Performance Measurement: Unternehmenssteuerung mit SLP
Inhalt
KURZ ZUSAMMENGEFASST
Ein modernes Performance Measurement System (PMS) geht über traditionelle Finanzkennzahlen hinaus, indem es Ressourcen vorsteuernd, handlungsorientiert und funktionsübergreifend ausrichtet. Durch die Erstellung von Standardleistungsprofilen (SLP) erfassen Unternehmen ihre erbrachten Leistungen inklusive Kosten und Ressourcen, was die Planung fixkostenintensiver Bereiche effizient macht. Diese Profile bilden die Grundlage für eine strategische Überprüfung, operative Effektivität und Mengenplanung, um nachhaltige Verbesserungen im Performance Reporting zu erzielen.
Die wichtigsten Punkte:
- PMS ersetzt rein finanzorientierte Kennzahlen durch mehrdimensionale, strategische Ausrichtung.
- Standardleistungsprofile (SLP) decken etwa 80 % der Leistungen ab und enthalten Kosten- und Ressourcenangaben.
- Die Planung erfolgt in drei Schritten: strategische Überprüfung, Benchmarking und Mengenplanung.
- Budgets werden nur noch für strategische Projekte und aktivitätsinduzierte SLP gewährt.
- Performance-Cockpits vermeiden eine eindimensionale Aggregation und ermöglichen eine ganzheitliche Analyse.

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Wie können Unternehmen mit Standardleistungsprofilen und Performance Measurement ihre Steuerung effizienter gestalten?
Performance Measurement System – Entwicklung
Ein Performance Measurement System geht in ihrer Charakteristik und Zielsetzung über die herkömmlichen Kennzahlensysteme hinaus, die im Kern nur eine Orientierungsfunktion für das Management bewerkstelligen wollten. Gleichzeitig ist die individuelle Ausprägung von PMS sehr unternehmensindividuell. Eine Beschreibung von PMS kann entlang folgender Kriterien erfolgen:
| Performance-Kennzahlen bisher | Performance-Kennzahlen heute |
|---|---|
| Überwiegend Finanzkennzahlen | Mehrdimensional |
| nachsteuernd | vorsteuernd |
| Kontrollfokus und berichtsorientiert | Ausrichtung der Ressourcen, werteorientiert |
| Formalzielorientiert | Handlungsorientiert |
| Erfolgsorientiert | Strategieumsetzung |
| Nach Funktionsbereichen | Funktionsübergreifend |
| Inputorientiert (Kosten) | Outputorientiert (Leistung) |
Performance Planning
Um fixkostenintensive Serviceunternehmen oder -funktionen effizient zu planen, benötigt man ein System, das die wesentlichen Daten zu den erbrachten Leistungen erfasst und organisiert. Dabei geht es darum, sogenannte Leistungsprofile zu erstellen. Diese Leistungsprofile enthalten alle wichtigen Informationen, wie beteiligte Abteilungen, die Art der Leistung, den Einsatz von Personal und Materialien sowie qualitative Aspekte der Arbeit. Diese Leistungsprofile werden als „Standardleistungsprofile“ (SLP) bezeichnet. Sie unterscheiden sich von Service Level Agreements, da sie auch Angaben zu Kosten und Ressourcen enthalten.
Man erstellt nur so viele SLP, wie nötig sind, um den Großteil (etwa 80 %) der Leistungen abzudecken – das spart Zeit und Ressourcen. In Krankenhäusern werden solche Profile beispielsweise „Clinical Pathways“ genannt. In projektbasierten Unternehmen können SLP für typische Projekte genutzt werden, um die Planung und Angebotskalkulation zu erleichtern.
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