Erfolgreiche Kundengespräche: 5 Tipps für kaufwirksame Informationen

KURZ ZUSAMMENGEFASST

Der Schlüssel zum Verkaufserfolg liegt nicht in der Masse der angebotenen Informationen, sondern in deren gezieltem Einsatz. Verkäufer müssen relevante Fakten aus dem Kundenprofil ableiten, diese an die Kommunikationspräferenzen des Gegenübers anpassen und durch abwechslungsreiche Präsentationsformen sowie strukturierte Pläne greifbar machen. Nur so wandeln sich reine Daten in echte Kaufimpulse um.

Die wichtigsten Punkte:

  • Informationen müssen basierend auf dem Kundenprofil und der Kaufhistorie ausgewählt werden.
  • Die Präsentation muss an das Denkmuster des Kunden (z. B. auditiv, visuell) angepasst sein.
  • Monotone Aufzählungen von Angeboten vermeiden; stattdessen Geschichten und Grafiken nutzen.
  • Ein strukturierter Aktions-Verkaufs-Plan sichert die Vollständigkeit und Effizienz des Gesprächs.
  • Produktangebote sollten zu attraktiven Paketen gebündelt werden.
15.09.2025 Von: Brigitte Miller
Erfolgreiche Kundengespräche

Wie können Verkäufer durch kaufwirksame Informationen den Umsatz im Kundengespräch maximieren?

Ihr Job: Produkte, Angebote, Aktionen und Neuheiten erfolgreich verkaufen – und zwar Monat für Monat. Setzen Sie dafür auf kaufwirksame Informationen im Kundengespräch.

Verkaufsschwerpunkte: Fluch und Segen

Monat für Monat dürfen Sie als Verkäufer den Kunden mit Produkt-Angeboten und Aktionen zum Kaufen verführen. Ein Segen. Denn durch die neuen Verkaufsschwerpunkte bieten sich gute Gründe für ein Besuch beim Stammkunden. Aber auch ein Fluch. Sie müssen sich ja mit diesen Aktionen selbst anfreunden – um das Angebot erfolgreich verkaufen zu können:

  • Inhaltlich. Welche Daten und Fakten sind für den Kunden relevant?
  • Emotional. Welche Gefühle löst das Produkt(-Angebot) bei Ihnen selbst aus? Wie generieren Sie beim Kunden Begeisterung fürs Kaufen?
  • Verkaufsstrategisch. Wie bieten Sie das Produkt, die Neuheiten oder Aktionen an? Welche Schwerpunkte setzen Sie beim Verkaufen? Wie erhöhen Sie die Kaufwahrscheinlichkeit und somit Ihren Verkaufserfolg?

Jede Frage bietet erste Impulse für die Vorbereitung des Verkaufsgespräches. Lenken Sie jedoch Ihren Fokus auf einen weiteren wichtigen Faktor im Kundengespräch: Den Faktor «verkaufswirksame Informationen». Analysieren Sie mit den folgenden Tipps diesen Faktor.

Tipp 1: Kundenorientiert auswählen

Informationen sind das A und O im Kundengespräch. Obwohl Sie jede Information zu Recht als verkaufswirksam einstufen, wird Ihr Kunde diese Bewertung kaum (oder sehr selten) mit Ihnen teilen. Deshalb erzielen Sie mit den jeweiligen Informationen unterschiedliche Verkaufsimpulse beim Kunden.

Mit diesem Wissen rückt eine Frage in das Zentrum Ihrer Aufmerksamkeit: Welche Informationen sind denn für den Kunden verkaufswirksam? Stellen Sie jetzt keine Vermutungen an. Dank Ihrer vielen Kundenbesuche haben Sie sich längst ein Bild des Kunden gemacht. Ziehen Sie Ihre Aufzeichnungen zu Rate. Eruieren Sie mit Hilfe Ihres Kundenprofils die Informationen, die für den Kunden wirklich relevant sind. Fragen Sie sich:

  • Welche Produkte hat der Kunde in der Vergangenheit erworben?
  • Welche Kundenbedürfnisse deckten diese Produkte?
  • Welche Wünsche und/oder Probleme spricht der Kunde in den Kundengesprächen an?
  • Welche dieser Wünsche können durch welches Angebot erfüllt werden?
  • Welche/s Problem/e können durch welche Neuheiten auf welche Art gelöst werden?
  • Welche Vorteile hat der Kunde kurz-, mittel- und langfristig, wenn er das Angebot erwirbt?

Tipp 2: Kommunikationspräferenzen beachten

Sie haben die verkaufswirksamen Informationen herausgefiltert. Machen Sie die Informationen für den Kunden greifbar: Mit

  • einer Argumentationskette, die das für den Kunden Wesentliche hervorhebt.
  • einer Präsentation.
  • Darstellungen, Grafiken und Probewaren.
  • einer Sprache, die das Denkmuster des Kunden anspricht. Bevorzugt Ihr Kunde beispielsweise das auditive Denkmuster liebt er Details und einen logischen Aufbau.

