Formulierungen in Stelleninseraten, Absagebriefen & Co.: Schreib-Knigge für HR-Leute
KURZ ZUSAMMENGEFASST
Ein professioneller schriftlicher Auftritt im HR-Bereich lebt von klaren, aktiven und positiven Formulierungen. Statt veralteter Floskeln und Nominalstil setzen Sie auf Verben, den direkten Sie-Stil und eine gendergerechte Ansprache, um Missverständnisse zu vermeiden und Sympathie zu wecken.
Die wichtigsten Punkte:
- Verwenden Sie aktive Verben statt schwerer Nominalkonstruktionen für bessere Lesbarkeit.
- Formulieren Sie gendergerecht und vermeiden Sie unschöne Kurzformen wie «Bewerber/-in».
- Ersetzen Sie veraltete Floskeln durch moderne, direkte Sprache.
- Schreiben Sie im Sie-Stil, um den Empfänger in den Mittelpunkt zu stellen.

Passende Arbeitshilfen
Wie formuliere ich Stelleninserate und HR-Korrespondenz klar, modern und gendergerecht?
Die richtigen Formulierungen in Stelleninseraten, Absagebriefen & Co.
Als HR-Fachperson schreiben Sie täglich. Sie verfassen Formulierungen in Stelleninseraten, Absagebriefen & Co oder bestätigen einen Vorstellungstermin per E-Mail. Dazu benötigen Sie nicht nur viel Fachwissen. Auch ein guter Schreibstil ist hier gefragt. Diese sieben Schreib-Tipps sind der Schlüssel zu einem gelungenen schriftlichen Auftritt.
1. Verben statt Nomen verwenden
Verben machen einen Text leicht verständlich. Sie wirken ansprechender und lebendiger als Nomen. Schreiben Sie daher nicht «Interesse zeigen», sondern verwenden Sie besser das Verb «interessieren».
Beispiel I
- Schwer verständlich: Zu Ihren Aufgaben zählen die Unterstützung der Sekretariatsleiterin, die Erstellung von Statistiken und die Verwaltung des Büromaterials.
- Leicht verständlich: Sie unterstützen die Sekretariatsleiterin, erstellen Statistiken und verwalten das Büromaterial.
Beispiel II
- Schwer verständlich: Hiermit bestätigen wir Ihnen gerne den Erhalt Ihrer Bewerbung.
- Leicht verständlich: Ihre Bewerbung haben wir erhalten – vielen Dank.
2. Mann und Frau unterscheiden
Die Gleichstellung von Mann und Frau gehört besonders im HR zum guten Ton. Unterscheiden Sie am besten gendergerecht zwischen «der Mitarbeiterin» und «dem Mitarbeiter» bzw. «den Teilnehmerinnen» und «den Teilnehmern». Wollen Sie gemischte Personengruppen ansprechen, kann ein Komma den Lesefluss erleichtern:
Beispiel
Der Mitarbeiter, die Mitarbeiterin kann sich bei Fragen zur Lohnabrechnung direkt an Frau Muster wenden.
- Variante 1: Die Mitarbeitenden können sich bei Fragen zur Lohnabrechnung direkt an Frau Muster wenden.
- Variante 2: Wer Fragen zur Lohnabrechnung hat, kann sich direkt an Frau Muster wenden.
Kurzformen wie «Bewerber/-in» und «BewerberIn» sind typografisch unschön. Daher sollten Sie sie nur ausnahmsweise oder bei Platzmangel verwenden.
Jetzt Member werden und weiterlesen:
- Unlimitierter Zugriff auf alle 1300 Arbeitshilfen
- Alle kostenpflichtigen Beiträge auf weka.ch frei
- Zugriff auf alle Videos
- Täglich aktualisiert
- Wöchentlich neue Inhalte und Arbeitshilfen
- Exklusive Spezialangebote
- News- & Update-Services
- Seminargutscheine