Debitoren und Kreditoren: Diese Punkte sind für die Buchhaltung zentral

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Was sind Debitoren und Kreditoren?
Debitoren sind Forderungen, beispielsweise gegenüber Kunden, die aus Lieferungen und Leistungen Ihres Unternehmens entstehen. Der Debitor ist also ein Schuldner, in der Regel also der Kunde, welcher offene Rechnungen zu begleichen hat. In der Finanzbuchhaltung werden diese Guthaben über das Bilanzkonto Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als Sammelkonto verbucht.
Kreditoren sind Schulden gegenüber Lieferanten Ihres Unternehmens, welche aus Lieferungen und Leistungen an Ihr Unternehmen entstehen. In der Finanzbuchhaltung werden diese Schulden als kurzfristige Verbindlichkeiten auf dem Sammelkonto Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen geführt.
In der Summe zeigen die Debitoren Ihnen auf, wie viel Geld Ihnen Ihre Kunden noch schulden. Demgegenüber stehen die Kreditoren, welche aufzeigen, wie viel Sie Ihren Lieferanten aus Lieferungen und Leistungen schulden. Per Saldo resultiert ein theoretischer Geldab- oder -zufluss zu einem bestimmten Zeitpunkt. Zu jedem Jahresabschluss gehört auch eine Aufstellung der offenen Posten der Debitoren und Kreditoren.
Offene-Posten-Buchhaltung
Grundsätzlich kann sowohl die Debitoren- als auch die Kreditorenbuchhaltung nach dem Prinzip der Offene-Posten-Buchhaltung oder aber mittels Führung der Hilfsbuchhaltungen Debitoren und Kreditoren geführt werden.
Bei kleineren Betrieben kann die Führung der Offene-Posten-Buchhaltung durchaus Sinn ergeben. In solchen Betrieben ist die Anzahl Kunden- und Lieferantenbelege meist überschaubar, und diese können direkt bei der Bezahlung in der Finanzbuchhaltung verbucht werden. In solchen Fällen werden die Kundenrechnungen entweder in einem separaten Auftragsbearbeitungsprogramm oder von Hand (Word, Excel oder Ähnliches) erstellt. Die Kreditorenrechnungen werden in der Regel gesammelt und mit einem Sammelauftrag bezahlt. Die entsprechenden Verbuchungen erfolgen dann beim Zahlungseingang (Debitoren) oder beim Zahlungsausgang (Kreditoren), was meistens monatlich bei der Verbuchung der Bankbelege erfolgen wird. Bei diesem System sind grösstenteils die heute vielfältig bestehenden automatischen Prozesse wie automatische Verbuchung der Zahlungseingänge oder die automatische Erkennung des Kreditors mittels Codierzeile nicht nutzbar.
Die Debitorenbuchhaltung
Die Debitorenbuchhaltung ist ein wesentliches Element in der Finanzbuchhaltung im Unternehmensalltag. Sie befasst sich mit der Verbuchung von Forderungen sowie Gutschriften, die sich aus Verkäufen und Leistungserbringung ergeben. Als Teilgebiet der Finanzbuchhaltung erfasst die Debitorenbuchhaltung sämtliche kundenbezogenen Transaktionen. Damit werden also die Forderungen verwaltet, die Sie gegenüber Ihren Kunden haben. Dazu gehören auch die Fälligkeitsüberwachung bezüglich offener Posten sowie die Prüfung des Zahlungseingangs. Im Falle säumiger Kunden kümmert sich die Debitorenbuchhaltung auch um das Mahnwesen beziehungsweise Inkasso-Aufgaben. Dabei ist auch die Einschätzung sowie Prüfung der Bonität oder des Debitorenrisikos eine zentrale Aufgabe. Die juristische Grundlage der Debitorenbuchhaltung für Unternehmen in der Schweiz ist das Obligationenrecht (OR).
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