Wirksamkeit: Wirksamkeit im Coaching

KURZ ZUSAMMENGEFASST

Die Wirksamkeit eines Business-Coachings ist der massgebliche Indikator für den Erfolg einer Massnahme und entscheidet über deren Nachhaltigkeit. Da viele Wirkungsparameter wie Führungskompetenz oder Teamgeist schwer quantifizierbar sind, stützt sich die Bewertung auf eine Kombination aus subjektivem Erleben der Beteiligten und beobachtbaren Veränderungen im Arbeitsalltag. Professionelles Coaching verlangt nach einem komplexen Zusammenspiel aus Vertrauensaufbau, klarer Zielorientierung und der Sicherung des Transfers in den Unternehmensalltag, um stabile Ergebnisse zu erzielen.

Die wichtigsten Punkte:

  • Wirksamkeit ist der zentrale Massstab für Pricing und Folgeaufträge im Coaching.
  • Die Bewertung umfasst sowohl subjektive Gefühle als auch objektive Indikatoren wie Konfliktlösung.
  • Nachhaltige Veränderungen müssen systemverträglich in die Unternehmensdynamik integriert werden.
  • Ein positiver Transfer nach Abschluss der Massnahme ist entscheidend für den langfristigen Erfolg.
23.07.2026 Von: Matthias K. Hettl
Wirksamkeit

Welche Faktoren bestimmen die Wirksamkeit eines Business-Coaching-Prozesses?

Business-Coaching hat die Chef-Etagen vieler Unternehmen erreicht. Aus dem anfänglichen Hype ist eine nachhaltige Entwicklung geworden. Im Zuge des Wettbewerbs kann es sich kein führendes Unternehmen mehr leisten, auf den Einsatz von kompetenten Business-Coaches zu verzichten.

Die Medien forcieren diesen Prozess. Eine enorme Vielzahl von Veröffentlichungen in einschlägigen Magazinen erzeugt ein neues Bewusstsein: Coaching ist „in“ – wer im globalen Wettbewerb mithalten will, kann dies nur, wenn er seine Key-Player durch professionelle Coaches fit mach bzw. gehalten werden.

Diese allgemeine Erkenntnis führt dazu, dass inzwischen fast alle großen Unternehmen auf gezielte Coaching-Maßnahmen zur Personal-Entwicklung setzen einige ganz offen und transparent, andere eher diskret und unauffällig. Hinter den Kulissen der offiziellen Führungskultur sind Business-Coaches zu einer elementaren Grösse geworden. Sogenannte Coaching-Pools gehören seit einigen Jahre zum festen Bestandteil der Personal-Entwicklung, mit steigender Tendenz. 

Das Berufsbild „Business-Coach“ gewinnt zunehmend an Kontur. Coaching etablierte sich in nur wenigen Jahren als neue Kraft in der Weiterbildungs-Szene. Dieser beeindruckende Siegeszug konnte jedoch nur deshalb stattfinden, weil die enorme Wirksamkeit immer wieder durch die Praxis bestätigt wird. Wirksamkeit gilt als Maßstab zur Bewertung von Business-Coaches, denn Wirksamkeit entscheidet über Pricing und Folge-Aufträge.

Wirksamkeit – Schlüssel zum Erfolg

Wenn Sie ein Schmerzmittel einnehmen, erwarten Sie, dass dadurch möglichst zuverlässig eine bestimmte Wirkung herbeigeführt wird: Die Schmerzen sollen verschwinden. Falls sich herausstellen sollte, dass das Medikament nicht geeignet ist, die gewünschte Wirkung zu erzeugen, werden Sie zukünftig auf die Einnahme verzichten. Vielleicht probieren Sie ein anderes Schmerzmittel, vielleicht beginnen Sie auch zu glauben, dass Ihnen Schmerzmittel generell nicht helfen können.

Kurzum: Die Daseins-Berechtigung eines Medikaments resultiert aus seiner Wirksamkeit. Ungenügende Wirksamkeit führt zum Aussterben dieser Art vermeintlicher Medikamente.

Wenn der Vertriebs-Direktor mit den Ergebnissen seiner Verkäufer unzufrieden ist, investiert er in die verkäuferischen Fähigkeiten seiner Mitarbeiter. Er beauftragt einen Verkaufs-Trainer mit einer Schulung. Falls die Verkaufszahlen nach der Schulung signifikant ansteigen, war die Massnahme wirksam und die Investition hat sich gelohnt. Falls die Zahlen gleich bleiben oder sogar sinken, wird der Vertriebs-Direktor die Wirksamkeit der Massnahme bezweifeln und dem Trainer keinen Folge-Auftrag erteilen. Die Daseins-Berechtigung der Schulung resultiert aus ihrer Wirksamkeit. Ein Trainer mit geringer Wirksamkeit wird auf Dauer arbeitslos. 

