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Defizite: Fokussieren Sie die Stärken Ihrer Mitarbeiter

Sich auf die Defizite Ihrer Mitarbeiter zu konzentrieren, fördert Demotivation und Leistungsabfall. Ändern Sie Ihren Fokus – auf die Stärken Ihrer Mitarbeiter.

12.02.2026 Von: Brigitte Miller
Defizite

Ein gewohnter Fokus: Defizite und Schwächen

Es fällt so leicht, gar selbstverständlich: Die Schwächen, Probleme und Defizite zu erkennen und zu benennen. Ob in einer Situation, bei Ihnen selbst oder Ihrem Gegenüber – Ihrem Mitarbeiter. Oft ist es, als würden die Defizite, Mängel und Fehler ins Auge springen: 

  • „Die PowerPoint-Präsentation war zu wenig kundenorientiert.“
  • „Ich hatte von Ihnen als Projektleiter klare Worte und Zielsetzungen erwartet.“
  • „Als Teamsprecher ist es auch Ihre Aufgabe, Konflikte zu lösen.“
  • „Mal wieder hast du die Deadline nicht eingehalten.“
  • „Sie lassen sich viel zu schnell von Einwänden von Ihrer Position abbringen. Wie wollen Sie da den Kunden überzeugen?“
  • „Ihre Wutausbrüche sind unangebracht.“
  • „Sie sprudeln über vor Ideen. Leider fehlt es Ihnen an Selbstreflektion, um die Spreu vom Weizen zu trennen.“

Schnell poppen diese Be-Wert-ungen auf. Oft automatisch, ohne dass Sie Ihren Fokus dafür ausrichten müssten. Verwunderlich ist dies kaum. Denn dieser Blick auf die Schwächen und Defizite wird seit den Kindesbeinen trainiert und – ganz wichtig – täglich nicht nur durch Sie selbst, sondern auch Ihre Umgebung bestätigt und gestärkt. 

Denken Sie nur an die mediale Berichterstattung, die in der Regel auch die Aufmerksamkeit auf die Defizite in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft lenkt. Oder an die Posts auf den Social-Media-Plattformen, die oft Negatives in den Vordergrund rückt, um Likes zu generieren und Zustimmung zu erhalten. So hat sich ein Defizit-Fokus etabliert. Und diesen Defizit-Fokus nutzen und aktivieren Sie auch in Ihrer Funktion als Führungskraft. Leider. 

Der Defizit-Fokus hat Auswirkungen - immer

Nun, vielleicht mögen Sie jetzt denken: Nur, wer Schwächen und Mängel erkennt, kann sie auch beseitigen, um sich zu verbessern. Das mag sein. Ein Blick auf die Defizite mag gerechtfertigt sein: Einmal, zweimal. Doch nicht permanent und immer wieder. Einfach, weil solch ein steter Defizit-Fokus Auswirkungen hat – auf Sie als Führungskraft und auf Ihre Mitarbeiter. 

Der Defizit-Fokus – und seine Auswirkungen auf 
Sie als Führungskraft . Ihre Mitarbeiter 
Es entsteht der Eindruck, der Mitarbeiter …Es entsteht der Eindruck für den Mitarbeiter, dass …
ist inkompetent.seine Leistung nicht wahrgenommen wird.
benötigt ständige Anleitung und Anweisung.er nichts richtig machen kann. 
erfüllt Ihre Erwartungen nicht.sein Engagement kaum gewürdigt wird. 
hält an Bewährtem fest. seine Kompetenzen herabgesetzt werden. 
erbringt nicht die geforderten Leistungen.nur seine Fehler gesehen, aber seine Erfolge als selbstverständlich genommen werden. 
engagiert sich nicht ausreichend.seine Arbeit kaum gewürdigt wird. 
ist für andere Aufgaben nicht geeignet.seine Talente - also seine Stärken - übersehen werden. 
benötigt zu viel Coaching und Schulung. sein Tun wenig Relevanz hat, so dass er innerlich kündigt. 
wird die Neuerungen im Unternehmen kaum bewältigen. seine Hinweise auf Fehler und Probleme auf ihn persönlich bezogen werden. 
kann nicht ohne ständige Kontrolle durch die Führungskraft ausreichend eigenständig arbeiten. nur seine Schwächen angesprochen werden. 

Und falls dies nicht schon genug negative Auswirkungen sind, dürfen ganz allgemeine nicht vergessen werden – und zwar für beide Seiten: 

  • Frust wird erhöht.
  • Voneinander wird schlecht gedacht und/oder geredet.
  • Demotivation steigt.
  • Das Verhältnis zwischen Ihnen und Ihrem Mitarbeiter wird auf Dauer belastet.
  • Das Vertrauen zwischen Ihnen und Ihrem Mitarbeiter wird beschädigt.
  • Als Führungskraft werden Sie – vielleicht – weniger an den Mitarbeiter delegieren, als auch diesen fördern. Damit bleibt aber definitiv mehr auf Ihrem „Schreibtisch liegen“.

Weg vom Defizit-Fokus hin zum Stärken-Fokus

Vielleicht haben Sie sich in der einen oder anderen Auswirkungen wiederentdeckt. Vielleicht hat sich dadurch ein „neuer“ Blick auf die Defizite – die Schwächen Ihrer Mitarbeiter – eröffnet. Vielleicht löste es schon eine Bewegung aus: Eine mentale Bewegung: „Ja, es stimmt, einzig und allein die Schwächen wahrzunehmen und anzusprechen, ist oft kontraproduktiv“. Und vielleicht ist ein Ziel entstanden: „Ab heute mehr die Stärken zu identifizieren, um diese zu loben, zu fördern und klug für die Aufgaben und das Unternehmen nutzen.“

Wunderbar. Gratulation. 

Allerdings – Sie ahnen es -, gilt es diesen „neuen“ Blickwinkel zu trainieren. Der Defizit-Fokus wurde letztlich auch trainiert. Jahre, gar jahrzehntelang. Mit den folgenden Tipps erhalten Sie Impulse, wie dieses Training aussehen kann. Damit Sie zukünftig wirklich so oft als möglich, die Stärken wahrnehmen können – bei Ihren Mitarbeitern und bitte (!) auch bei sich selbst. 

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