17.04.2018

Six-Step-Reframing: Konflikte im Team meistern

Konflikte blockieren. Konflikte spalten. Konflikte demotivieren. Doch Konflikte im Team eröffnen auch neue Chancen – für den Verkauf, den Umsatz, die Zukunft. Entscheidend dafür ist der Perspektivenwechsel. Erschliessen Sie sich mit dem Six-Step-Reframing die positiven Absichten aller Teammitglieder – und Lösungen werden greifbar.

Von: Brigitte Miller   Drucken Teilen   Kommentieren  

Brigitte Miller

Brigitte Miller ist freie Autorin und Journalistin. Seit 1990 schreibt sie für namhafte Verlage und Online-Portale im In- und Ausland zu den Themenbereichen Management, Mitarbeiterführung, Zeitmanagement, Kreativität und Selbstmanagement. In ihre Beiträge lässt sie nicht nur die vielen Tipps und Erfahrungen fliessen, die sie durch Gespräche und Interviews erhält, sondern auch persönliche Erkenntnisse, die ihr der Berufsalltag beschert.

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Six-Step-Reframing

Sich Konflikten stellen – stets und überall mit dem Six-Step-Reframing

Spannungen am Arbeitsplatz. Streitereien. Auseinandersetzungen. Killerphrasen im Meeting. Konflikte im Team haben viele Gesichter. Obwohl es manches Mal nur eine Kleinigkeit ist - wie beispielsweise ein kritischer Beitrag in der Besprechung -, der einen Konflikt auslöst, sollte stets aktiv gehandelt werden. Denn das Herunterspielen, gar Ignorieren eines aufflammenden Konfliktes führt nur dazu, dass sich dieser verhärtet. Und dies kann sich kein Team leisten, am wenigsten das Vertriebsteam.

Die Scheu sich Konflikten zu stellen, ist gross. Ursachen für diese Zurückhaltung gibt es viele. Vielleicht fehlt die Zeit. Vielleicht wird befürchtet mit einem Eingreifen, die Fronten zu verhärten. Vielleicht fehlt auch einfach das notwendige Know-How, um einen Konflikt, wie gross oder klein dieser sein mag, aufzulösen.

Doch bei Auseinandersetzungen aktiv zu werden, gelingt einfacher, als angenommen wird. Das Six-Step-Reframing ist eine Methode, die überall von jedem durchgeführt werden kann. Denn diese Methode verfolgt ein Ziel: Die positive Absicht zu erkennen – und zwar von jedem Teammitglied, das am Konflikt beteiligt ist.

Statt sich also auf das scheinbar Negative und Blockierende des Wortwechsels zu konzentrieren, wird die positive Intention fokussiert. Ein Perspektivenwechsel wird dadurch eingeleitet, der nicht allein viele Lösungen offenbart, sondern auch Chancen für das gesamte Vertriebsteam eröffnet.

Das Six-Step-Reframing im Einsatz

Ein gezielter Perspektivenwechsel entschärft nicht allein Konflikte, sondern verschafft auch neue Informationen, die das Vertriebsteam nutzen kann. Leiten Sie den Perspektivenwechsel durch die Umdeutung – das Reframing – des Sachverhaltes ein. Die folgenden sechs Schritte zeigen, wie es gelingt.

Tipp: Kopieren Sie das Tool „Tabelle: Six-Step-Reframing“. Händigen Sie jedem Teammitarbeiter eine Kopie aus, damit dieser die einzelnen Schritte auch eigenständig bearbeiten kann.

Schritt 1: Identifizieren des Konfliktes

Bitten Sie die Teammitglieder, den Auslöser des Konfliktes zu benennen. Vielleicht ist es die kritische Aussage eines Kollegen. Vielleicht die ständigen Killerphrasen eines Teammitgliedes. Vielleicht ein Vorschlag, der mit „Oh je“-Aussagen kommentiert wird.

Schritt 2: Positive Absicht wahrnehmen

Leiten Sie das Team an, das aktuelle Verhalten – beispielsweise die aggressiven Äusserungen – von der positiven Absicht, die in dem Verhalten verborgen ist, zu trennen. Als Basis nehmen Sie den Konflikt-Auslöser positiv auf „Gut, dass Sie dies gesagt haben“ oder „Danke für Ihren Einwand“. Stellen Sie schliesslich Fragen…

… an den einzelnen Teammitarbeiter, der den Konflikt auslöste:

  • Auf was möchten Sie mit Ihrem Einwand hinweisen?
  • Welche positive Absicht verfolgen Sie?
  • Was möchten Sie mit Ihrer kritischen Aussage bezwecken?
  • Was liegt Ihnen am Herzen?
  • Welche Beweggründe haben Sie für Ihr Verhalten und/oder Ihre Aussage?

… ans Team, um die positive Absicht von allen für alle zu erschliessen:

  • Was ist an der Killerphrase gut?
  • Welche positive Absicht lässt sich an dem Verhalten des Kollegen und Ihrem eigenen erkennen?
  • Wofür ist die Kritik nützlich?
  • Wofür dient der Vorschlag dem Team?

Schritt 3: Kreativen Zustand im Team aktivieren

Das Aufdecken der positiven Absicht setzt meist schon erste Aha-Effekte im Team frei. Verstärken Sie diese. Bauen Sie im Team einen kreativen Zustand auf. Lassen Sie das Team wesentliche Stichworte auswählen, die die positive Absicht ausdrücken. Starten Sie ein kreatives „Warm-Up“ – beispielsweise durch freies Assoziieren.

Schritt 4: Alternativen entwickeln

Setzen Sie eine Kreativitätstechnik ein, mit der alle gut vertraut sind. Ob Brainstorming oder Brainwriting, ob Mind-Mapping oder morphologische Matrix – das kreative Ziel lautet: Alternativen zu entdecken und zu entwickeln, die die gleiche positive Absicht verfolgt.  

Schritt 5: Bewerten, auswählen und sich entscheiden

Nachdem alle Alternativen notiert wurden, darf das Team jede einzelne Option bewerten. Diskutieren Sie gemeinsam, das Für und Wider einzelner Ideen. Wählen Sie den Vorschlag aus, der im Team die grösste Akzeptanz und Zustimmung erhält – und der für alle, die positive Absicht auch widerspiegelt.

Schritt 6: Realisieren – und den Konflikt auflösen

Bitten Sie das Team, Realisierungsschritte zu benennen. Wer macht was wie und wann? Welches Verhalten soll ab heute im Team gelten? Welche neue Team-Spielregel wird definiert? Wie kann jedes Teammitglied kontrollieren, dass die positive Absicht umgesetzt und erreicht wird?  

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