Ebenso verhält es sich mit dem Business-Coaching– hohe Wirksamkeit führt zum beruflichen Erfolg. Allerdings sind die Anforderungen an einen Coaching Prozess so komplex, dass eine klare Beurteilung der Wirksamkeit nicht ganz einfach ist. Was sind die Kriterien für Wirksamkeit im Business-Coaching? Natürlich, der Coachee will sich nach der Massnahme besser fühlen als vor der Massnahme – doch dieses bessere Gefühl ist wissenschaftlich kaum messbar, insbesondere seine Nachhaltigkeit. 

In den einschlägigen Manager-Magazinen heisst es: „Business-Coaching ist eine Massnahme zur Leistungs-Steigerung“. Doch ausser in Zahlen getriebenen Vertriebs-Organisationen gibt es in der modernen Business-Welt wenige eindeutige Parameter, um die komplexen Anforderungen an verantwortliche Manager zuverlässig zu quantifizieren. 

Wie lassen sich also unspezifische Dimensionen wie „Innovations-Kraft, Wertschöpfungs-Bewusstsein, Führungs-Qualität, Schnittstellen-Kompetenz, Team Spirit oder intrinsische Motivation“ im dynamischen Alltag einer Führungskraft wirklich zuverlässig zu messen oder gar zu quantifizieren.

Wirksamkeit messen

Jeder kompetente Management-Diagnostiker weiss, dass die Qualität von Coaching-Prozessen auch durch eine Vielzahl „weicher Faktoren“ bestimmt wird. Und diese „Soft Facts“ zeichnen sich nun mal dadurch aus, dass man sie nur relativ vage messen kann. Eine wesentliche Komponente bei dem Versuch der objektiven Bewertung von Coaching-Massnahmen ist und bleibt das „subjektive Gefühl der Betroffenen“.

Natürlich kann man zusätzlich die Vorgesetzten, die Mitarbeiter oder die kollegialen Schnittstellen befragen, doch auch hier spielen subjektive Befindlichkeiten eine mächtige Rolle. Jeder Personaler, der ein 360-Grad-Feedback implementiert hat, kann davon berichten, was es alles zu bedenken gibt, damit die Massnahme nicht nur die nötige Akzeptanz bei den Betroffenen findet, sondern auch trennscharfe Ergebnisse liefert.

Eine weitere Herausforderung hinsichtlich der Qualitäts-Sicherung von Coaching-Massnahmen ergibt sich auch aus dem Grundsatz der Verschwiegenheit. Coaching ist ein diskretes Geschäft. Nur wenn die nötige Vertraulichkeit der bearbeiteten Inhalte sichergestellt ist, sind die Betroffenen bereit, sich zu öffnen und mit dem Coach über ihre Probleme zu sprechen. Dieser Kodex der Verschwiegenheit schafft eine notwendige Voraussetzung, damit Business-Coaching überhaupt stattfinden kann. 

Ähnlich wie bei Ärzten, Psychotherapeuten, Anwälten oder Geistlichen erfordert die Arbeit des Coaches ein Klima des Vertrauens. Deshalb bleiben die im Coaching tatsächlich anvisierten Ziele manchmal auch im Verborgenen und lassen sich somit kaum zuverlässig überprüfen.

Trotz alledem die Einkäufer von Coaching-Massnahmen brauchen Kriterien, die es Ihnen erlauben, den Nutzen der eingekauften Dienstleistung zu beurteilen. Natürlich gibt es neben dem eigenen Bauchgefühl durchaus einige Indikatoren für Wirksamkeit. Zum Beispiel inoffizielle Feedbacks aus dem Umfeld der Betroffenen  oder chronische Konflikte, die sich plötzlich entschärfen. Längst totgeglaubte Projekte, die mit frischer Energie zu neuem Leben erwachen, schwierige Kunden, die auf wundersame Weise nicht mehr schwierig sind. Oder hohe Krankenstände, die allmählich gesunden oder auch Betriebsausflüge und Weihnachtsfeiern, die den Beteiligten plötzlich wieder Spass machen. 

