basieren müssen, ist die Datenbasis für die Entscheidungsvorbereitung oft unvollständig. Deshalb wurden in der Praxis verschiedene Verfahren entwickelt, welche für einfache Überschlagsrechnungen bis hin zur Bewertung eines gesamten Unternehmens fallgerecht angewendet werden sollten.

Die Investitionsrechnungsverfahren werden üblicherweise in die 2 Hauptgruppen „statische“ und „dynamische“ Verfahren gegliedert:

Die statischen Verfahren sind dadurch gekennzeichnet, dass sie die Unterschiede des zeitlichen Anfalls der jeweiligen Ausgaben- und Nutzen-Beträge nicht berücksichtigen und damit auf ein Ab- und Aufzinsen verzichten. Den Rechnungen liegt auch in der Regel lediglich eine einzelne Periode (Jahr) zugrunde, da für alle Perioden die gleichen Werte angenommen werden (einmalige Investition, gleichbleibender Jahresnutzen). Man begnügt sich dann mit Durchschnittswerten für die gesamte Investitionsdauer. Es handelt sich somit um relativ einfache Rechnungen, welche sich meist direkt aus Daten des betrieblichen Rechnungswesens ableiten lassen. Sie finden aber – gerade wegen ihrer Einfachheit und Übersichtlichkeit – in der Praxis häufig Anwendung.

Die dynamischen Verfahren zeichnen sich gegenüber den statischen Verfahren dadurch aus, dass sie die zu unterschiedlichen Zeitpunkten in unterschiedlicher Höhe anfallenden Zahlungsströme während der gesamten Nutzungsdauer abzubilden vermögen. Die Vergleichbarkeit der verschiedenen Einzahlungs- und Auszahlungsströme wird dadurch erreicht, dass diese auf einen bestimmten Zeitpunkt abgezinst werden.

Übersicht zur Methoden der Investitionsrechnung hier.

Einige bedeutende Verfahren der Investitionsrechnung

Kostenvergleich

Bei der Kostenvergleichsrechnung werden die Kosten von zwei oder mehreren Investitionsobjekten ermittelt und einander gegenübergestellt. Es wird meistens ein Vergleich der in einer Periode (in der Regel 1 Jahr) anfallenden Kosten inklusive der kalkulatorischen Abschreibungen und Zinsen durchgeführt. Dabei kann es sich um einen Vergleich zwischen einer alten, zu ersetzenden Anlage, und einer oder mehreren alternativen Anlagen handeln. Gewählt wird diejenige Investition, bei welcher die jährlichen Durchschnittskosten am geringsten sind.

Dabei kann mit den Kosten pro Rechnungsperiode oder den Kosten pro Leistungseinheit gerechnet werden. Wenn Kapazitätsunterschiede und dementsprechende unterschiedliche jährliche Produktionsmengen der zu vergleichenden Alternativen eine Rolle spielen, sollte man die Kosten der Leistungseinheit als Entscheidungsgrundlage nehmen.

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