15.02.2017

Führungsverhalten: Gibt es Führungs-Gene?

Bei der Führung ist es wie beim Klavierspielen oder beim Singen: Es gibt Naturtalente. Doch mit entsprechender Übung kann es auch ein weniger begabter Mensch ziemlich weit bringen. Erfahren Sie in diesem Beitrag mehr zum Thema Führungsverhalten.

Von: Marianne Grobner   Drucken Teilen   Kommentieren  

Dr. Marianne Grobner

Marianne Grobner begleitet seit über 20 Jahren Entwicklungsprojekte in Unternehmen in der Schweiz, Österreich und in Deutschland. Sie trainiert Führungskräfte in den Bereichen Leadership, Kommunikation und Organisationsentwicklung.

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Führungsverhalten

Es gibt Menschen, die scheinen geborene Führungskräfte zu sein. Zweifelsohne spielen aber auch unsere Sozialisation und Lebenserfahrung eine wichtige Rolle. Von frühester Kindheit machen wir prägende Erfahrungen zum Thema «Führungskraft entwickeln».

Die ersten Vorbilder oder Lernmodelle boten uns die Eltern oder die Erwachsenen, die uns grossgezogen haben. Wir erlebten:

  • Klare oder diffuse Regeln
  • Wertschätzung und Abwertung
  • Vertrauen, Zutrauen oder Misstrauen
  • Umgang mit Regelverstössen
  • Kommunikation und Umgang mit Konflikten
  • Fordern und fördern
  • ... und vieles mehr, das mit Führung von Menschen zu tun hat.   

Weitere «Lernmodelle» haben wir durch Lehrer, Sporttrainer, Jugendgruppenleiter und andere Führungspersönlichkeiten kennen gelernt. Eine besonders wichtige Rolle spielte wahrscheinlich der/die erste Vorgesetzte beim Eintritt ins Berufsleben. Sein/Ihr Verhalten ist oft sehr prägend für das eigene Führungsverhalten. Dies ist uns meist nicht bewusst („So wollte ich ja nie führen“ kommentieren viele Führungskräfte ihren Lehrherrn) und oft übernehmen wir dieses Verhalten nur - wie automatisiert – in Stress-Situationen. Oder wir versuchen bewusst ganz anders- besser - als unsere «Lernmodelle» zu machen. Doch auch wenn wir genau das Gegenteil anstreben, orientieren wir uns an ihnen. Wahrscheinlich haben wir auch positive Modelle für Führung im Laufe unseres Lebens kennen gelernt: Beeindruckende Persönlichkeiten, die uns ein Stück unseres Weges begleitet haben, von denen wir uns «ein Stück abgeschaut» haben. Dazu kommt mit der Zeit die Summe der eigenen Führungserfahrungen. Vielleicht hatten wir schon in der Jugend als erstgeborenes Kind gegenüber den Geschwistern Verantwortung, als Klassensprecher oder Pfadfinderführer.

Schliesslich lernen wir unser ganzes Leben lang: Durch eigene Führungsaufgaben und Reflexion darüber, durch Beobachtung anderer, vielleicht durch einen guten Film, ein Buch, ein Seminar.

Diese Lernerfahrungen bilden die Wurzeln unseres Führungsverhaltens. So wie die Wurzeln eines Baumes, können wir diese unser Leben lang wachsen lassen.

Aus diesen «Wurzeln» entstehen unsere persönlichen Grundhaltungen, Werte, Glaubenssätze und Führungsprinzipien. Sie bilden – um bei der Analogie des Baumes zu bleiben – den Stamm. Das gezeigte Verhalten im Alltag bildet die Krone: Wir sehen, wie jemand mit Mitarbeitern kommuniziert, wie sehr er sie fordert und fördert oder wie sie in Konflikten reagiert. Hinter diesen Verhaltensweisen stehen Grundhaltungen, Werte, Prinzipien, die geprägt sind, durch unsere persönlichen Lebens- und Lernerfahrungen. Führungskraft ist aus meiner Sicht zu einem grossen Teil nicht genetisch bedingt, sondern wie ein Baum, Etwas, das sein Leben lang wachsen kann. Das sich ständig entwickeln kann.

Führungskraft entwickeln kommt von innen heraus

Persönliche Entwicklung erfordert die Bereitschaft zur Reflexion des eigenen Verhaltens. Ich beschäftige mich mit sehr persönlichen Fragen, wie: Wieso habe ich gestern in der Sitzung so heftig reagiert?- Was steht für ein Wert dahinter? – Woher aus meiner Geschichte kenne ich solche Situationen? – Was lerne ich daraus?

Diese Auseinandersetzung mit der eigenen Person erweitert unsere Kraft, bildet wieder eine neue Wurzel unsers Führungsbaums und stärkt den Stamm.

  • Führungskraft ist nicht angeboren, sondern entsteht durch Arbeit an sich selbst.
  • Wir können unseren «Führungsbaum» unser Leben lang weiter entwickeln.

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