Sinnvolle Bewertungs-Perspektiven

Die Bewertung von Coaching-Prozessen kann aus unterschiedlichen Perspektiven vorgenommen werden. Entscheidend ist natürlich die Sicht des Coachee: „Wie gut konnte mein Coach mir helfen, aktuelle Probleme zu lösen? Hat sein Einfluss dazu geführt, dass ich meine Ziele erreichen konnte? Geht es mir nach einer Coaching Sitzung signifikant besser als vor der Sitzung? Fühle ich mich stark, motiviert und voller Inspiration?“ Wie gesagt, das subjektive Erleben kann manchmal täuschen, aber mittel- bis langfristig sollte ein verantwortlicher Manager sehr wohl in der Lage sein, den Nutzen einer eingekauften Dienstleistung beurteilen zu können.

Falls der Coachee das Coaching nicht selber bezahlt, ist natürlich auch die Bewertung seines Unternehmens durch die Vorgesetzten oder die Personal-Abteilung von Bedeutung: „Hat sich der Coachee durch das Coaching positiv verändert? Konnte er sich vom Problem-Erzeuger in einen Problem-Löser verwandeln? Schafft er sein Work-Load besser? Wirkt er motivierend auf seine Kollegen, verbreitet er eine positive Stimmung? Gab es vielleicht spezifische Probleme, die den Coaching-Anlass bildeten und die inzwischen gelöst oder zumindest reduziert wurden?“

Falls alle Beurteilungs-Instanzen klare positive Signale senden, lässt sich daraus eine gute Wirksamkeit schlussfolgern. Allerdings gilt es auch darauf zu achten, dass keine Strohfeuer-Effekte entstehen. Falls die Besserung nur kurzfristig ein setzt und dann schnell wieder verschwindet, stellt sich die Frage der Nachhaltigkeit.

Falls der Coach durch stark emotionale Ansprache eine kurzfristige Veränderung bewirkt, und der Coachee anschliessend schnell wieder ins alte Muster zu rückfällt, hat er seinem Auftraggeber einen Bärendienst geleistet. Ein professioneller Business-Coach muss fähig sein, seine Intervention nachhaltig in die System-Dynamiken einzunetzen. Hohe Wirksamkeit erzeugt stabile Veränderungen, die selbst unter grossem Druck einen signifikanten Bestand aufweisen.

Darüber hinaus gibt es eine weitere Perspektive, um Coaching-Prozesse zu analysieren und zu bewerten: Die fundierte Einschätzung eines erfahrenen Ausbilders von Business-Coaches. Der Ausbilder weiss aufgrund langjähriger Erfahrung, welche Komponenten eine hohe Wirksamkeit begünstigen. Ebenso kennt er die Knackpunkte und Fallstricke bei der Realisierung. Er schaut bei seiner Beurteilung nicht nur auf die erzielten Ergebnisse, sondern auch auf die eingesetzte Methodik, weil er daraus Rückschlüsse auf die Wirksamkeit ziehen kann. 

Folgende Fragen helfen dabei weiter:  

  • Was tut der Coach, um schnell eine positive Beziehung aufzubauen?
  • Wie gut kann er Vertrauen gewinnen?
  • Wie gelingt es dem Coach, empathisch zu kommunizieren, ohne dabei zu sehr in die Problem-Hypnose seines Coachee hineinzugeraten?
  • Wie verwandelt er das vordergründige Problem in ein attraktives Ziel?
  • Hat das Ziel genug Power, um den Coachee nachhaltig zu motivieren?
  • Entspricht das formulierte Ziel dem zentralen Anliegen, trifft es des Pudel‘s Kern?
  • Wie reagiert das Unbewusste des Coachee auf die Angebote des Coachs?
  • Sind genug Ressourcen im Spiel oder werden benötigte Ressourcen fahrlässig ignoriert?
  • Werden systemische Verstrickungen genügend berücksichtigt?
  • Wo liegen die grössten Hindernisse auf dem Weg zur Ziel-Erreichung und was tut der Coach, um den Coachee darauf konstruktiv vorzubereiten?
  • Wie wird der „innere Schweinehund“ ins Boot geholt?
  • Auf welche Weise hilft er dem Coachee, die Gravitationskraft der Komfort-Zone zu überwin den?
  • Was sind die konkreten Massnahmen zur Ziel-Erreichung?
  • Verfügt der Coachee am Ende über wasserdichte Konzepte und ausreichend Motivation, um die nötigen Massnahmen auch tatsächlich zu realisieren?
  • Welche Faktoren erzeugen Wirksamkeit?

