09.07.2019

Optimales Stresslevel: 5 Tipps, wie Stress zum Erfolg beiträgt

Stress allein macht nicht krank. Ganz im Gegenteil. Die neuere Forschung zeigt, dass Stress uns hilft Herausforderungen zu meistern und Höchstleistungen zu erbringen. Unter Stress sind wir konzentrierter, schneller, mutiger und leistungsfähiger. Erfahren Sie mehr über den positiven Umgang mit Stress und wie Sie Ihr optimales Stresslevel erreichen können.

Von: Katharina Chicherio  DruckenTeilen 

Katharina Chicherio, M SC BA, Betriebsökonomin, Dipl. Kontextual Coach, Geschäftsführerin

Katharina Chicherio ist Gründerin und Geschäftsführerin des Celo Coaching Instituts in Pfäffikon SZ. Geboren und aufgewachsen ist sie in der ehemaligen DDR. Nach dem Mauerfall, haben ihre Eltern berufliche Angebote als Nationaltrainer der Schweizer Ski-Biathleten und Sport-Physiotherapeutin erhalten. Daraufhin wanderten sie 1991 in die Schweiz aus. Sie absolvierte eine Kaufmännische Ausbildung, erlang die Eidgenössische Matur und studierte Betriebswirtschaft an der Universität Bern. Danach arbeitete sie über 10 Jahre in der Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG als Mitglied des Kaders in Führungspositionen. Parallel absolvierte sie eine mehrjährige Coaching-Ausbildung und startete ihr heutiges Psychologiestudium an der Fernuniversität Schweiz. Im Jahr 2018 gründete sie das Celo Coaching Institut. Als unabhängiger Coach und Sparringspartner unterstützt sie Unternehmer und Führungskräfte in ihren täglichen Herausforderungen und bei dem Ziel das Aussergewöhnliche zu erreichen.

Optimales Stresslevel

Das persönliche Stressbarometer

Stress kann grob in drei Level unterteilt werden. Zuwenig Stress, optimales Stresslevel und zuviel Stress. Zuviel Stress kann langfristig krank machen, wenn er zur Erschöpfung führt und nicht genügend Zeit zur Erholung vorhanden ist. Genauso kann zuwenig Stress und Unterforderung negative Folgen haben, wenn die gesamte Energie aufgebraucht wird, um die Situation zu verstecken. Unser optimales Stresslevel ist somit eine gute Mischung aus Stress und Entspannung. In diesem Zustand sind wir zu maximaler Leistung fähig (siehe Abbildung).

Jeder Mensch empfindet Stress unterschiedlich. So kann dieselbe Situation als stressig oder entspannend wahrgenommen werden. Ein optimales Stresslevel ist somit abhängig von den persönlichen Interessen, Eigenschaften und den wahrgenommenen Ressourcen zur Stressbewältigung.

Zwischenfazit: Zuviel Stress ist schlecht, zu wenig auch. Es gilt also sein optimales Stresslevel zu finden. Jeder für sich, denn Stress wird unterschiedlich empfunden und bewertet.

5 Tipps, wie Sie Ihr optimales Stresslevel erreichen

Tipp 1: Verfolgen Sie Ziele, die für Sie sinnvoll sind.

Der Mensch braucht sinnvolle und aufregende Aufgaben. Verfolgen Sie deshalb Ziele, welche Ihrem individuellen Lebenssinn und Ihren Stärken entsprechen. Wenn Sie dies tun, tanken Sie Energie. Und Sie erleben Momente des Flows – sie verlieren das Zeitgefühl und sind eins mit der Sache. Diesen Zustand erleben Sie bei Zielen, welche Sie leidenschaftlich verfolgen und erreichen wollen.

Tipp 2: Stellen Sie sich herausfordernden Aufgaben.

Dies sind Leistungssituationen, in welchen Sie grosse Anstrengung und volle Aufmerksamkeit erbringen. Sie sind gefordert, aber nicht überfordert. Bei der Erreichung solcher Aufgaben sind wir stolz auf die eigene Leistung. Sie steigern unsere Zufriedenheit, Motivation und Leistungsfähigkeit. Deshalb braucht jeder Mensch solche Erfolgserlebnisse.

Tipp 3: Wählen Sie Ihre innere Einstellung.

Studien belegen, dass die Bewertung von Stress über dessen Wirkung mitentscheidet. In einer viel zitierten Studie der Universität von Wisconsin im Jahr 2012 erwiesen sich Gestresste, die nicht an die Gefahr von Stress glaubten sogar langlebiger als Nicht-Gestresste. Schon allein die Annahme «das stresst mich!» löst in uns einen Kontrollverlust aus und wir fühlen uns der Situation ausgeliefert. Reflektieren Sie deshalb Ihre Gedanken und machen Sie sich in vermeintlich stressigen Situationen Ihre Ressourcen zur Stressbewältigung bewusst.

Tipp 4: Treffen Sie bewusste Annahmen.

Stress wird durch den Verlust der Annahme, dass «mir das nicht passieren sollte», ausgelöst. Mit der Annahme «weshalb sollte mir das nicht passieren?», beugen Sie somit Stress vor. Dazu ein Beispiel. Sie hatten einen anstrengenden Arbeitstag und freuen sich auf Ihr Lieblingshobby. Keine fünf Minuten im Auto, stehen Sie im Stau. Damit haben Sie nicht gerechnet. Sie ärgern sich und sind wütend. Sie können diesem Stress vorbeugen, indem Sie die Annahme treffen, dass es passieren kann, dass Sie im Stau stehen werden. Natürlich tun Sie alles, um dies zu vermeiden. Passiert es dennoch, werden Sie entspannter reagieren. Und wenn alles gut geht, werden Sie sich sehr freuen.

Tipp 5: Schaffen Sie sich Erholungsphasen.

Ihr Körper ist keine Maschine. Er braucht gute Nahrung, genügend Schlaf und ausreichend Bewegung. All dies trägt dazu bei, dass Sie langfristig Höchstleistungen erbringen können und sich nicht auspowern. Trinken Sie genügend Wasser und machen Sie ausreichend Pausen – kurz und oft ist hier die Devise. Lüften Sie auch mal den Kopf an der frischen Luft und führen Sie Ihre Besprechung während eines Spaziergangs durch. All dies hilft dabei, die gute Mischung aus Stress und Entspannung herzustellen, welche für ein optimales Stresslevel wichtig ist.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass es nicht darum geht ein stressfreies Leben anzustreben. Ziel ist es die positiven Eigenschaften von Stress zu nutzen und unser Denken darüber anzupassen. Wer es schafft, Erregung zu nutzen und sich genügend Zeit für Erholung einzuräumen, findet sein optimales Stresslevel. Gedankenmuster zu durchbrechen und neues Verhalten zu ermöglichen braucht Klarheit, Disziplin und Übung. Stressen Sie sich deshalb nicht und nutzen Sie die Angebote von professionellen Coaches, welche Sie in diesem Prozess begleiten.

Referenz: Keller, A., Litzelman, K., Wisk, L. E., Maddox, T., Cheng, E. R., Creswell, P. D., & Witt, W. P. (2012). Does the perception that stress affects health matter? The association with health and mortality. Health Psychology, 31(5), 677. DOI: 10.1037/a0026743

 

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