Tipp 3: Abwechslung in die Präsentation bringen

Präsentationen von Aktionen und/oder Angeboten stellen eine besondere Herausforderung an das Verkaufsgespräch. Schliesslich sind es meist mehrere Neuheiten, die dem Kunden innerhalb eines Gespräches vorgestellt werden müssen. Schnell schleicht sich deshalb eine Gewohnheit im Kundengespräch ein. Nach dem Small Talk fragt der Kunde «Was gibt es Neues?» – und der Verkäufer rattert nacheinander die Angebote herunter. Kaum verwunderlich, dass beim Kunden keine Kauflust entsteht.

Durchbrechen Sie dieses Ritual. Sorgen Sie für Abwechslung. Zeigen Sie Grafiken. Erzählen Sie eine Geschichte. Würzen Sie die Informationen mit Testimonials. Gestalten Sie jede einzelne Vorstellung eines Angebotes ein wenig anders. Ihr Kunde wird Ihnen so bis zum Schluss zuhören – und die Wahrscheinlichkeit eines Verkaufs erhöht sich.

Checkliste

  • Kundenprofil und historische Kaufdaten für den spezifischen Kunden analysieren.
  • Relevante Wünsche und Probleme des Kunden identifizieren, die durch aktuelle Angebote lösbar sind.
  • Langfristige Vorteile der Angebote für den Kunden klar definieren.
  • Passende Argumentationskette und visuelle Hilfsmittel (Grafiken, Probewaren) vorbereiten.
  • Sprache und Denkmuster des Kunden (z. B. logisch vs. emotional) berücksichtigen.
  • Abwechslungsreiche Präsentationsformen planen, um Gewohnheitseffekte zu durchbrechen.
  • Aktions-Verkaufs-Plan mit Platz für Präsentationsstatus und Kundenreaktion erstellen.
  • Mögliche Produktkombinationen zu Paketen mit Zusatznutzen überlegen.
  • Zeitmanagement festlegen, um dem Kunden Raum für Äusserungen zu geben.
  • Eigene emotionale Haltung zum Produkt reflektieren, um Begeisterung zu übertragen.

Tipp 4: Mit einem Aktions-Verkaufs-Plan punkten

Die Zeit ist knapp – gerade in Kundengesprächen. Sollen viele Angebote präsentiert werden, entsteht oftmals ein Wettlauf mit der Zeit. Mit der Folge: Sie reden schneller und geben dem Kunden weniger Raum sich zu äussern. Tappen Sie nicht länger in diese Falle. Erstellen Sie sich einen Aktions-Verkaufs-Plan, den Sie mit ins Verkaufsgespräch nehmen – siehe Beispiel:

 

Gesrpäch am:Mit:
Aktion 1:Präsentiert: Ja/NeinGekauft: Ja/NeinKunden-Reaktion:
Aktion 2:Präsentiert: Ja/NeinGekauft: Ja/NeinKunden-Reaktion:
Aktion 3:Präsentiert: Ja/NeinGekauft: Ja/NeinKunden-Reaktion:
Aktion 4:Präsentiert: Ja/NeinGekauft: Ja/NeinKunden-Reaktion:

So geht keine Aktion vergessen. Und sollte die Zeit knapp werden, vertagen Sie die Präsentation der jeweiligen Aktion aufs nächste Mal.

Tipp 5: Angebote zu Paketen schnüren

Überlegen Sie bei Ihrer Vorbereitung, welche Produkt-Angebote Sie in einem Paket zusammenfassen können. Vergrössern Sie auf diese Weise die Attraktivität der Aktion. Heben Sie die Vorteile des Paketes hervor.

FAQ: Erfolgreiche Kundengespräche

Wie erkenne ich, welche Informationen für einen Kunden wirklich verkaufswirksam sind?

Verlassen Sie sich nicht auf Vermutungen, sondern analysieren Sie die Kaufhistorie und die im Gespräch geäusserten Wünsche des Kunden. Fragen Sie sich, welche Probleme der Kunde hat und welche Vorteile er kurz-, mittel- und langfristig aus einem Kauf zieht.

Was tun, wenn mir die Zeit im Kundengespräch ausgeht?

Nutzen Sie einen Aktions-Verkaufs-Plan, um den Überblick zu behalten. Wenn die Zeit knapp wird, vertagen Sie die Präsentation weniger prioritärer Aktionen auf das nächste Mal, statt in Eile zu reden und dem Kunden keine Redezeit zu lassen.

Wie vermeide ich, dass Kunden bei vielen Angeboten die Lust am Kaufen verlieren?

Durchbrechen Sie das Ritual des sturen Aufzählens. Sorgen Sie für Abwechslung durch Grafiken, das Erzählen von Geschichten, den Einsatz von Testimonials und unterschiedliche Präsentationsstile für jedes Angebot.

Warum ist die Bündelung von Angeboten in Paketen vorteilhaft?

Die Zusammenfassung mehrerer Angebote zu einem Paket vergrössert die Attraktivität der Aktion. Es hebt die Vorteile des Gesamtpakets hervor und vereinfacht die Kaufentscheidung für den Kunden.

Wie kann ich sicherstellen, dass meine Präsentation beim Kunden ankommt?

Achten Sie auf die Kommunikationspräferenzen des Kunden. Wenn er Details und Logik bevorzugt, nutzen Sie eine strukturierte Argumentationskette. Wenn er visuell denkt, setzen Sie auf Grafiken und Darstellungen.

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