 

Es gibt im Coaching eine Vielzahl von Stellschrauben, um die Wahrscheinlichkeit einer konsequenten Umsetzung zu steigern. Wirksamkeit im Business-Coaching resultiert also aus einer komplexen „Gemenge-Lage verschiedener Faktoren“, die sich im Vorfeld eines Coaching-Prozesses kaum zuverlässig vorhersagen lassen. Von der Eigen-Motivation des Coachee, über den realen Veränderungsdruck durch äussere Umstände bis hin zur psychischen Chemie zwischen Coach und Coachee. Ein enorme Vielzahl von dynamischen Faktoren kann die durch eine Coaching-Massnahme tatsächlich erzielten Ergebnisse beeinflussen.

Doch trotz der hohen Komplexität lassen sich einige zentrale Faktoren identifizieren, deren harmonisches Zusammenspiel die Wirksamkeit einer Coaching-Massnahme nachweislich bestimmt. Langjährige Erfahrung zeigt, dass ein Coaching-Prozess optimale Wirkung entfaltet, wenn diese fünf Faktoren zur Wirksamkeit berücksichtigt werden: 

1. Beziehungs-Gestaltung

2. Ziel-Orientierung

3. Ressourcen

4. System-Verträglichkeit

5. Transfer-Sicherung

Diese fünf Faktoren umfassen wiederum Kategorien, innerhalb derer sich verschiedene Wirk-Faktoren bündeln lassen. Wie gesagt: Professionelles Coaching ist eine sehr komplexe Dienstleistung, deren kompetente Realisierung eine ganze Reihe von Fähigkeiten benötigt. Erfolgreiches und wirksames Coaching erfordert eine souveräne Prozess-Gestaltung, die nur durch intensive Erfahrung gekoppelt mit konstruktivem Feedback erworben werden kann.

Beziehungs-Gestaltung

Alle wissenschaftlichen Untersuchungen zum Coaching belegen, dass eine intensive Beziehung zwischen Coach und Coachee als notwendige Arbeits-Basis unentbehrlich ist. Ohne eine positive Beziehung kann kein Coaching stattfinden. Der Coach muss zunächst dafür sorgen, dass der Coachee sich öffnet und über die Themen sprechen will, die ihn wirklich bewegen. 

Dieses Nadel-Öhr bringt es mit sich, dass der Coachee bereit sein muss, sich im Zustand seiner „Inkompetenz“ zu erleben. Viele Menschen scheuen sich, dies zuzulassen. Insbesondere Führungskräfte haben sich darin trainiert, Stärke zu zeigen und Schwäche zu vermeiden. Coaching kann jedoch nur funktionieren, wenn der Coachee als „Problem-Inhaber“ bereit ist, sein Problem klar zu identifizieren. Nur wer sein Problem erkennt, und es als Teil seiner momentanen Situation akzeptiert, kann daraus eine kraftvolle Ziel-Vorstellung für die Zukunft entwickeln. Deshalb muss der Coach zunächst für ein vertrauensvolles Klima sorgen, damit der Coachee auf authentische Weise über seine Themen sprechen kann.

Ziel-Orientierung

Business-Coaching bedeutet, andere Menschen erfolgreich zu machen. Erfolg resultiert aus Ziel-Erreichung. Wer sich keine Ziele setzt, kann nicht erfolgreich sein. Probleme sind Ziele, die auf dem Kopf stehen, im Coaching verwandeln wir

Probleme in Ziele. Ohne Ziel kein Coaching, damit ein Coach seine Arbeit starten kann, braucht es ein attraktives Ziel. Coaching gestaltet Zukunft. Die Betrachtung der Vergangenheit ist kein Selbstzweck, sondern eine notwendige Schleife, um zu lernen und eine bessere Zukunft zu entwerfen. Je konsequenter der Coach auf die Zukunft fokussiert ist, desto wirksamer kann er seine Kommunikation mit dem Coachee auf zukünftige Erfolge ausrichten.

Ressourcen

Das Coaching hilft dem Coachee dabei in eine erfolgreiche Zukunft zu gehen. Dafür braucht er Ressourcen. Sie sind die Rohstoffe, aus denen die zukünftigen Problemlösungen gemacht sind. Je mehr Ressourcen verfügbar sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Coachee seine anvisierten Ziele tatsächlich erreichen kann. Ein Mensch, der den Kontakt mit seinen Ressourcen verloren hat, fühlt sich schwach, ängstlich und sieht überall Probleme. 

Sobald er in Kontakt mit den nötigen Ressourcen gelangt, fühlt er sich ermutigt und gestärkt. Kreativität, Zuversicht und Selbstvertrauen erwachen. Die Wirkung eines Coaching resultiert ganz entscheidend aus der Fähigkeit des Coachs, den Coachee in Kontakt mit Ressourcen zu bringen und zwar schnell, tiefgreifend und nachhaltig. 

System-Verträglichkeit

Eine gute Problem-Lösung muss „system-verträglich“ sein, sonst kann sie nicht realisiert werden, oder sie erzeugt die berüchtigten Kollateral-Schäden. Der moderne Homo sapiens ist ein hochkomplexes System, körperlich ebenso wie psychisch. Ausserdem ist jeder Mensch wiederum Teil von grösseren Systemen Familien, Teams oder Unternehmen. Alle Systeme haben komplexe Dynamiken, die es bei geplanten Veränderungen zu berücksichtigen gilt: Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Coaching wirkt wie ein psychisches Medikament. Ein professioneller Business-Coach wird nicht leicht fertig in komplexe Systeme hineinintervenieren. Mögliche Veränderungen müssen sorgfältig in die bestehenden Systeme eingebunden werden.

Dafür braucht es Fingerspitzen-Gefühl und einen Sinn für die Einbindung der Resultate in die spezifische Business-Situation. 

Checkliste

  • Eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Coach und Coachee als Basis etablieren.
  • Das Problem des Coachee klar identifizieren und als Ausgangspunkt akzeptieren.
  • Attraktive und zukunftsorientierte Ziele formulieren, die motivieren.
  • Verfügbare Ressourcen des Coachee erkennen und aktiv einbinden.
  • Massnahmen auf die Systemverträglichkeit im Unternehmen prüfen.
  • Mögliche Risiken und Kollateralschäden im System frühzeitig antizipieren.
  • Konkrete Massnahmen zur Zielerreichung bis zum Ende der Sitzung festlegen.
  • Den Transfer in den Alltag durch stabile Konzepte und Motivation sichern.
  • Regelmässig Feedback aus dem Umfeld des Coachee einholen.
  • Die Nachhaltigkeit der Veränderung auch unter Druck überprüfen.

Transfer-Sicherung

Entscheidend ist nicht, was im Coaching geschieht, sondern was nach dem Coaching passiert. Business-Coaching ist kein Selbst-Zweck, sondern eine Investition, eine gezielte Massnahme, um Probleme zu lösen und Ziele zu erreichen. Was nützt das schönste Coaching, wenn die angedachten Konzepte anschliessend nicht realisiert werden?

Wirksames Coaching gibt nachhaltige Impulse, um die Wahrscheinlichkeit der anschliessenden Realisierung möglichst hoch zu gestalten. Ohne eine stabile Transfer-Sicherung besteht die Gefahr, dass die guten Vorsätze bereits nach kurzer Zeit vergessen wurden und die gewünschte Veränderung ausbleibt. Deshalb fokussiert der professionelle Business-Coach insbesondere zum Abschluss einer jeden Sitzung auf die konkreten Schritte zur Realisierung und die dafür notwendige Motivation. Er weiss um die Macht der menschlichen »Komfort-Zone« und sorgt für die nötige Energie auf dem Weg in eine bessere Zukunft. 

FAQ: Wirksamkeit

Wie lässt sich die Wirksamkeit von Coaching messen?

Die Messung erfolgt durch eine Kombination aus subjektivem Erleben des Coachee, Feedback von Vorgesetzten und Kollegen sowie beobachtbaren Veränderungen wie der Lösung chronischer Konflikte oder gesteigerter Motivation.

Welche Rolle spielt das Vertrauen im Coaching-Prozess?

Vertrauen ist die notwendige Voraussetzung, damit sich Coachees öffnen und über Probleme sprechen können. Ohne eine positive Beziehung kann kein wirksamer Coaching-Prozess stattfinden.

Was ist der Unterschied zwischen kurzfristiger Wirkung und Nachhaltigkeit?

Kurzfristige Wirkung entsteht oft durch emotionale Ansprache, während Nachhaltigkeit stabile Veränderungen erfordert, die auch unter Druck Bestand haben und systemverträglich in den Alltag integriert sind.

Warum ist der Transfer nach dem Coaching so wichtig?

Der Transfer entscheidet darüber, ob die im Coaching entwickelten Konzepte tatsächlich im Arbeitsalltag realisiert werden. Ohne Transfer-Sicherung drohen die guten Vorsätze schnell zu verpuffen.

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